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Aktuelles Neue Tools für mehr Sicherheit am Berg
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12:05 27.01.2020
Der Rucksack Line R.A.S. Protector von EVOC hat neben einem Airbag, der einem in einer Lawine das Leben retten soll, auch einen Rückenprotektor integriert. Quelle: Evoc/dpa-tmn
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München

Skifahren und Snowboarden sind Sportarten, die Spaß machen. Doch das Risiko fährt mit. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren, finden die Hersteller immer neue Ansätze.

Das zeigt sich auf der Sportartikelmesse Ispo (noch bis 29. Januar). Häufig geht es nicht nur um Schutz. Auch der Komfort spielt eine Rolle. Fünf neue Sicherheitsprodukte, die besonders auffallen:

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- Protektor aus Schafwolle: Rückenpanzer schützen Wintersportlerinnen und Wintersportler bei Stürzen vor schweren Verletzungen an der Wirbelsäule. Die Protektoren sind in aller Regel aus Kunststoffen gefertigt. Alpina geht einen anderen Weg - und zeigt Schützer aus mehreren Schichten gepresster Schafwolle.

Die Prolan-Westen bestehen zu 97 Prozent aus dem Stoff und sollen nicht nur zuverlässig dämpfen, sondern auch besonders atmungsaktiv sein und Schweißgeruch eindämmen. Der Preis liegt bei 160 Euro.

- Skibrille mit Solarzellen: Gute Sicht ist auf der Piste und im Gelände ein echter Sicherheitsfaktor. Skibrillenhersteller bieten häufig mehrere Gläser für unterschiedliche Bedingungen an, die der Sportler je nach Situation wechseln kann.

Die Cornea Solar Switch vom schwedischen Hersteller POC ändert die Tönung dagegen automatisch. Bei Sonnenschein machen die enthaltenen Flüssigkristalle das Glas dunkler, in schattigen Passagen oder wenn Wolken aufziehen, hellen sie das Glas auf, erläutert POC. Solarzellen auf der Brille liefern die dafür notwendige Energie. Einen Preis für das ab der nächsten Saison erhältliche Modell nannte POC noch nicht.

- Helm aus dem Windkanal: Wenn der Kopf unter dem Helm immer wärmer wird und der Schweiß rinnt, ist das unangenehm. Hersteller legen deshalb großes Augenmerk auf die Belüftung: Uvex hat einen neuen Helm entwickelt, der über drei große Öffnungen an der Vorderseite Luft ins Helminnere führt. Sie entweicht über Ausgänge seitlich und hinten am Helm, erklärt der bayerische Hersteller.

Wie stark die Luft rund um den Kopf zirkuliert, können Nutzerinnen und Nutzer des Legend Pro selbst per Schieber einstellen. Der in der mittleren Größe 400 Gramm schwere Helm wurde laut Uvex im Windkanal optimiert. Preis: 140 Euro.

- Sender für Notfälle: Ein Unfall in den Bergen abseits aller Infrastrukturen. Wo befindet man sich, und lässt sich überhaupt ein Notruf absetzen? Der A*Live von ProteGear ist ein Sat-Com-Gerät, das durch Kommunikation über Satelliten auch in so einem Fall stets eine Verbindung herstellen kann, wie der Hersteller verspricht.

Das Gerät erkennt kritische Situationen automatisch, zum Beispiel schwere Stürze - und setzt je nach Einstellung selbst Nachrichten ab. Der Funktionsumfang dieses bei der Globalen Rettungsleitstelle (GEOS) registrierten Geräts ist groß, er hat mit knapp 500 Euro jedoch auch seinen Preis. Dazu kommen noch Datentarife ab 99 Euro pro Jahr. Der A*Live ist damit wohl eher nur für Sportlerinnen und Sportler interessant, die extreme Touren auf sich nehmen.

- Rucksack mit Airbag und Rückenschutz: Ein herausschnellendes Luftkissen soll einen in einer Lawine über der Schneedecke halten. Rucksäcke mit integriertem Airbag gibt es schon länger. Der Line R.A.S. Protector Rucksack von EVOC verfügt neben dem Airbag über einen herausnehmbaren Wirbelsäulenschutz. Der steckt in einem aufklappbaren Extrafach.

Wird der Schutz bei einem Sturz beschädigt, kann man ihn kostenlos gegen einen neuen Panzer eintauschen, verspricht der Hersteller. Der ab Herbst 2020 erhältliche Rucksack kostet ab 270 Euro.

dpa