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06:00 13.03.2019
Diabetes-Erkrankte müssen ihren Blutzuckerspiegel im Blick haben. Quelle: iStock
Hannover

In Deutschland leben zurzeit mehr als 6,7 Millionen Menschen mit Diabetes, darunter etwa zwei Millionen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. So steht es im „Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2018”. Davon sind etwa 95 Prozent von Diabetes Typ 2 betroffen. Schätzungsweise 312.000 Erwachsene und über 31.500 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren haben Typ-1-Diabetes. Prognosen des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) zufolge sollen im Jahr 2040 zwischen 10,7 bis 12,3 Millionen Menschen von einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung betroffen sein. Besonders stark nimmt demzufolge die Zahl der älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes zu. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten zur so genannten Zuckerkrankheit zusammengestellt.

Was ist ein normaler Zuckerwert?

Bei Menschen ohne Diabetes beträgt der Glukosespiegel im Blut im nüchternen Zustand weniger als 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl). Der Blutzuckerwert nach dem Essen liegt in der Regel bei maximal 140 mg/dl. Werte zwischen 100 und 125 mg/dl im nüchternen Zustand können auf ein Vorstadium von Diabetes Typ 2 hinweisen. Hier empfehlen sich weitere Tests zur genaueren Abklärung, z. B. ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT). Bei einem Blutzuckerwert von mehr als 126 mg/dl im nüchternen Zustand oder einem Wert von mehr 200 mg/dl nach dem Essen spricht man von einem Diabetes mellitus.

Welches Obst darf man essen?

Grundsätzlich gibt es bei Diabetes keine verbotenen Nahrungsmittel. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt den täglichen Verzehr von zwei Portionen Obst à 125 Gramm. Diabetiker sollten dabei auf den Zuckergehalt achten. Ananas, Bananen, Weintrauben und Trockenobst enthalten beispielsweise relativ viel Zucker. Je mehr Wasser und Ballaststoffe enthalten sind, desto langsamer steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr an. Zu diesen Obstsorten gehören unter anderem Äpfel, Beeren, Birnen, Kirschen, Kiwis oder Orangen. Wer ganz sicher gehen will, sollte den eigenen Blutzuckerspiegel vor und nach dem Essen messen.

Menschen mit Diabetes müssen beim Essen nicht auf bestimmte Lebensmittel verzichten und auch keine spezielle Diät halten. Das erklärt der Verein „diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe“. Wir stellen die besten Rezepte in unserer Bilderstrecke vor.

Was senkt den Blutzuckerspiegel?

Menschen mit Diabetes können ihren Blutzuckerspiegel durch körperliche Aktivitäten beeinflussen. Wer regelmäßig Ausdauersport betreibt, senkt so dauerhaft Blutzucker-, Blutfett- und Blutdruckwerte. Dafür eignen sich etwa Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Aber auch, wer regelmäßig spazieren gehen, im Garten arbeitet oder die Treppe statt den Aufzug nimmt, kann dadurch die Insulinempfindlichkeit verbessern. Als Alternative hierfür bietet sich auch leichtes Krafttraining ohne Geräte an.

Was ist eine Schwangerschaftsdiabetes?

Eine Schwangerschaftsdiabetes ist eine Glukoseintoleranz, die erstmals während der Schwangerschaft festgestellt wird. Laut Studien sind 13,2 Prozent aller Schwangeren in Deutschland davon betroffen. Der orale Glukosetoleranztest (oGTT) wird in der Regel zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt und ist eine Krankenkassenleistung. Liegt der hierbei gemessene Wert bei über 135 mg/dl, werden weitere diagnostische Tests durchgeführt. Dem Großteil der betroffenen Frauen hilft eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung dabei, den Blutzuckerspiegel zu senken. Allerdings ist das Risiko, später an Diabetes Typ 2 zu erkranken, sowohl für das Kind als auch für die Mutter deutlich erhöht.

Von RND/Lisa Stegner

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