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Wirtschaft regional Brandenburger Arbeitsmarkt erholt sich – Unsicherheit bleibt
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Arbeitslosenzahlen in Brandenburg: Arbeitsmarkt erholt sich von Corona-Pandemie

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11:15 29.10.2020
Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Potsdam

Die neuen Corona-Schutzmaßnahmen treffen den Brandenburger Arbeitsmarkt mitten in einer Erholungsphase. Im Oktober sank die Arbeitslosigkeit zum dritten Mal in Folge, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. 81.221 Frauen und Männer waren auf der Suche nach Arbeit, 1824 weniger als im September.

„Die Corona-bedingten Verwerfungen fängt der Arbeitsmarkt zunehmend auf - auch dank Kurzarbeit“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Bernd Becking. Im Juli waren gut 48.000 Brandenburger in Kurzarbeit. „Trotz der konjunkturellen Risiken infolge der Corona-Pandemie haben Unternehmen wieder mehr Personal eingestellt.“

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Corona wirft Arbeitsmarkt um Jahre zurück

Dennoch hat die Corona-Krise den Arbeitsmarkt um Jahre zurück geworfen. Verglichen mit dem Oktober 2019 gab es in Brandenburg 8840 zusätzliche Arbeitslose. Die Quote liegt nun bei 6,1 Prozent, das sind 0,7 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr und der schwächste Oktober-Wert seit 2017.

Die Unsicherheit werde noch Monate anhalten, sagte Becking. Betroffen seien besonders Beschäftigte im Tourismus, im Hotel- und Gaststättengewerbe, in weiterenDienstleistungsbereichen sowie viele Soloselbstständige. „Die weitere Entwicklung am Arbeitsmarkt wird stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Pandemie einzudämmen. Dazu kann und muss jeder und jede durch die Einhaltung der Regeln beitragen.“

Der Geschäftsführer der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Christian Amsinck, bezeichnete die Zahlen als „Muster ohne Wert“. Zwar sei die Arbeitslosigkeit den dritten Monat in Folge in beiden Ländern zurückgegangen. „Doch die Lockdown-Beschlüsse von Bund und Ländern werden viele Unternehmen in Existenznöte stürzen und eine Reihe von Arbeitsplätzen gefährden. Die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung in vielen für die Hauptstadtregion wichtigen Bereichen ist nun erst einmal dahin.“

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Nicht als Arbeitslose gezählt werden Erwerbslose, die sich etwa weiterqualifizieren oder die kurzfristig arbeitsunfähig sind. Rechnet man sie hinzu, sind 105 220 Brandenburger ohne Arbeit. Auch diese sogenannte Unterbeschäftigung sank verglichen mit dem September, lag im Oktober aber um knapp 3600 höher als vor einem Jahr.

Von RND/dpa