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12:02 25.01.2018
Je nach Beruf und Bundesland klaffen Gehälter in Deutschland weit auseinander.  Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hamburg

Bayern, Hessen und Baden-Würtemberg sind die lohnstärksten deutschen Bundesländer. Das geht aus dem diesjährigen Gehaltsatlas der Gehaltsdatenbank Gehalt.de hervor. Für die Erhebung nahm sich der Dienst mehr als 750.000 Gehaltsangaben als Grundlage und verglich die Daten miteinander. 40 Prozent der Daten stammen von weiblichen und 60 Prozent von männlichen Beschäftigten. Besonders auffällig: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt wird in den neuen Bundesländern teilweise bis zu 24 Prozent weniger Gehalt gezahlt.

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Ein Grund für die Lohnlücke: Während in Ländern wie Hessen Dax-Unternehmen und kapitalstarke Firmen ihren Sitz haben, finden sich in Bundesländern wie Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen vor allem kleine bis mittelgroße Unternehmen.

In Hessen verdienen Berufseinsteiger besonders gut

Die Lücke im Gehalt klafft dabei bereits im Berufseinstieg – sowohl bei Berufsanfängern mit Studienabschluss als auch bei solchen, die eine Ausbildung absolviert haben. Während in Hessen Akademiker zum Arbeitsbeginn durchschnittlich etwa 51.517 Euro pro Jahr verdienen, sind es in Brandenburg nur rund 34.800 Euro. Nur in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wird schlechter gezahlt. Auch die Landeshauptstadt Potsdam kann nicht mit attraktiven Gehältern werben. Legt man das deutsche Durchschnittseinkommen als 100 Prozent zugrunde, bekommt ein Vollzeitbeschäftiger in Potsdam nur 80,6 Prozent davon, unterboten nur noch von den Erfurtern (80,4 Prozent) und den Schwerinern (76,1).

In einer Kategorie liegt Brandenburg klar vorne

Während Brandenburg in fast allen Kategorien im hinteren Drittel liegt, kann es in einem Punkt jedoch punkten. Denn nirgendwo ist die Gehaltslücke zwischen Mann und Frau so gering wie in der Mark. Demnach verdienen Männer in Brandenburg 16,7 Prozent mehr als Frauen. In Baden-Württemberg haben Männer laut der Erhebung rund ein Drittel mehr auf dem Konto - nämlich 26,8 Prozent.

Oberärzte klar an der Spitze

Die Erhebung zeigt auch, wie deutlich sich die Berufswahl auf das Durchschnittsgehalt auswirkt. Zu den Berufen mit den höchsten Gehältern gehören etwa Oberarzt (etwa 121.000 Euro pro Jahr) oder Key Account Manager (etwa 77.000 Euro Gehalt pro Jahr). Für die Ermittlung der Gehälter sind dabei vor allem Daten von Mitarbeitern ohne Personalverantwortung herangezogen worden, „da die Gehälter von Chefs oder Top-Managern zum Teil sehr hoch sind, selten vorkommen und die Ergebnisse eventuell verzerren könnten“, heißt es in der Studie.

Auf gerade einmal 20.000 Euro Jahresdurchschnittsgehalt kommen Beschäftigte im Zimmerservice. Sie sind damit die Berufsgruppe, die laut des Atlasses am wenigsten verdient.

Von RND/sag

24.01.2018
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