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Wirtschaft regional Zwei Tage Verdi-Warnstreik an der Charité
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Am 29. und 30. September Tage Verdi-Warnstreik an der Berliner Charité 

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16:36 24.09.2020
Das Hauptgebäude der Berliner Charité im Bezirk Mitte.
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Berlin

In der Tarifauseinandersetzung im Öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der landeseigenen Berliner Krankenhaus-Konzerne Charité und Vivantes zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Der Streik beginnt laut Gewerkschaftssekretär Marco Pavlik am kommenden Dienstag, 29. September, mit der Frühschicht und endet am Mittwoch mit dem Ende der Spätschicht.

Am Dienstag seien „lokale Aktionen an einzelnen Klinikstandorten geplant“, erklärte Pavlik. Einzelheiten stünden aber noch nicht fest. Am Mittwoch wollen die Streikenden dann zwischen 9 und 12 Uhr unter dem Motto „Klatschen war gestern, heute ist Zahltag“ vom Roten Rathaus bis zum Pariser Platz ziehen. Reden halten werden der Verdi-Landeschef von Berlin-Brandenburg, Frank Wolf, und der Bundesvorsitzende Frank Werneke.

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Charité und Vivantes gehören zu den Berliner Landesbetrieben, für die der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gilt, über den zurzeit bundesweit verhandelt wird. Am vergangenen Wochenende war die zweite Verhandlungsrunde ohne Annäherung zu Ende gegangen. Verdi und der Beamtenbund dbb verlangen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr pro Monat.

Die Gewerkschaften fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober geplant.

Bei den Beschäftigten gebe es „eine richtige Wut über das Verhalten der Arbeitgeber“, sagt Verdi-Chef Werneke. Diese hatten kein eigenes Angebot vorgelegt, und argumentiert, die Beschäftigten sollten froh sein, in Krisenzeiten nicht gekündigt zu werden. „Das kommt extrem schlecht an“, so Werneke wörtlich.

Von MAZonline/tk