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Wirtschaft Wurst aus dem Leipziger Russendiscounter „Mere“ laut Test nicht zum Verzehr geeignet
Nachrichten Wirtschaft Wurst aus dem Leipziger Russendiscounter „Mere“ laut Test nicht zum Verzehr geeignet
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11:44 21.02.2019
Seit Ende Januar bietet der „Mere“-Supermarkt Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände an. Quelle: André Kempner
Leipzig

Harscher Kritik sieht sich der russische Discounter Mere im Leipziger Einkaufszentrum „Portitz-Treff“ ausgesetzt. Wie die „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete, hätte ein unabhängiges Labor für Lebensmittelhygiene Truthahn-Salami und Mettwurst geprüft. Das Ergebnis laute: „Die Mettwurst (2,31 Euro für 750 Gramm) hätte nicht in den Verkauf gelangen dürfen. Urteil der Prüfer: ranzig und alt“, heißt es in dem Zeitungsbericht. Geschmacks- und Geruchsproben hätten zudem ergeben, dass die Mettwurst nicht zum Verzehr geeignet sei.

Dabei bescheinige das Etikett dem Produkt noch zwei Wochen Haltbarkeit. Auf „Bild“-Anfrage habe sich Mere dazu nicht geäußert. Allerdings seien die Mettwürste inzwischen nicht mehr im Sortiment.

Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) ist sich laut eigener Aussage des Sachverhalts bewusst. „Wir nehmen natürlich mögliche Beschwerden und Anfragen von Verbrauchern sehr ernst und beraten Betroffene gern zur gesunden und preisgünstigen Ernährung oder in Rechtsfragen zur Reklamation und Rückgabe“, heißt es in der VZS-Geschäftsstelle Leipzig. Derzeit lägen allerdings keine Anfragen zum konkreten Thema Mere vor.

Die Überprüfung der Lebensmittel sei der Lebensmittelüberwachung vorbehalten. „Wir nehmen uns allen Verbraucheranfragen gern an und helfen Betroffenen.“ Es gebe natürlich Bürger, deren Budget sehr gering sei und die auf preiswerte Lebensmittel angewiesen seien. Dennoch dürften diese nicht verdorben oder gesundheitsschädlich sein.

Eine Überprüfung der Lebensmittel könne, so die VZS, aber nur die Lebensmittelüberwachung vornehmen, nicht die Verbraucherzentralen. „Wir können dagegen Verbraucher mit einem geringen Einkommen beraten, wie und wo sie preisgünstig und gesund einkaufen und kochen.“

Außerdem sei die VZS in der Lage, juristisch und zivilrechtlich zu klären, wann Betroffene ihr Geld zurück verlangen können, zum Beispiel auch bei möglicherweise verdorbener Ware oder solcher, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Klar ist laut „Bild“ für Anne-Katrin Wiesemann von der VZS: „Altes und Ranziges darf erst gar nicht im Kühlregal liegen.“

Von Ulrich Langer

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