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Sportbuzzer Cottbus droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz
Sportbuzzer Cottbus droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz
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18:22 31.10.2013
Energies Stiven Rivic (links) und Dresdens Christoph Menz im Zweikampf um den Ball. Quelle: dpa
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Potsdam

In dieser Woche ging es im Training des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus ordentlich zur Sache. "Man merkt die Anspannung, viele wollen etwas erzwingen", sagt Mittelfeldspieler Ivica Banovic.

Den Gehorsam auf dem Platz vorleben soll Ivica Banovic. Der 33-Jährige gehört zu den Führungsspielern beim FC Energie. Doch auch er kann die kritische Situation nicht komplett ausblenden. "Das ist im Hinterkopf. Wer das abstreitet, ist ein Lügner. Oder er ist so cool, dass er in der Champions League spielt."

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Der "Mister Zuverlässig" des FC Energie wirkte in den vergangenen Wochen teilweise nicht so souverän wie gewohnt. "Ich habe beim 4:2 gegen Bielefeld einen Elfmeter verschossen. Aber ansonsten habe ich keinen entscheidenden Fehler gemacht", analysiert der Kroate die letzten Spiele. Doch er weiß auch: "Wenn wir verlieren, wird automatisch jeder Spieler 30 bis 40 Prozent schlechter beurteilt." Der Bestandsaufnahme will sich der zweifache Nationalspieler trotzdem nicht verschließen. "Ich würde nicht mit 33 noch in der zweiten Liga spielen, wenn ich nicht kritikfähig wäre." Also sagt er: "Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, ist jeder ein bisschen schuld. Jeder muss sich hinterfragen." Selbst den Vorwurf, dass dem Team derzeit das unbedingte Wollen fehle, kann Banovic nicht abweisen. "Wenn man unten steht, fehlen die Galligkeit und das Selbstbewusstsein", erklärt er und legt noch einen drauf: "Im Moment fehlt fast alles. Laut Tabelle gibt es derzeit 14 Mannschaften, die es besser machen als wir."

Ganz so düster möchte Banovic das aktuelle Energie-Bild aber doch nicht malen. Er nehme auch positive Ansätze wahr: "Es sieht teilweise gut aus, wenn wir nach vorn spielen." Das klingt erklärungsbedürftig bei drei Spielen in Folge ohne Cottbuser Tor. Banovic: "Im letzten Drittel fehlt uns im Moment die Qualität." Sturmführer Boubacar Sanogo, der bereits sechs Mal getroffen hat, aber schon fünf Spiele auf ein Tor wartet, nimmt Banovic allerdings aus. "Bouba hat eine gute Quote, wir müssen ihn nicht starkreden."

Vielleicht stellt Bommer, der wieder auf Stammkeeper Robert Almer zurückgreifen kann, Sanogo einen zweiten Stürmer zur Seite. Der Trainer braucht einen Sieg, sonst droht Ungemach.

Von Ronny Müller