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Wirtschaft TÜV-Tests am BER beendet, aber Motoren zicken
Nachrichten Wirtschaft TÜV-Tests am BER beendet, aber Motoren zicken
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18:02 27.09.2019
Der TÜV hat die Wirkprinzipprüfungen am Flughafen beendet. Quelle: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dp
Berlin

Der Flughafen BER hat auf dem Weg zur Eröffnung in einem Jahr eine weitere wichtige Hürde genommen. Die sogenannten Wirk-Prinzip-Prüfungen (WPP) wurden am Freitag, rechtzeitig zur Sitzung des Aufsichtsrats, abgeschlossen.

Bei diesen Tests, die Anfang August begonnen haben, wurden die verschiedenen technischen und sicherheitsrelevanten Anlagen (Entrauchung, Brandschutzklappen, Sprinkleranlagen etc), durch den TÜV Rheinland geprüft. Dafür waren 41 Tage angesetzt. Sie konnten vorzeitig nach 36 Tagen beendet werden.

Eröffnungstermin wird im November genannt

Die WPP seien in allen Teilen erfolgreich verlaufen, „so wie wir das erwartet haben“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitagabend im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung.

„Der Eröffnungstermin im Oktober 2020 ist sicher“, ergänzte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider. Einen taggenauen Termin soll der Aufsichtsrat bei seiner Sitzung im November nennen. Die Crew des Flughafens Tegel soll im Oktober 2020 binnen zehn bis 14 Tagen umziehen, danach soll TXL geschlossen werden, aber noch ein halbes Jahr in einer Art Sicherheitsbereitschaft bleiben.

Motoren müssen ausgetauscht werden

Probleme bereiten nach wie vor die falsch belegten Kabelkanäle. Die Mängel seien zu 85 Prozent abgearbeitet, sagte Lütke Daldrup. Dabei gehe es in erster Linie noch um Sicherheitsnachweise und Dokumentationen. Das dürfte sich bis Anfang 2020 hinziehen. „Es ist ein mühsamer, kleinteiliger Prozess“, sagte der Flughafenchef.

Im ersten Quartal 2020 soll der Flughafen gegenüber der Bauordnungsbehörde in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) als fertig angezeigt werden. Dieser Dokumentationsprozess laufe aber bereits.

Für ungeahnten Ärger sorgen in Schönefeld noch 36 Motoren, die im Terminal ausgetauscht werden müssen. Sie solle im Brandfall sogenannte Rauchschürzen herunterlassen. Diese Vorhänge aus einer feuerfesten Spezialfaser sollen verhindern, dass sich Rauch, der sich im Deckenbereich im Brandfall sammelt, verwirbelt wird. Die bisher verbauten Motoren sind nicht feuerfest. Außerdem lassen sich die Schürzen damit nicht stufenlos herablassen. Dieses Problem soll bis Ende des Jahres behoben sein, so Lütke Daldrup.

Fölster geht zum Ende des Jahres

Auch eine Personalie beschäftigte den Aufsichtsrat, nämlich die vorzeitige Vertragsauflösung der Finanzchefin Heike Fölster, die zur Bahn-Tochter „DB Station &Service“ wechselt. Mit der Nachfolge wird sich der Aufsichtsrat bei einer außerordentlichen Sitzung am 18. Oktober befassen, kündigte Bretschneider an. Fölster verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Ende des Jahres.

Von Torsten Gellner

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