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Sportbuzzer Lisa Buckwitz freut sich auf Olympia-Premiere für Monobob
Sportbuzzer Lisa Buckwitz freut sich auf Olympia-Premiere für Monobob
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17:28 19.09.2018
Allein im Bob unterwegs: Jonas Jannusch bei den Olympischen Jugendspielen 2016 in Lillehammer. Quelle: Foto: Jed Leicester/DPA
Potsdam

Lisa Buckwitz vom SC Potsdam trotzt der Hitze dieses Sommers. Beim Athletik- und Lauftraining im Luftschiffhafen unter der Regie von Trainer Jörg Weber flüchtet sie meist in die Leichtathletikhalle. „Da ist es noch ein bisschen kühler.“ Denn die Bob-Olympiasiegerin fühlt sich normalerweise bei Temperaturen unter Null Grad Celsius wohl. „Aber ich mache das Training gern. Ich will ja in meiner Karriere nicht stehen bleiben“, sagt die 23-Jährige.

Lisa Marie Buckwitz Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: Bernd Gartenschläger

Im Gegenteil, sie wird noch einmal Fahrt aufnehmen. Zum einen forciert Lisa Buckwitz ihre Pilotinausbildung, zum anderen eröffnen sich mit der Einführung des Monobob-Wettbewerbs für Frauen bei Olympia 2022 in Peking ganz neue Perspektiven. „Das ist super für die Frauen. Jetzt haben wir mit dem Mono- und dem Zweierbob auch zwei Start- und damit Medaillenchancen bei Olympischen Winterspielen“, meint die Potsdamerin, die sich auch einen Team-Wettkampf – so wie bei Weltmeisterschaften längst üblich – als Olympia-Entscheidung hätte vorstellen können.

Nur eine Sportlerin im Bob

Beim Monobob schiebt nur eine Sportlerin das Kufengefährt an und lenkt es dann auch bis ins Ziel. „Das ist ein ganz anderes Fahrverhalten als im Zweier“, findet Lisa Buckwitz. „Da liegt der Schwerpunkt ganz anders. Der Bob ist zwar leichter, wiegt aber auch über 100 Kilo. Das heißt, ich brauche da auch ein Team, das mir hilft, den Bob an die Strecke zu bringen. Das Lenksystem ist ähnlich.“

Bisher kam der Monobob bei den Olympischen Jugendspielen zum Einsatz. Dort stellte aber der Veranstalter die Geräte zur Verfügung. „Nun wird es ganz sicher individuelle Bobs geben. Da muss man schauen“, weiß auch Lisa Buckwitz noch nicht, wie die Pläne des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in die Praxis umgesetzt werden.

Konkretisiert hat sie hingegen ihre Planungen für die Karriere als Bob-Pilotin. „Zur Ausbildung muss ich an eine Bahn. Deshalb werde ich nach Berchtesgaden gehen, um auf der Bahn am Königssee das Fahren zu üben“, berichtet die Ex-Siebenkämpferin. Mitte Oktober werde es soweit sein. Bis dahin bringt sie sich beim Athletik-Training in Form. Am vergangenen Wochenende bestand sie den ersten nationalen Anschubtest in Oberhof auf Platz zwei. „Da ich nun nicht mehr Anschieberin bin, schiebe ich dort auch nicht von hinten, sondern von der linken Seite. Das ist schon eine Umstellung. Vom Laufen her nicht, aber vom sogenannten Abriss. Aber das kann man alles lernen.“

Turntraining für die Beweglichkeit

Um beweglich genug für den Einstieg zu sein, steht einmal in der Woche auch Turntraining auf dem Programm. Dabei übt sie am Barren und auf der Bodenmatte.

Aufgrund der Konzentration auf die Pilotinausbildung geht Lisa Buckwitz derzeit nicht davon aus, dass sie 2019 an den Weltmeisterschaften in Whistler/Kanada teilnimmt. In Zukunft aber will sie den Ex-Potsdamerinnen Mariama Jamanka (Oberhof), mit der Buckwitz im Februar in Pyeongchang sensationell Gold holte, und Stephanie Schneider (Oberbärenburg), mit der Olympia-Vierten hatte Buckwitz zuvor die Weltcup-Saison bestritten, als Pilotin Konkurrenz machen. Jamanka und Schneider hätten schließlich gezeigt, dass der Umstieg von der Anschieberin an die Lenkseile gelingen kann. Der Monobob sei dafür eine zusätzliche Motivation, findet Lisa Buckwitz. „Diese IOC-Entscheidung kommt zur rechten Zeit für mich.“ Dafür schwitze sie auch bei großer Hitze gern im Training.

Von Peter Stein

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