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Wirtschaft World Wide Web-Stube: Land nimmt ersten öffentlichen WLAN-Hotspot in Betrieb
Nachrichten Wirtschaft World Wide Web-Stube: Land nimmt ersten öffentlichen WLAN-Hotspot in Betrieb
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15:06 11.07.2019
Wenn es grün ist, hat man Netz. Hoffentlich. Quelle: Armin Weigel/dpa
Potsdam

Es ist ein Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne, den Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach am Donnerstag in der Sorbenstadt Drebkau schlug: Brandenburg kann doch 21. Jahrhundert, soviel ist seit Donnerstag gewiss.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten nahm Steinbach nämlich den ersten vom Land finanzierten öffentlichen WLAN-Hotspot im Landkreis Spree-Neiße in Betrieb. Und zwar nicht irgendwo, sondern im Museum Sorbische Webstube.

WLAN zwischen Trachten und Ostereiern

Wer sich zwischen den dort ausgestellten sorbischen Trachten und historischen Möbeln langweilt oder aus veganer Überzeugung die dortige Ostereier-Sammlung mit Missachtung straft, kann ab sofort kostenlos im Internet surfen. Das Museum könnte sich zeitgemäß also in World Wide Web-Stube umbenennen, aber das dürfte der Sorben- und Wendenrat zu verhindern wissen.

„Ein kostenloser WLAN-Zugang zum Internet wird an Orten, an denen viele Menschen zusammenkommen, mittlerweile zu Recht erwartet“, stellte der Wirtschaftsminister fest. „Das gilt sowohl für touristische Zielgebiete als auch für Orte, an denen sich die Brandenburgerinnen und Brandenburger begegnen.“

Hotspot mit Öffnungszeiten

Wie Pilze aus dem feuchten Waldboden sollen innerhalb der nächsten 14 Monate bis zu 1200 solcher Hotspots in Brandenburg entstehen. Es waren schon einmal mehr geplant, nämlich 1500, und eigentlich hätten sie auch schon in diesem Jahr funken sollen, aber dem war, wie so oft in Brandenburg, etwas dazwischen gekommen.

Wer in Drebkau öffentlich surfen will, sollte jedoch die Öffnungszeiten im Blick haben. Die Web-Stube hat Dienstag, Donnerstag und Freitag von 11 bis 17 Uhr sowie an jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet. Zu viel Internet soll ja eh nicht gesund sein.

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Alle geplanten Hotspots auf einer Karte

Von Torsten Gellner

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