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Wissen Die richtige Pflege für tätowierte Haut
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10:09 18.10.2019
Damit ein Tattoo lange schön aussieht, sollte es richtig gepflegt werden. Dafür gibt es spezielle Cremes und Salben. Quelle: Annie Spratt/Unsplash
Hannover

Für die Pflege eines frisch gestochenen Tattoos gibt es unzählige Möglichkeiten - und auch der Markt für Pflegeprodukte, Cremes und Salben wird jedes Jahr größer. Dadurch wird die Frage, welches Mittel am besten geeignet ist, jedoch immer schwieriger zu beantworten.

Eine frische Tätowierung ist für den Körper wie eine Wunde, die heilen muss. Um die Haut bei ihrem Heilungsprozess optimal zu unterstützen, helfen einige Wirkstoffe besser als andere. Griff man früher bevorzugt auf einfache Mittel wie Vaseline zurück, gibt es heute eine breite Palette an Produkten, die speziell für die Pflege von Tattoos entwickelt wurden.

Lesen Sie hier: Vor dem Tattoo gut überlegen: Entfernung wird bald richtig teuer

Tattoos brauchen viel Pflege

Eincremen ist nach dem Besuch im Tattoostudio seines Vertrauens das A und O. Denn die Haut muss während des Abheilungsprozesses mit Feuchtigkeit und pflegenden Stoffen versorgt werden. Dabei kommt es nicht nur auf die Häufigkeit an, sondern vor allem auf das richtige Auftragen des Pflegeproduktes. Ein Überpflegen der Haut durch zu häufiges oder zu dickes Eincremen kann nämlich das genaue Gegenteil bewirken: Weicht die Haut auf, kann das zu allergischen Reaktionen oder einem Farbverlust in der Tätowierung führen.

Zusätzlich zur Pflege mit Cremes oder Salben sollte man in den ersten Wochen nach dem Tätowieren auf Baden, langes Duschen, anstrengenden Sport, direkte Sonneneinstrahlung oder den Gang ins Solarium verzichten.

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Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Um die richtige Pflege für eine neue Tätowierung zu finden, sollte man sich am besten von seinem Tätowierer beraten lassen. "Wie bei allen Arzneimitteln kann es auch bei Tattoocremes zu Nebenwirkungen kommen", weiß Tätowierer Nori Storm vom Studio "Black Pearl" in Flensburg. Nebenwirkungen können zum Beispiel Entzündungserscheinungen wie Juckreiz, Rötungen, Ausschlag oder Bläschen sein. Deshalb müsse jeder selbst testen, welches Pflegeprodukt mit dem eigenen Hauttyp am besten verträglich ist.

Wund- und Heilsalben mit Dexpanthenol wie Bepanthen wurden nicht speziell als Tattoo-Creme konzipiert. Sie hinterlassen einen dünnen Film auf der Haut und schützen die Wunde vor dem Austrocknen. Ein weiterer Vorteil: Bepanthen enthält keine Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe und eignet sich deshalb besonders gut für Allergiker. Ähnlich zusammengesetzt ist die vegane Tattoocreme von Pegasus. Allerdings enthält sie zusätzliche Inhaltsstoffe wie Weizenkeimöl, die zu Unverträglichkeiten führen können.

Vegane Tattoo-Pflegeprodukte gibt es auch von Balm Tattoo aus der Schweiz. Ihre Waschgele, Salben und Tattoobutter sollen der Haut nicht nur bei der Regenerierung helfen, sondern das Tattoo auch langfristig vor dem Verblassen schützen.

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Neue Cremes: Innovation oder Kommerz?

Immer mehr Unternehmen wittern im wachsenden Tattoo-Segment ein Geschäft und springen auf den Zug mit Tattoo-Care-Produkten auf. Aus diesem Grund gibt es heute so viele Anbieter von Pflegeprodukten für Tattoos wie nie zuvor. Doch wie soll man sich bei den unzähligen Möglichkeiten entscheiden? Denn alle versprechen die ultimative Pflegeformel, beste Nachsorge oder größte Langlebigkeit.

So verhält es sich auch mit der neuen Tattoo-Pflegelinie "Skin Stories" des Hautpflegekonzerns Beiersdorf. "Damit die Tattoos und deren Geschichten in ihrer Schönheit möglichst lange auf der Haut erhalten bleiben, hat das Team eine komplett neue Produktserie entwickelt, die die sogenannte Inkguard-Technology enthält. Dabei handelt es sich um eine Wirkstoffkombination, die dabei hilft, Tattoos optimal zu pflegen", verspricht der Konzern in seiner Pressemitteilung. Ob die neue Pflegecreme tatsächlich hält, was sie verspricht, muss sich aber noch zeigen.

In einer früheren Version des Artikels hieß es: Die Tattoocreme von Pegasus enthalte Teebaumöl. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Wir haben den Fehler korrigiert.

Von Michèle Förster/RND

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