Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Aktuelles Das müssen betroffene Passagiere wissen
Reisereporter Aktuelles Das müssen betroffene Passagiere wissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:00 02.01.2020
Ufo ruft die Germanwings-Flugbegleiter für Montag zum Streik auf. Quelle: Marius Becker/dpa
Frankfurt/Main

Wer über Silvester mit Eurowings verreisen will, braucht mitunter Nerven: Seit Montag (30.12.) streiken bei der Lufthansa-Tochter Germanwings die Flugbegleiter. Viele Eurowings-Flüge fallen dadurch aus. Betroffen sind vor allem innerdeutsche Verbindungen. Was Passagiere wissen müssen:

Germanwings, Eurowings - wo ist der Unterschied?

Der einstige Billigflieger Germanwings soll in der Lufthansa-Tochter Eurowings aufgehen. Das Unternehmen Germanwings führt ihre Flüge für die Marke Eurowings durch, derzeit noch mit 30 Flugzeugen und 1400 Mitarbeitern. Germanwings hat keinen eigenen Markenauftritt und auch keine Webseite mehr. Es gibt aber noch Flugzeuge mit dem Schriftzug Germanwings, die noch nicht umlackiert wurden. Auf den Tickets finden Passagiere ausschließlich die Eurowings-Flugnummer.

Wie erfahre ich, ob mein Flug bestreikt wird?

In der Regel informiert Eurowings die betroffenen Passagiere von sich aus, zum Beispiel per E-Mail. Auf der Webseite der Airline gibt es einen  Sonderflugplan, der gestrichene Verbindungen enthält. Reisende können sich außerdem online über den Flugstatus informieren. Dazu benötigen sie die Flugnummer oder Flugroute.

Wie komme ich trotz Streik an mein Ziel?

Eurowings bietet den betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen an - dazu ist die Fluggesellschaft auch rechtlich verpflichtet. Für die Abwicklung rät Eurowings zur Benutzung der App. Passagiere folgen dann dem Menüpunkt "Meine Reise" (Android) oder "Meine Flüge" (iOS).  Auf innerdeutschen Flügen lässt sich das Flugticket in eine Zugfahrkarte der Deutschen Bahn umwandeln.

Lohnt sich eine Umbuchung aus Sicht des Passagiers nicht mehr, ist auch die Rückerstattung des Ticketpreises möglich. Dies funktioniert laut Eurowings ebenfalls, etwa über die App.

Zudem besteht die Möglichkeit, den geplanten Abflug innerhalb des Streikzeitraums auf einen Zeitpunkt danach zu verschieben. Dazu wenden sich Kunden an das Call Center von Eurowings (0180/6 320 320). Wer seinen Eurowings-Flug bei der Lufthansa oder einer anderen Partner-Airline gebucht hat, muss sich für die Änderung des Flugdatums an die entsprechende Fluggesellschaft wenden.

Welche Regeln gelten für Pauschalurlauber?

In diesem Fall muss sich der Reiseveranstalter um eine Umbuchung oder sonstige Beförderung kümmern. Ab einer Verspätung von mehr als vier Stunden am Ankunftsort können Urlauber zudem ihren Reisepreis nachträglich anteilig mindern. Verkürzt sich ein ohnehin kurzer Urlaub durch die Streikmaßnahmen erheblich, kann der Gast die Reise sogar stornieren - und bekommt dann den Reisepreis zurück.

Bekomme ich eine Entschädigung?

Damit können Eurowings-Kunden nach derzeitiger Rechtslage nicht rechnen. Der Bundesgerichtshof (BGH) befand 2012, dass ein Pilotenstreik ein außergewöhnlicher Umstand ist - die von Verspätungen und Annullierungen betroffenen Passagiere bekamen somit keine Entschädigung gemäß der EU-Fluggastrechte-Verordnung (Az.: X ZR 138/11; X ZR 146/11). Allerdings muss die Fluggesellschaft alles tun, was in ihrer Macht steht, um die Folgen des Ausstands zu minimieren.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat zwar entschieden, dass sich eine Fluggesellschaft bei einem irregulären Streik nicht ohne weiteres auf außergewöhnliche Umstände berufen kann (Az.: X ZR 111/17). Ungeklärt ist bislang aber, ob sich dieses Urteil auf reguläre Streiks übertragen lässt. Das müsste wiederum der EuGH klären.

dpa

Ein Badeurlauber bucht ein Hotel "direkt am Strand" - doch dann stellt sich heraus, dass Schwimmen dort verboten ist. In einem solchen Fall gibt es vom Veranstalter Geld zurück.

02.01.2020

Traditionelle Tänze in Bayern, ein Musical über Pippi Langstrumpf und ein Bauernmarkt an der Skipiste: Reisetipps für 2020.

02.01.2020

Besonders zum Jahreswechsel zieht es Millionen Besucher aus aller Welt nach Paris. Reisende müssen sich jedoch in ganz Frankreich nach wie vor auf Einschränkungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr einstellen.

02.01.2020