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Nachrichten Wissen Klimaschutz: New York will Glashochhäuser verbieten
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18:03 26.04.2019
„Unglaublich ineffizient“: New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio will den Bau neuer Glashochhäuser verbieten lassen. Quelle: Mark Lennihan/AP
New York

Bill de Blasio ist Chef einer Stadt, die für ihre imposanten Wolkenkratzer bekannt ist. Ein Dorn im Auge ist ihm allerdings die zunehmende Zahl von Glastürmen in Manhattan. De Blasio plant ein Gesetz, das Glas- und Stahlhochhäuser verbietet, die weniger energieeffizient sind als die aus Ziegeln und Beton und damit zur globalen Erwärmung beitragen.

In einem Interview mit dem Stadtsender NY1 sagte de Blasio, „wir müssen uns bewusst darüber sein, dass der Hauptverursacher von Emissionen in New York Gebäude sind. Es sind nicht unsere Autos, es sind unsere Häuser.“ Nur aus Glas bestehende Wolkenkratzerfassaden seien „unglaublich ineffizient“, weil so viel Energie durch das Glas entweiche, sagte der Bürgermeister. Sie seien in der US-Metropole der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen.

„Monumente, die der Erde schaden, sind nicht länger erlaubt“

Wenn ein Unternehmen einen großen Wolkenkratzer bauen wolle, könne es zwar viel Glas nutzen, doch müsse es alle Maßnahmen ergreifen, um die Emissionen auf einem anderen Weg zu senken. Die Blasio sagte, klimaschädliche Glaswolkenkratzer, die als „Monumente des Reichtums“ gebaut wurden, „sollten keinen Platz mehr in unserer Stadt oder auf unserer Erde haben“. Wer die neuen Auflagen nicht erfülle, müsse mit empfindlichen Strafen rechnen.

De Blasios geplantes Gesetz sieht zudem Nachrüstungen an bereits bestehenden Glasbauten vor, um den strikteren Richtlinien beim Kohlenstoffausstoß gerecht zu werden.

„Green New Deals“ sollen Emissionen um 30 Prozent senken

Die neuen Richtlinien für Gebäude sind Teil des „Green New Deals“, mit dem de Blasio die Treibhausgasemissionen in New York bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent senken will. Bis zum Jahr 2050 soll die Stadt ihren CO2-Ausstoß sogar komplett kompensieren.

Die „Green New Deals“ sehen auch vor, dass die Stadtverwaltung ihren Strom zudem künftig vollständig aus alternativen Energiequellen beziehen – etwa Wasserkraft aus Kanada. Vorgeschrieben werden sollen auch Bio-Recycling und eine Abkehr von Lebensmittelverpackungen aus Plastik sowie auch verarbeitetem Fleisch. Eine City-Maut für New York ist ebenfalls geplant.

Experten widersprechen

Doch de Blasio bekommt auch Gegenwind von Experten. Er sei zu voreilig mit seinen Schuldzuweisungen. Die Glas- und Stahlwolkenkratzer von heute seien auf dem letzten Stand nachhaltiger Technik und hinterließen durchaus keine großen ökologischen Fußabdruck. Thomas Leslie, Architekturprofessor an der Iowa State University, sagte der „New York Times“: „De Blasio macht es sich zu einfach zu behaupten, Glas-Hochhäuser sind nicht energieeffizient. Ein smartes Gebäude mit Glasfassade ist energieeffizienter als ein Gebäude anderer Bauart, das nicht ökologisch verträglich gebaut wurde.“

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Von RND/so/dk

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