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Wirtschaft WLAN und Fototapete im Klo: Das sollen die neuen Züge bieten
Nachrichten Wirtschaft WLAN und Fototapete im Klo: Das sollen die neuen Züge bieten
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06:35 26.01.2019
Wie hier in einer Regionalbahn in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) soll es künftig in Brandenburg im Nahverkehr auch überall WLAN geben. Quelle: dpa
Potsdam

 Fahrgäste auf den Regionalbahnstrecken in Brandenburg und Berlin können ab Dezember 2022 mit einem größeren Angebot und mehr Komfort rechnen. Dann wird das sogenannte Elbe-Spree-Netz völlig neu aufgeteilt. Die Ostdeutsche Eisenbahn (Odeg) übernimmt unter anderem die Linie RE1, die Bahntochter DB Regio übernimmt dagegen den RE2. Das ist das Ergebnis der Ausschreibung des riesigen Bahn-Netzes, das der Verkehrsverbund VBB nun präsentierte. Zwischen 2022 und 2034 soll damit 30 Prozent mehr Schienenverkehr auf die Gleise kommen. Für die Passagiere bedeutet das: größere Züge, dichtere Takte und ein moderner Service.

WLAN an Bord

Ab 2022 werden den Fahrgästen laut VBB „zeitgemäße Ausstattungsqualitäten in Neufahrzeugen“ angeboten. Aber auch die Gebrauchtfahrzeuge sollen umgebaut werden. Jeder Zug soll weiterhin von Servicepersonal begleitet werden. Eine der wichtigsten Neuerungen: Alle Züge sollen über einen kostenlosen WLAN-Zugang verfügen.

Mehr Informationen im und am Zug

Dass in Zügen Monitore über den Streckenverlauf sowie Anschlüsse informieren, ist normal. In Zukunft soll der Service aber deutlich besser werden. Die Anzahl der Monitore erhöht sich je nach Zug um bis zu 100 Prozent. Beispiel Odeg: In den Zügen vom Typ Desiro HC (Siemens) sollen 50 TFT-Monitore hängen. Darüber soll in Echtzeit die Auslastung der Züge ablesbar sein. Auch außen soll es solche Anzeigen geben, damit Fahrgäste am Bahnsteig wissen, welche Waggons besonders voll sind. Solche Züge sollen auf der Linie RE1 verkehren. Die Odeg verspricht 637 Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit. Auch die DB Regio will diesen Service in ihren überarbeiteten Talent-2-Zügen bieten. Elektronische Sensoren an den Türen sollen zählen, wie viele Gäste jeweils an Bord sind.

Fototapete auf dem Zug-Klo

Die Bahn verspricht ihren Kunden im Nahverkehr ein „angenehmeres Ambiente“ – und zwar auch auf der Zugtoilette. Laut ihrem Faktenblatt zur Ausschreibung bietet DB Regio im Rahmen eines „Redesigns“ ihrer doppelstöckigen Talent-Züge eine sogenannte WC-Folierung mit Landschaftsmotiven an. Das soll für eine Wohlfühlatmosphäre auf dem Zug-Lokus sorgen und auf mögliche Rowdys beruhigend wirken. Die Bahn preist die Fototapete als Mittel gegen Vandalismus an. Und wenn Vandalen doch mal zuschlagen, gibt es einen Vorteil: „Die Folie kann bei Bedarf ausgetauscht werden und es müssen weniger lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel eingesetzt werden“, heißt es.

Mehr Barrierefreiheit

Die neuen Züge sollen wie etwa beim RE1 breitere Türen erhalten. 1,4 statt 1,2 Meter breit sollen sie auf dieser Linie sein. Die Barrierefreiheit wird ausgebaut. So sollen größere Züge über zwei unterschiedlich hohe Einstiege verfügen, so dass über die üblichen Bahnsteighöhen von 550 und 760 mm stufenfrei eingestiegen werden kann, heißt es.

Fahrradfreundlicheres Reisen

Das Pilotprojekt „Digital im Regio“ soll ausgeweitet werden. Künftig soll in den Zügen erfasst werden, wie viele Fahrräder an Bord sind. Diese Information können dann via Smartphone an die Fahrgäste an den Bahnsteigen gespielt werden. So können Fahrgäste vor Einfahrt des Zuges einschätzen, ob und wo im Zug noch genügend Platz für Fahrräder ist. Der Desiro HC, den die Odeg auf der Linie RE1 einsetzt, soll 49 Fahrradstellplätze bieten.

Von Torsten Gellner

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