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Sportbuzzer Emma Hinze startet dreifach beim Weltcup in Berlin
Sportbuzzer Emma Hinze startet dreifach beim Weltcup in Berlin
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18:01 29.11.2018
Emma Hinze (l.) wurde mit Miriam Welte Dritte bei der EM im Teamsprint. Beide starten auch beim Heim-Weltcup in Berlin. Quelle: Foto: AP
Berlin

Emma Hinze ist für das Wochenende gut ausgebucht. Beim Bahnradsport-Weltcup von Freitag bis Sonntag im Berliner Velodrom wird die Cottbuserin im Teamsprint, Sprint und Keirin an den Start gehen. „Ich freue mich total darauf. Denn es kommt ja nicht so oft vor, dass wir uns vor heimischem Publikum in einem internationalen Wettkampf präsentieren können“, meint die 21-Jährige. Denn als es 1998 letztmals einen Weltcup in Deutschland – im damals neuen Velodrom – gab, war sie gerade erst geboren.

Erste Erfolge im Weltcup

Emma Hinze, die aus Hildesheim stammt und 2015 ans Sportinternat nach Cottbus wechselte, will in Berlin wieder auf das Podest fahren. Denn Ende Oktober beim Weltcup in Milton/Kanada wurde sie Zweite im Sprint und Teamsprint. Mit Pauline Grabosch (Erfurt) und Miriam Welte (Kaiserslautern) bildet sie ein starkes nationales Trio, das auch nach dem Schicksalsschlag von Doppel-Olympiasiegerin Kristina Vogel (Erfurt) – seit einem Bahn-Unfall im Juni querschnittsgelähmt – international konkurrenzfähig ist. Bundestrainer Detlef Uibel wird zwischen Qualifikation und den entscheidenden Runden sicher wieder vor der Qual der Wahl stehen, welches Duo er aufstellt. Emma Hinze war mit beiden schon erfolgreich. Mit Grabosch bereits 2015 als Junioren-Weltmeisterin und im Januar beim Weltcup in Minsk und mit Welte zuletzt in Milton und im Sommer als Dritte bei den Europameisterschaften in Glasgow.

Schwierige Phase überwunden

Emma Hinze ist froh darüber, in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein. Denn im Vorjahr plagte sie sich mit Rückenschmerzen herum. „Es lief nicht so richtig, meine Leistungen stagnierten.“ Sie habe 20 Ärzte konsultiert und übertrieben gesagt, 20 Meinungen gehört. Sie kehrte zu ihrem Junioren-Trainer Aleksander Harisanow zurück und fand mit ihm zu neuer Stärke. Die viermalige Junioren-Weltmeisterin konnte im zu Ende gehenden Jahr nicht nur auf der Bahn wieder Erfolge feiern. Sie schaffte an der Cottbuser Sportschule ihren Abi-Abschluss und gehört nun zur Sportförderkompanie der Bundeswehr.

Familie Hinze vereint

Übrigens ist nun auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Carl von Schwerin nach Cottbus gewechselt. Er ist ebenfalls Bahnsprinter und wurde in diesem Jahr zum Beispiel Dritter bei der U23-EM im Teamsprint. Auf die Frage, ob er da wohl auf den Rat der großen Schwester gehört habe, antwortet sie: „Ein bisschen schon. Ich fühle mich jedenfalls wohl in Cottbus. Ich habe schon immer viel gemeinsam mit meinem Bruder unternommen. Wir trainieren nicht nur oft zusammen, sondern unternehmen auch in der Freizeit viel.“ Natürlich wird er am Wochenende ebenso wie die Eltern, „die aus Hildesheim kommen“, im Velodrom von der Tribüne aus Emma anfeuern. Dabei gibt sie zu: „Wenn ich auf der Bahn fahre, bin ich wie im Tunnel. Das Reizvolle am Sprint ist ja, dass es auf Schnelligkeit und auf die Taktik ankommt. Das fordert eine enorme Konzentration und strengt ganz schön an.“ An besondere Rituale vor dem Start klammert sie sich indes nicht. „Da bin ich keineswegs abergläubisch.“

Und da bei den Weltcups bereits Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gesammelt werden, rücken für Emma Hinze, deren Freund Energie-Kicker Moritz Broschinski ist, wieder große Ziele ins Blickfeld. 2016 bei Olympia in Rio war sie bereits Ersatzfrau.

Von Peter Stein

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