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Wirtschaft Schneechaos in Österreich: Touristen bleiben weg
Nachrichten Wirtschaft Schneechaos in Österreich: Touristen bleiben weg
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15:45 15.01.2019
Der Dauerschneefall in Österreich lässt sehr viel weniger Touristen einen Ski-Urlaub buchen. Quelle: imago/Eibner Europa
Wien

Die Tourismusbranche in Österreich hat wegen der gewaltigen Schneefälle kurzfristig Einbußen zu verzeichnen. „Die kurzfristigen Buchungen sind in der letzten und in dieser Woche teilweise um die Hälfte zurückgegangen. Da ist schon ein Loch entstanden“, sagte Petra Nocker-Schwarzenbacher, Tourismusobfrau der österreichischen Wirtschaftskammer, der Deutschen Presse-Agentur. Betriebe etwa in Kärnten, wo es kein Schneechaos gab, hätten davon profitiert. Ein Ende des Dauerschneefalls gerät jetzt aber in Sicht.

Dezember und Januar gelten eigentlich als Hauptsaison

Beispielhaft berichtete Nocker-Schwarzenbacher von einem kleinen Skigebiet, das für gewöhnlich zwischen Weihnachten und dem 6. Januar rund 25 Prozent seines Jahresumsatzes einfährt. „Dort gab es dieses Mal an diesen Tagen ein Minus von 20 Prozent.“ Insgesamt sei die Stimmung aber gut.

Die Urlauber hätten in diesen Tagen aber viele Fragen, sagt Jörn Homburg, Sprecher der Bergbahnen Oberstdorf/Kleinwalsertal. „Die Leute fragen, ob wir überhaupt erreichbar sind und ob wir noch genügend zu essen haben.“ Hungern muss niemand - auch wenn in mehreren Landkreisen Bayerns der Katastrophenfall ausgerufen wurde.

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Touristen sind beunruhigt

Im bayerischen Berchtesgaden reisten manche Gäste nicht an. „Die Leute sind schon beunruhigt, es gibt auch Stornierungen“, berichtet Isabel Stöckl von der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Von massenhaften Absagen könne aber keine Rede sein. Im Nobel-Skiort Lech am Arlberg, wo zeitweise nur ein Bruchteil der Pisten befahrbar war, vertrieben sich die Gäste die Zeit anderweitig. „Wir sind auch ein Gourmet-Ort“, sagte Tourismus-Direktor Hermann Fercher.

Branche hofft auf ein gutes Ostergeschäft

Ob die absehbar lange Schneesicherheit sogar das dieses Jahr späte Ostergeschäft beflügelt, ist unklar. „Das Problem ist: Wenn in den Städten kein Winter mehr herrscht und die Leute zum Beispiel am Rhein wieder Fahrrad und Inliner fahren können, dann können wir hier auch mit besten Bedingungen nichts mehr machen“, sagte Josef Schirgi, Geschäftsführer des Tourismusverbands Serfaus-Fiss-Ladis, der dpa.

Von RND/dpa

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