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Wissen Chinesisches Neujahr 2019: Willkommen im Jahr des Schweins
Nachrichten Wissen Chinesisches Neujahr 2019: Willkommen im Jahr des Schweins
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16:45 06.02.2019
Während des chinesischen Neujahrs kommt die ganze Familie einmal im Jahr zusammen, um gemeinsam zu feiern. Am 5. Februar 2019 beginnt das Jahr des Schweins. Quelle: Mark Schiefelbein/AP
Hannover

Während Neujahr für viele bereits mehr als einen Monat zurückliegt, beginnt das neue Jahr für rund 1,5 Milliarden Menschen erst jetzt: Am 5. Februar 2019 ist chinesisches Neujahr. Es handelt sich um das Jahr des Schweins, welches auf das Jahr des Hundes folgt. Alles, was Sie sonst noch über den wichtigsten Feiertag für ein Fünftel der Erdbevölkerung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Fakten rund um das chinesische Neujahr

• Das chinesische Neujahr markiert den Wechsel eines Mondjahr in das nächste und fällt immer auf den ersten Tag des ersten Monats im chinesischen Kalender.

• Das Neujahrsfest umfasst 15 Tage und endet mit dem Laternenfest, in diesem Jahr am 19. Februar.

• Während des Neujahrsfestes kommt es zu einer regelrechten Massenmigration. Allein auf dem chinesischen Festland werden in dieser Zeit Hunderte Millionen Menschen verreisen, um das Neujahrsfest mit ihren Familien zu verbringen. Insgesamt werden um die Feiertage über eine Milliarde Reisen getätigt.

• Rund um den Feiertag haben sich viele, teils jahrtausendalte Bräuche gebildet. Zu einem der ältesten Bräuche gehört, das neue Jahr nach einem der zwölf Tiere des chinesischen Tierkreiszeichens zu benennen. 2019 ist das Jahr des Schweins, welches an der zwölften Stelle des Zwölfjahres-Zyklus steht.

• Zusätzlich zu dem Tierzeichen wird jedem Jahr eines von fünf Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall) zugeordnet. Am 5. Februar folgt auf das Erde-Hund-Jahr das Erde-Schwein-Jahr. Diese Konstellation gab es zuletzt während des Mondjahres 1959 bis 1960.

• Ursprünglich erstreckten sich die Feierlichkeiten über einen gesamten Monat. Inzwischen haben die Menschen in China nur noch sieben Tage frei. Dabei handelt es sich um drei gesetzliche Feiertage und zwei Wochenenden.

• Nicht nur in China, auch in westlichen Metropolen wird Chinesisch-Neujahr oder „Chinese New Year“, wie es auf Englisch heißt, von vielen Menschen gefeiert. In London kommen anlässlich des chinesischen Neujahrs rund eine halbe Million Menschen nach Chinatown. In San Francisco findet jährlich einer der größten öffentlichen Festzüge statt.

• Mit dem Zuruf „Xinnian kuaile!“ wünschen sich Menschen ein frohes (wörtlich: glückliches) neues Jahr auf Chinesisch.

Wie wird das chinesische Neujahr ermittelt?

Grundlage für die Ermittlung des chinesischen Neujahrs sowie anderer traditioneller Feiertage ist der chinesische Kalender. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Lunisolarkalender, also einer Kombination aus Sonnen- und Mondkalender. Der chinesische Kalender folgt einem 60 Jahre währenden Zyklus, bestehend aus je zehn sogenannten Himmelsstämmen (die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Holz und Metall) und je zwölf Erdzweigen, denen jeweils ein Tierzeichen zugeordnet ist.

Zu den zwölf Tierkreiszeichen beziehungsweise Erdzweigen (in Klammern) gehören:

• Ratte (zi)

• Büffel (chou)

• Tiger (yin)

• Hase (mao)

• Drache (chen)

• Schlange (si)

• Pferd (wu)

• Schaf oder Ziege (wei)

• Affe (shen)

• Hahn (you)

• Hund (xu)

• Schwein (hai)

Das chinesische Neujahr fällt jedes Jahr auf einen Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar. Da der nächste Neumond in diesem Zeitraum in der Nacht des 4. Februar stattfindet, fällt der chinesische Neujahrstag 2019 somit auf Dienstag, den 5. Februar.

Wo feiert man das Frühlingsfest?

Gefeiert wird das „chinesische“ Neujahr natürlich in erster Linie in China. Doch auch in anderen Ländern Ostasiens, deren Kalender auf dem chinesischen beruhen, feiern die Menschen das neue Jahr als sogenanntes Frühlingsfest. So findet das vietnamesische Neujahr, auch Tet-Fest genannt, in diesem Jahr ebenfalls am 5. Februar statt. In Japan folgt man seit 1873 hingegen dem Gregorianischen Kalender. Der offizielle Neujahrstag fällt hier somit auf den 1. Januar.

Doch auch in anderen Teilen der Welt, in denen Chinesen einen großen Anteil an der Bevölkerung ausmachen, wird das Neujahrsfest gefeiert. Das umschließt Länder mit großer chinesischer Bevölkerung in Südostasien, wie Singapur, Malaysia, Indonesien, Thailand, Kambodscha oder den Philippinen ebenso wie Städte im Westen, in denen sich viele sogenannte Überseechinesen niedergelassen haben.

Wie wird das chinesische Neujahrsfest gefeiert?

Zu den bekanntesten Neujahrsbräuchen zählen Löwen- und Drachentänze, die vor allem in größeren Städten, nicht nur in China, ein größeres Publikum anziehen. Auch Feuerwerke sind eng mit dem chinesischen Neujahrsfest verknüpft. In China wurde Schwarzpulver bereits im achten Jahrhundert erfunden. Die Tradition, das neue Jahr mit viel Getöse einzuleiten, hat sich im Westen aber auch ohne die Einfuhr des explosiven Pulvers im 13. Jahrhundert etabliert.

Zu den weiteren Traditionen und Bräuchen gehören:

• Verschenken von roten Umschlägen mit Geld

• Festessen mit der Familie (am Vorabend des Neujahrstages)

• Dekorieren von Häusern und Straßen (Die Farbe Rot ist am chinesischen Neujahr allgegenwärtig, da sie Freude, Glück und Wohlstand symbolisiert.)

• Rote Kleidung tragen

• Besuch eines Tempels

• Vor allem für Kinder: Süßigkeiten naschen und lange aufbleiben

Wann findet das nächste chinesische Neujahr statt?

An diesen Daten findet das chinesische Neujahr in den nächsten Jahren statt:

• 25. Januar 2020: Jahr der Ratte (Metall)

• 12. Februar 2021: Jahr des Büffels (Metall)

• 1. Februar 2022: Jahr des Tigers (Wasser)

• 22. Januar 2023: Jahr des Hasen (Wasser)

• 10. Februar 2024: Jahr des Drachen (Holz)

• 29. Januar 2025: Jahr der Schlange (Holz)

• 17. Februar 2026: Jahr des Pferds (Feuer)

• 6. Februar 2027: Jahr des Schafs / der Ziege (Feuer)

• 26. Januar 2028: Jahr des Affen (Erde)

• 13. Februar 2029: Jahr des Hahns (Erde)

• 3. Februar 2030: Jahr des Hundes (Metall)

Das nächste Jahr des Schweins gibt es in zwölf Jahren, also im Jahr 2031, dann in Kombination mit dem Element Metall.

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Von RND/pf

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