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13:22 27.10.2019
Ein Resultat der Arbeitsbelastung? Wer zu viele Überstunden schiebt, muss dafür möglicherweise reichlich Haar lassen, so eine Studie. Quelle: Sholto Ramsay/Unsplash
Hannover

Besonders extrem war der Haarausfall bei den Männern, die mehr als 52 Stunden pro Woche arbeiten, so ein Ergebnis der Studie aus Südkorea. Demnach stieg das Risiko bei dieser Zielgruppe ums Doppelte als bei jenen Männern, die wöchentlich weniger als 40 Stunden arbeiten.

Für die Studie wurden 13.000 Männer zwischen 20 und 59 Jahren im Rahmen einer Gesundheitsuntersuchung im Abstand von vier Jahren befragt – einmal in 2013 und einmal in 2017. Gegenstand der Untersuchung war allerdings nicht der Haarausfall, sondern die Verwendung von Anti-Haarausfall-Mitteln. Dabei verglichen die Forscher die Aussagen der Männer in Sachen Arbeitszeit, die 2013 noch keine Anti-Haarausfall-Mittel benutzten, wohl aber vier Jahre später.

Berücksichtigung weiterer Einflussfaktoren

Für ihre Untersuchung unterteilten die Forscher die Männer in drei Gruppen: In der ersten Gruppe versammelten sich all jene Männer, die weniger als 40 Stunden pro Woche arbeiten, in einer zweiten Gruppe die, die zwischen 40 und 52 Wochenstunden arbeiten, und in einer dritten Gruppe all jene, die mehr als 52 Stunden pro Woche bei der Arbeit verbringen. Auch Einflussfaktoren wie der Familienstand und ob die Testperson Raucher oder Nichtraucher ist, wurden berücksichtigt.

Das Ergebnis der Studie fiel nach Ansicht der Wissenschaftler eindeutig aus: In der Gruppe jener Männer, die weniger als 40 Stunden die Woche arbeiten, griffen bei der zweiten Befragung 2 Prozent mehr zu Präparaten gegen Haarausfall. In der Gruppe derjenigen, die über 52 Stunden die Woche bei der Arbeit sind, waren es mit 4 Prozent gleich doppelt so viele.

Hohe Arbeitsbelastung in Südkorea

Südkorea gehört nicht nur in Asien, sondern laut OECD auch weltweit hinter Mexiko und Costa-Rica zu den Ländern mit der höchsten gesetzlich zulässigen Arbeitszeit. Bis 2018 waren bis zu 68 Arbeitsstunden pro Woche erlaubt. Im Juli vergangenen Jahres trat schließlich das neue Arbeitszeitgesetz in Kraft, seither dürfen Südkoreaner maximal 52 Stunden pro Woche arbeiten. Das Gesetz wurde zunächst in größeren Konzernen, später auch in kleineren Betreiben umgesetzt.

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