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Nachrichten Wissen Tödliches Hundevirus breitet sich aus
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16:12 21.03.2019
Ohne Leine mit dem Vierbeiner durch den Wald zu spazieren, kann verheerende Folgen haben. Quelle: dpa-tmn
Hannover

In Nordrhein-Westfalen breitet sich offenbar eine hochansteckende und gefährliche Tierseuche aus. Wie das Veterinäramt im Kreis Mettmann mitteilt, sind mehrere Fälle der sogenannten Staupe bekanntgeworden: Ein Virus, der sowohl für Wildtiere wie Füchse, Waschbären oder Dachse gefährlich werden und tödlich enden kann als auch für Hunde. Beim Gassi gehen ist deshalb Vorsicht geboten.

Was ist das Staupe-Virus?

Die Staupe ist eine hochansteckende, jedoch nicht anzeigepflichtige Seuche: Zu den gefährdeten Tieren zählen Wildtiere wie Wölfe, Frettchen, Wiesel oder Waschbären. In Nordrhein-Westfahlen ist das Virus jetzt durch die Untersuchung toter Füchse wieder in den Vordergrund gerückt. Gerade Hundebesitzer sollten beim Spaziergang durch den Wald Acht geben: Eine Infektion ist einerseits über den direkten Kontakt mit Füchsen möglich – erkrankte Wildtiere verlieren nämlich oft ihre Scheu – und andererseits über Speichel, Kot, Urin, Nasen- und Augensekret.

Symptome einer Staupe-Erkrankung

Die typischen Kennzeichen einer Staupe-Erkrankung sind hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach dem, wie weit die Krankheit vorangeschritten ist und inwiefern die jeweiligen Organe betroffen sind, können Durchfall, Erbrechen und Probleme bei der Atmung hinzu kommen. Auch eine übermäßige Verhornung der Sohlenballen und des Nasenspiegels können Warnhinweise sein. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann die Infektion gerade für Hunde durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems tödlich enden. Überlebende Vierbeiner tragen oft Schäden wie Verhaltensstörungen, Lähmungen oder Epilepsie davon.

Nur eine Impfung schützt den Hund

Dass der Haushund sich mit Staupe infizieren kann, ist seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Vor der Einführung der Impfung vor 50 Jahren war sie die verlustreichste Virusinfektion des Hundes – und auch heute kann ein ungenügender Impfschutz oder ein mangelhafter Immunisierungsgrad gefährlich werden. Hundebesitzer sollten deshalb in jedem Fall im Welpenalter – spätestens in der achten Lebenswoche – für die Grundimmunisierung des Tieres sorgen: Obwohl das Virus unabhängig vom Alter auftritt, sind besonders Vierbeiner im Alter von drei bis sechs Monaten gefährdet. Auch spätere Wiederauffrischungs-Impfungen sind unverzichtbar.

Alles rund um die Impfung

Die Kosten einer Impfung hängen zwar vom jeweiligen Tierarzt ab – sie belaufen sich jedoch auf rund 50 bis 70 Euro pro Gabe. Dementsprechend kommen im Laufe der Immunisierung schnell mehrere Hundert Euro zusammen. Hierbei kann es deshalb sinnvoll sein, früh genug über die Krankenversicherung des Vierbeiners nachzudenken. Sie übernimmt oft einen Teil der Kosten für Schutzimpfungen.

Für den idealen Schutz sollte die Impfung in folgenden Abständen erfolgen:

• 1. Impfung • 2. Impfung: vier Wochen später • 3. Impfung: nach weiteren vier Wochen • 4. Impfung: ein Jahr nach der ersten Impfung • 5. Auffrischung: alle drei Jahre

Worauf Hundebesitzer achten sollten

Um als Hundebesitzer unbesorgt sein zu können, gilt als wichtigste Maßnahme der Impfschutz. Außerdem sollten Vierbeiner wegen der Seuchengefahr in Waldgebieten unbedingt an der Leine geführt werden: Eine Maßnahme, die während der Brut- und Setzzeit zum Schutz von Jungtieren ohnehin vorgegeben ist. Zusätzlich können Hundebesitzer besonders darauf Acht geben, ihren Hund vom Kot und Urin fremder Tiere fernzuhalten.

Von RND/jo

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