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Wissen Berlin im Hitzestress
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12:30 20.06.2012
BERLIN

rei Jahre Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Ingenieure, Bauphysiker, Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner sowie Politik- und Sozialwissenschaftler am Beispiel Berlins. Die bemerkenswert große Forschergruppe unter Leitung des Klimatologen Dieter Scherer von der Technischen Universität (TU) Berlin wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 3,4 Millionen Euro gefördert.

„Wir versuchen mögliche Maßnahmen zu identifizieren, wie wir den Hitzestress senken können“, sagt der Koordinator der DFG-Gruppe, Fred Meier vom Fachgebiet Klimatologie am Institut für Ökologie der TU. Dazu werden die insgesamt elf Abteilungen eine Fülle von Untersuchungen und Messungen sowie Simulationen am Computer vornehmen.

An verschiedenen Stellen der Stadt sollen zum Beispiel Stationen installiert werden, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Strahlenbelastung feststellen. „Die Strahlenbelastung ist zum Beispiel ein ganz wichtiger Faktor“, sagt Meier. Die Messungen könnten Aufschluss darüber geben, an welchen Plätzen in Berlin der Stress besonders groß ist oder wo es sich umgekehrt trotz Sommerhitze aushalten lässt. Auch die Hitzebelastungen in verschiedenen Wohnungen soll exemplarisch erfasst werden.

Der Facharzt für Lungenerkrankungen an der Berliner Charité, Christian Witt, leitet ein wichtiges Teilprojekt. Seine Gruppe wertet Daten von Zugängen in der Notaufnahme aus. Die Ergebnisse werden zeigen, welche Menschen in der Sommerhitze besonders gefährdet sind und unter welchen Beschwerden sie leiden.

Auch Vorsorgemaßnahmen werden getestet. Unter Leitung des Professors für Standortkunde und Bodenschutz, Gerd Wessolek, begrünt eine Gruppe Fassaden und untersucht die Entwicklung der Pflanzen. „Begrünung mildert den Hitzestress“, sagt Meier. Die Frage sei aber, wie die Pflanzen selbst mit den Bedingungen zurechtkommen und wie daher eine künftige Begrünung aussehen sollte.

So wünschenswert es wäre, mit rein „grünen“ Maßnahmen werde das Berlin der Zukunft der Hitze nicht trotzen können. „In Krankenhäusern und in Altenheimen werden wir wohl auf Klimaanlagen nicht verzichten können“, meint Meier. Weil man damit vor schwierigen umweltpolitischen Entscheidungen steht, gehören auch Sozial- und Politikwissenschaftler zum Team. Die Forscher gehen schon jetzt davon aus, dass ihr Team über die bisher veranschlagten drei Jahre hinaus Bestand haben wird. (Von Rüdiger Braun)

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