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Wissen Mischlingswelpen: Im Tierheim warten viele kleine Hunde auf ein Zuhause
Nachrichten Wissen Mischlingswelpen: Im Tierheim warten viele kleine Hunde auf ein Zuhause
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11:08 23.08.2019
Wer sich einen jungen Mischlingshund ins Haus holen möchte, sollte sich zuerst an ein Tierheim wenden. Quelle: Clara Rechenberg/dpa-tmn
Oberschleißheim/Hürtgenwald 

Rassehund oder Mischling? Für viele zukünftige Hundehalter ist das eine Grundsatzfrage. Wer sich für einen Mischlingswelpen entscheidet, steht allerdings nicht selten vor einer Herausforderung. Denn in diesem Fall entfällt der Gang zum Züchter. Wo aber können Interessenten fündig werden, wenn sie einen jungen Mischling ins Haus holen wollen?

Der Deutsche Tierschutzbund in Bonn empfiehlt, sich zunächst an ein Tierheim zu wenden. "In jedem Tierheim warten durchschnittlich 35 Hunde auf ein neues Zuhause – deutschlandweit sind es hochgerechnet 17 400 Hunde in den Tierheimen. Darunter Hunde jeden Alters, jeder Art und Rasse", sagt Pressesprecherin Lea Schmitz.

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Auf Partnerplattformen einen Hund online finden

Die Suche kann sich allerdings schwierig gestalten, wenn Interessenten auf jeden Fall einen Welpen möchten, um ein Hundeleben von Anfang an zu begleiten. Der Tierschutzbund schlägt in diesem Fall vor, auch auf der Partnerplattform tierheimhelden.de zu suchen. Diese wird von mehr als 500 deutschen Tierheimen und Tierschutzorganisationen für die Vermittlung genutzt – was einen größeren Überblick ermöglicht, als nur die Einrichtungen in der Umgebung abzuklappern.

"Sie werden zwar schneller vermittelt, nichtsdestotrotz findet man bei uns auch Junghunde und Welpen", sagt Daniel Medding, Geschäftsführer der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft in Oberschleißheim. Es komme auch immer wieder vor, dass trächtige Hündinnen aus den Händen von unseriösen Tiervermehrern gerettet werden – oder dass unerfahrene Besitzer mit einer trächtigen Hündin überfordert sind und die Welpen abgeben.

Eine überregionale Übersicht zu Hunden aus dem Tierschutz bieten zum Beispiel auch das Online-Tierheim shelta des Vereins TASSO oder das ZERGportal. Hinzu kommen Online-Kleinanzeigen auf verschiedenen Portalen. Bei Letzteren sei aber stets Vorsicht geboten, betont Heidi Rogner, Fachbuchautorin aus Hürtgenwald: "Man kann bei solchen Anzeigen nicht immer ausschließen, dass Massenvermehrer dahinterstecken - auch die setzen Mischlinge in die Welt."

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Vorsicht bei Hunden von Züchtern

Wer sich einen Mischlingswelpen zulegen möchte, sollte zuerst im Tierheim nachfragen.

Mischlinge sind derzeit gefragt. Das gilt vor allem für sogenannte Designer-Hunde, für die gezielt zwei Rassen gekreuzt werden - wie zum Beispiel Labrador und Pudel. Da sich mit solchen Hunden Geld machen lässt, sollten Interessenten auch hier darauf achten, dass es sich um ein seriöses Angebot handelt. Welpen von Massenzüchtern sind häufig krank oder wachsen unter schlechten Bedingungen auf. "Wenn man nicht ausschließen kann, dass ein Vermehrer hinter einer Anzeige steckt, sollte man die Finger davon lassen", betont Rogner.

Der konkrete Mix müsse zudem zum Menschen passen, meint die Hunde-Expertin. Wer zum Beispiel noch wenig Erfahrung oder wenig Kraft hat, ist mit einem Doggenmischling vielleicht schnell überfordert. Ist über den Tierschutz kein passender Hund zu finden, kommt auch ein Kauf bei Privatleuten in Betracht. Dazu können sich künftige Halter zum Beispiel umhören oder in Kleinanzeigen nachschauen, ob eine Hündin aus der Umgebung vielleicht trächtig geworden ist, obwohl der Besitzer das gar nicht beabsichtigte. "Auch diese Welpen brauchen ein Zuhause", sagt Heidi Rogner. Dann sei es jedoch ebenfalls sinnvoll, genau hinzuschauen. Denn Besitzer, deren Hündin wegen eines "Unfalls" Welpen erwartet, haben häufig keine Erfahrung mit dem Züchten und Aufziehen von Jungtieren.

Die Mutterhündin sollte man vor Ort zu Gesicht bekommen. Zudem sollte sie auf jeden Fall gesund sein, erklärt Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte in Frankfurt am Main. "Es ist zum Beispiel wichtig, dass der Besitzer sie mehrfach entwurmt, weil die Larven sowohl in der Gebärmutter als auch später über die Milch übertragen werden können."

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RND/dpa

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