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Wissen Erdbeeren: Warum man sie jetzt anbauen sollte
Nachrichten Wissen Erdbeeren: Warum man sie jetzt anbauen sollte
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08:48 11.07.2019
Erdbeeren lassen sich nicht nur im Beet, sondern auch in Kübeln gut anpflanzen. Quelle: Pixabay
Hannover

Köstlicher Erdbeergeschmack lässt sich kultivieren – und die Mühe lohnt sich, denn die aromatischsten Sorten sind im Supermarkt meist nicht zu haben. Dafür steigt im Sommer die Auswahl an Setzlingen: Erdbeersorten, die bis vor wenigen Jahren nur auf Raritätenmärkten zu bekommen waren, werden mittlerweile auch in Gartencentern verkauft. Dabei lohnt es sich, die Sorten sorgfältig zu wählen. Dann reifen die ersten Früchte schon ab Mai und die letzten noch Ende Juli. Ergänzt um Monatserdbeeren, kann sogar bis Oktober geerntet werden.

Die Erdbeere – Eine Verwandte aus Übersee

Botaniker zählen die Erdbeere nicht zu den Beeren, sondern zu den sogenannten Sammelnussfrüchten, wobei mit den Nüssen in diesem Fall die winzig kleinen Samen gemeint sind, die auf der Haut der Frucht sitzen. Die heute so beliebte Kulturform der Erdbeere hat Eltern aus Amerika: Im 18. Jahrhundert wurde die Chile-Erdbeere (Fragaria chiloensis) mit der Scharlach-Erdbeere (Fragaria virginiana) gekreuzt. Die Früchte der daraus entstandenen Nachkommen dufteten nach Ananas – die Gartenerdbeere, botanisch Fagaria x ananassa, war geboren. Rasch verbreitete sich die neue Kulturpflanze in Europa, denn die größeren Früchte ließen sich leichter ernten als die der heimischen, aber deutlich kleineren Walderdbeere, der Fragaria vesca.

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Vielfalt im Garten: Die Saison verlängern

Die meisten der einmal tragenden Gartenerdbeeren reifen im Juni. Doch gerade im Privatgarten lohnt es sich, die Ernte auszudehnen. Dazu braucht es kein Gewächshaus, sondern lediglich eine geschickte Kombination früher und später Erdbeeren: Den Auftakt macht die frühe Sorte Honeoye, gefolgt von Klassikern für die Haupternte im Frühsommer: Polka oder Korona tragen nicht nur reichlich, sondern schmecken süß und sehen mit ihren tiefrot durchgefärbten Früchten zum Anbeißen aus. Ebenfalls aromatisch ist Florence, die als Spätsorte bis Ende Juli Erdbeeren liefert. Liebhaber wiederum setzen auf historische Sorten, die weniger Ertrag und sehr viel Aroma bieten. Als bekanntestes Beispiel gilt die 1925 gezüchtete Mieze Schindler. Auch Pflanzen der 1905 gezüchteten Königin Luise werden wieder gehandelt.

Monatserdbeeren: Ernte bis Oktober

Im Supermarkt wird man diese Sorten dennoch nicht finden. Für den Erwerbsanbau sind beide trotz ihres Aromas uninteressant: Ihre Früchte sind so weich, dass sie längere Transportwege kaum überstehen würden. Wer noch länger naschen möchte, ergänzt die Pflanzung mit Monatserdbeeren wie Mara de Bois und Ostara. Sie bilden zwischen Juni und Oktober Früchte. Die Ernte im Spätsommer und Herbst fällt zwar bescheidener aus als die der Gartenerdbeeren, ist aber um diese Jahreszeit umso kostbarer.

Erdbeerkultur: Ein sonniges Plätzchen

Verschiedene Sorten im Beet verlängern nicht nur die Ernte, sondern ermöglichen sie in manchen Fällen erst: Die erwähnte Mieze Schindler braucht eine zweite Sorte, die den Pollen für die Befruchtung liefert. Gärtnereien verkaufen sie deshalb meist im Paket mit einer gleichzeitig blühenden Sorte, wie Senga Sengana.

Ansonsten haben sämtliche Gartenerdbeeren ähnliche Ansprüche: Ein sonniger Platz in humusreichem Boden bietet den Pflanzen gute Bedingungen. Nach rund drei Jahren lässt die Ernte nach, dann werden die Erdbeerpflanzen entfernt. Die neuen Pflanzen sollten an einem anderen Standort wachsen und frühestens in vier Jahren wieder auf dem ehemaligen Beet angebaut werden. Der Fruchtwechsel gehört also zur Erdbeerkultur. Besonders gut eignet sich ein Beet, auf dem vorher Erbsen oder Bohnen gewachsen sind. Die Hülsenfrüchte hinterlassen einen gelockerten Boden und reichern die Erde mit Stickstoff an.

Wer nicht viel Platz hat oder diesen Aufwand scheut, kann den Fruchtwechsel leicht umgehen: Erdbeeren gedeihen auch im Topf oder der Blumenampel und sind dort auch für Schnecken nur schwer erreichbar.

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Von Stefanie Syren/RND

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