Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wissen Fürsorgepflicht: Lehrer müssen Schülern im Notfall Medikamente geben
Nachrichten Wissen Fürsorgepflicht: Lehrer müssen Schülern im Notfall Medikamente geben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 27.10.2019
Lehrer sind bei medizinischen Notfällen dazu verpflichtet, Schülern Medikamente zu geben. Quelle: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn
Dresden/Berlin

Bei einem medizinisches Notfall sind Lehrer und Erzieher dazu verpflichtet, Kindern Medikamente zu geben. Das gilt zum Beispiel, wenn Schüler bei einem epileptischen Anfall ein krampflösendes Mittel gespritzt bekommen müssen. Das zeigt ein Urteil des Sozialgerichts Dresden, auf das die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) verweist. Voraussetzung ist aber, dass Laien die Medikamente in einer Notsituation überhaupt geben können.

Mehr zum Thema

Erste Hilfe: Herzdruckmassage notfalls ohne Beatmung

Durch erste Hilfe Leben retten

Gericht nimmt Lehrer in Notfällen in die Pflicht

Im verhandelten Fall war es Wunsch einer Mutter, ihre Tochter wegen ihrer Epilepsie-Erkrankung während der Schulzeit von einer Krankenschwester begleiten zu lassen. Denn: Für epileptische Anfälle hatte die Kinderärztin dem Mädchen ein krampflösendes Mittel verordnet, das in den Mund gespritzt werden muss. Das Gericht entschied, dass keine Krankenschwester nötig sei. Es verpflichtete die Lehrer, in Notfällen zu helfen und das Medikament zu verabreichen.

Lehrer und Erzieher müssen Hilfepflicht nachkommen

Es handele sich um ein Mittel, das mit seiner einfachen Bedienung und Dosierung ausdrücklich auch zur Anwendung durch Eltern und Betreuer vorgesehen ist. Dies sei auch Lehrkräften und Erziehern zumutbar. Gerade Förderschulen, an denen viele mehrfach behinderte und erkrankte Kinder unterrichtet werden, müssten sich hierauf einstellen. Die Schulen müssten dafür sorgen, dass Lehrer und Erzieher in Notsituationen ihrer Hilfepflicht nachkommen können.

RND/dpa

Die Zahlen sind alarmierend: Etwa 10 Prozent aller deutschen Jugendlichen haben sich schon einmal selbst verletzt. Und rund die Hälfte von ihnen tut es immer wieder. Genau wie die heute 18-jährige Madeleine, die sich früher die Arme blutig ritzte, wenn sie etwas stresste. Eine sechsmonatige, ambulante Therapie half dem Mädchen dabei, mit seelischem Druck fertigzuwerden. Hier erzählen die 18-Jährige und ihre Mutter Angelika (44).

27.10.2019

Goldene Herbsttage und gemütliche Abende: Auch wenn der Herbst für kaltes und stürmisches Wetter bekannt ist, bietet die Jahreszeit viele Möglichkeiten für romantische Dates. Sowohl Singles als auch Paare kommen in der Natur oder gemütlich in den eigenen vier Wänden auf ihre Kosten.

27.10.2019

Über Flüsse gelangt jede Menge Plastikmüll in die Meere. Mit einem neuen Gerät will ein Unternehmen aus den Niederlanden das verhindern. Die ersten vier Müll-Fänger stehen nun bereit.

27.10.2019