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Sportbuzzer Jonathan Erdmann spielt sein fünftes WM-Turnier
Sportbuzzer Jonathan Erdmann spielt sein fünftes WM-Turnier
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16:40 27.06.2019
Jonathan Erdmann spielt seine fünfte WM im Beachvolleyball. Quelle: Foto: FIVB
Potsdam

Jonathan Erdmann kann vom Sand nicht lassen. Nun darf der aus Potsdam stammende Beachvolleyballer sogar noch mal auf der großen Bühne aufschlagen. Unverhofft kommt er ab Freitag am Hamburger Rothenbaum zu seinem fünften Weltmeisterschafts-Turnier. Weil sich der ursprünglich vorgesehene Alexander Walkenhorst an der Hand verletzte, musste sich dessen Partner Sven Winter (Düsseldorf) nach einem Ersatz umsehen, um die Wildcard für das Heim-Spektakel nicht verfallen zu lassen. Die Wahl fiel auf den 1,95 Meter großen Blockspezialisten Erdmann.

WM-Atmosphäre als Geschenk

„Da habe ich nicht lange überlegt und sofort zugesagt. Das ist ein Geschenk für mich. Aber es wird eine Art Blinde Date. Wir haben vorher noch nie zusammen gespielt“, berichtet Erdmann, der vergangene Woche gleich an den Rothenbaum düste, um mit Winter zu trainieren. „Die Chemie stimmt schon mal trotz der zehn Jahre Altersunterschied“, meint der 31 Jahre alte Potsdamer, der einst über die dortige WSG Waldstadt zum Volleyball fand, bei den Netzhoppers in Königs Wusterhausen in der Hallen-Bundesliga schmetterte, ehe er sich auf die Beach-Tour konzentrierte – mit Erfolg.

Vor sechs Jahren schon einmal WM-Dritter

Denn es ist mittlerweile gleichfalls zehn Jahre her, da Erdmann, der zuvor U20-Europameister und U21-Weltmeister war, erstmals an einer Weltmeisterschaft der Männer-Elite teilnahm. 2012 bei den Olympischen Spielen in London belegte er mit Kay Matysik Rang neun. 2013 feierte das Duo, das auch je zweimal deutscher Meister und Vizemeister wurde, mit WM-Bronze seinen größten Erfolg. Die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio verpasste das Duo aber, ging danach getrennte Wege. Seitdem ist Erdmann zwar kein Nationalkader mehr, aber mit wechselnden Partnern im Sand unterwegs. „Mir macht Beachvolleyball immer noch Spaß“, sagt der braun gebrannte Mann vom VC Olympia Berlin, wo er derzeit von André Fröhlich und Michael Merten, Letzterer war einst auch Trainer der Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam, gecoacht wird. Mit Max Betzien bildet Erdmann in der Regel ein Paar. Bei der Deutschland-Beach-Tour gewannen beide in Nürnberg, zuvor in Düsseldorf war Erdmann mit Jonas Schröder erfolgreich. Der Havelstädter, der auch international am hohen Netz im Sand den einen oder anderen Euro verdient, hat also gezeigt, dass schnelle Partnerwechsel sportlich keine Einbußen bedeuten müssen.

Das Beste geben

„Doch eine WM ist natürlich etwas ganz anderes“, gibt er zu bedenken. „Wir werden das Beste aus der Situation machen, wollen den deutschen Beachvolleyball gut vertreten“, sagt Erdmann und freut sich auf die große Kulisse am Rothenbaum, wo er auch 2017 beim Welttour-Finale baggerte. Denn es könnte der letzte Aufritt des Routiniers auf der großen Bühne des Beachvolleyballs sein.

Von Peter Stein

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