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Wissen WWF schlägt Alarm: Schweinepest bedroht Sibirische Tiger
Nachrichten Wissen WWF schlägt Alarm: Schweinepest bedroht Sibirische Tiger
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11:45 16.11.2018
Dem ohnehin stark gefährdeten Amur-Tiger droht nun auch noch Nahrungsknappheit: Die Afrikanische Schweinepest könnte die Wildschweinpopulationen in seinem Lebensraum dezimieren. Quelle: Diego Azubel/EPA/dpa
Berlin

Nicht nur in Deutschland hält die Afrikanische Schweinepest die Behörden in Atem – auch in China und Russland breitet sich das Virus immer weiter aus. Jetzt schlägt die Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) Alarm: Der ohnehin von der Ausrottung bedrohten Amur-Tiger, bekannt auch als Sibirische Tiger, sei bei fortschreitender Verbreitung der Schweinepest in Gefahr.

Wildschweine machen gut die Hälfte der Beute des Amur-Tigers aus. Sollte es in den Wildbeständen zu einem Massensterben kommen, droht der Bestand des Tigers zurückzugehen, weil die Großkatzen nicht mehr ausreichend Nahrung finden“, sagt Markus Radday, der für den WWF in Russland und China Tigerprojekte betreut.

Der Tiger könnte in seiner Not in Dörfer vordringen

Die Entwicklung zeigt, dass die Afrikanische Schweinepest immer näher an das Territorium heranrückt. Bis Mitte November gab es 57 dokumentierte Fälle in 14 chinesischen Provinzen, darunter einer in der Provinz Heilongjiang. Diese grenzt direkt an die russische Provinz Primorje an.

Es werde befürchtet, dass hungerleidende Tiger auf der Suche nach Nahrung auch in Dörfer vordringen könnten, um Haustiere und Vieh zu reißen, berichtet Radday. Die dortigen Behörden hätten bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen und Jäger und Förster informiert, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen.

Schuld ist der unkontrollierte Fleischtransport

„Kurzfristig muss es das Ziel sein, die Ausbreitung zu verhindern. Deshalb dürfen die Wildschweinjagd und der Transport von Schweinefleisch aus China ab sofort nur unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden“, sagt der WWF-Experte. Koordinierte Maßnahmen seien nötig, da sich die Krankheit schnell und über große Entfernungen ausbreiten kann.

Schuld ist der unkontrollierte Transport von Futtermitteln, Fleisch- und Wurstwaren sowie Schlacht- und Speiseabfällen. An denen kann das extrem widerstandsfähige Virus anhaften, ebenso an Kleidung und Fahrzeugen aus kontaminierten Ställen.

Amur-Tiger steht auf der Roten Liste der IUCN

Der Amur-Tiger gilt mit einer Population von weniger als 500 lebenden Tieren als stark gefährdet und befindet sich auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN). Benannt ist er nach dem knapp 3000 Kilometer langen Grenzfluss Amur, der im Pazifik mündet.

Von Marco Nehmer/RND

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