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Wirtschaft Qantas prüft Boeing 737 NG nach Entdeckung von Riss in Maschine
Nachrichten Wirtschaft Qantas prüft Boeing 737 NG nach Entdeckung von Riss in Maschine
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14:32 31.10.2019
Die australische Fluggesellschaft Qantas will nach der Entdeckung eines Risses im Rumpf eines Passagierflugzeugs vom Typ Boeing 737 mehrere baugleiche Flugzeuge einer Inspektion unterziehen. Quelle: Joel Carrett/epa/dpa
Canberra

Die australische Fluggesellschaft Qantas will nach der Entdeckung eines Risses im Rumpf eines Passagierflugzeugs vom Typ Boeing 737 NG mehrere baugleiche Flugzeuge einer Inspektion unterziehen. Insgesamt sollen 33 Maschinen kontrolliert werden, wie Qantas am Donnerstag in Canberra mitteilte. Die betroffene Maschine wurde aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurde der Riss an einer Stelle entdeckt, wo die Tragflächen am Rumpf befestigt sind. Im Luftfahrt-Jargon nennt man diese Teile "Pickle Forks", weil sie an Gurkengabeln erinnern.

"Wir haben einen Riss entdeckt. Diese Maschine wurde zur Reparatur außer Dienst gestellt", sagte ein Qantas-Sprecher der dpa. Untersucht werden nun insgesamt 33 Boeing 737 NG im Bestand von Qantas, die mehr als 22 600 Starts und Landungen hinter sich haben. Nach Angaben eines Verband von Flugzeug-Ingenieuren (Australian Licensed Aircraft Engineers Association) wurde inzwischen an einem weiteren Flugzeug ein Riss entdeckt. Der Verband appellierte an die Fluggesellschaft, alle insgesamt 77 Maschinen diesen Typs am Boden zu lassen.

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Von Qantas gab es für die Entdeckung eines zweiten Risses keine Bestätigung. Die Fluglinie bezeichnete die Erklärung des Verbands als "völlig verantwortungslos". "Wir würden niemals ein Flugzeug starten lassen, das nicht vollkommen sicher ist."

Die Boeing 737 NG ist das Vorgängermodell der 737 Max. Die 737-Max-Modelle sind seit Mitte März wegen zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mit Flugverboten belegt. Als eine entscheidende Unglücksursache gilt ein fehlerhaftes Steuerungsprogramm von Boeing. Ob und wann die Maschinen wieder abheben dürften, ist von internationalen Aufsichtsbehörden abhängig und derzeit unklar.

RND/dpa

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