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Nachrichten Wissen Sport bei Hitze: Tipps für das Sommertraining
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10:32 25.06.2019
Wer im Sommer bei Hitze trainiert, sollte einige Regeln beachten. Quelle: Dirima - stock.adobe.com
Hannover

Bei großer Hitze ist vor allem bei kreislaufbelastenden Sportarten Vorsicht geboten, sagt Tim Meyer vom Institut für Sport und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes: „Das sind beispielsweise Ausdauersportarten wie Laufen aber auch Radfahren“ – aber auch Mannschaftssportarten. Gerade auf einem vor der Sonne ungeschützten Sportplatz sollte man als Sportler einige Regeln beachten, damit das Training nicht schadet.

Wer kann, sollte sein Sportprogramm in den frühen Morgen oder späten Abend verlegen. Auch auf die Ozonwerte sollte Sportler achten, wenn sie im Sommer trainieren. Liegt der Ozonwert bei über 180 mg pro Kubikmeter, werden das Herz und der Kreislauf sehr belastet. Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (von mehr als 50 Prozent) ist eine hohe Belastung für den Körper.

Training bei Hitze: Schutz vor UV-Strahlung

„Viele denken, es sind die Temperaturen, aber die direkte Sonneneinstrahlung ist ganz wesentlich in der Beanspruchung des Körpers“, ergänzt Meyer. Treibt jemand tagsüber draußen Sport, ist Sonnenschutz deshalb das A und O. Neben bedeckender, aber luftiger Kleidung und Sonnencreme gehört dazu auch eine Kopfbedeckung. „Gefährliche Situationen kommen meist durch direkte Sonneneinstrahlung zustande – deswegen muss man hier vorsichtig sein.“

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Sport bei hohen Temperaturen: Menschen mit Vorbelastung sollten Arzt befragen

Ganz besonders aufpassen müssen natürlich diejenigen, die wissen, dass sie eine Erkrankung haben. Gerade wenn es sich um Herz-Kreislauf-Leiden handelt, ist es ratsam, vor dem Sport bei hohen Temperaturen den behandelnden Arzt zu befragen.

Im Video: So bauen Sie sich ihre eigene Klimaanlage

Sport bei Hitze: Auf Flüssigkeitszufuhr achten

Wichtig bei Sport an heißen Tagen ist auch, dafür zu sorgen, dass der Wassertank gefüllt ist. Das heißt, vor dem Sport müsse man ein großes Glas Wasser trinken, mindestens 0,3 Liter, empfiehlt Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln.

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Sport bei Hitze: Es kommt auf die Dosis an

Sportarten, die an heißen Tagen generell zu meiden seien, gebe es nicht, sagt Froböse. Es sei immer eine Frage der Dosis, nicht der Sportart. Und immer gebe es Alternativen. Wer an heißen Tagen lieber nicht laufen wolle, könne zum Beispiel Rad fahren oder auch schwimmen gehen. „Der Fahrtwind beim Radfahren kühlt ab“, so der Sportwissenschaftler. Und das Schwimmen ist bei Hitze sowieso eine gelungene Abkühlung.

Hier solle aber darauf geachtet werden, sich – vor dem Sprung ins kalte Nass – langsam abzukühlen, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG). Der Körper muss sich an die Kälte gewöhnen. Tut er dies nicht, kann man im schlimmsten Fall einen Kreislaufkollaps erleiden. Sportler, die in der Hitze ungern Sport treiben, können auch auf ein Fitnessstudio ausweichen, das klimatisiert ist, sagt Froböse.

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Sport bei Hitze: Darauf sollten Sie achten

• Viel trinken: Experten empfehlen natriumhaltiges Wasser. Vor dem Training sollte ein großes Glas Wasser getrunken werden

• Morgens und abends Sport treiben: Um der Hitze am Tag aus dem Weg zu gehen, am besten die Trainingseinheit auf eine Tageszeit legen, in der es nicht so heiß ist.

• Schutz vor der Sonne: Ein Trainingsdress wählen, das luftig ist und nicht ohne Sonnenschutzmittel auf der Haut trainieren. Auch eine Kopfbedeckung ist ratsam.

• Auf Ozonwerte und Luftfeuchtigkeit achten: Liegt der Ozonwert bei über 180 mg pro Kubikmeter, werden das Herz und der Kreislauf sehr belastet. Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (von mehr als 50 Prozent) ist eine hohe Belastung für den Körper.

• Menschen mit Herz-und Kreislauferkrankungen sollten mit einem Arzt über das Training bei Hitze sprechen

• Nach dem Sport bei Hitze nicht unter die kalte Duschen gehen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Kälteschock führen.

Von RND / dpa

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