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Sportbuzzer USA-Rennen: Gratulation von "Shaq" an Sieger Verstappen
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Die Lehren aus dem Großen Preis der USA

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12:37 25.10.2021
NBA-Ikone Shaquille O'Neal überreichte Max Verstappen die Siegertrophäe.
NBA-Ikone Shaquille O'Neal überreichte Max Verstappen die Siegertrophäe. Quelle: Nick Didlick/AP/dpa
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Austin

Nach dem nächsten Sieg von Max Verstappen wird die Luft jetzt noch dünner für Lewis Hamilton und den jahrelangen Formel-1-Dominator Mercedes.

Während die Crew von Red Bull nach der Sitzprobe in einem überdimensionierten Cabriolet in feinstem Texas-Style mit riesigen Bullen-Hörnern in den Feiermodus schaltete, zerbrachen sich die Mercedes-Strategen schon die Köpfe nach dem famosen Erfolg von WM-Spitzenreiter Verstappen.

Der geschlagene einstige Austin-Sieggarant Lewis Hamilton sorgte sich bereits mit Blick auf die nächsten beiden Rennen, die den womöglich vorentscheidenden Triple-Header an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden einleiten: "Die nächsten Strecken sind sehr starke Kurse für Red Bull. Das wird hart. Ganz sicher." Maximal 81 Punkte sind bei diesem anstrengenden Dreierpack zu vergeben.

"Shaq"-Attack

Aus den Händen der NBA-Ikone Shaquille O'Neal, der bei der Formel-1-Party in der Musikstadt Austin als DJ Diesel die Fans auch in Schwung gebracht hatte, wirkte der Pokal für Verstappens Sieg fast klein. Doch der Niederländer ist auf dem Weg, Großes zu schaffen und Hamiltons Traum vom alleinigen Titelrekord mit Triumph Nummer acht zumindest in diesem Jahr zu zerstören. "Lewis Hamiltons Krone rutscht, als Max Verstappen die Nerven behält und die Führung im Titelrennen ausbaut", schrieb die Londoner "The Times" am Montag.

Warum ist das so? Das liegt natürlich an Red Bull - und Verstappen. "Die letzten drei Rennen waren eigentlich Mercedes-Strecken. Anstatt mit einem Rückstand kommen wir nun mit 12 Punkten Vorsprung nach Mexiko", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko nach dem imposanten achten Saisonsieg Verstappens. "Mexiko und Brasilien sollten uns wegen der Höhenlage eigentlich noch besser liegen."

Mercedes will Druck machen

Das sind die nächsten beiden Etappen im immer intensiveren WM-Zweikampf. "Ich glaube nicht, dass es ein bestimmtes Muster gibt, wem welche Strecke besser liegt", meinte hingegen Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach Verstappens Premierenerfolg auf Hamiltons US-Wohlfühlkurs. "Wir müssen einfach Druck machen und Druck machen und hoffen, so dass wir hoffentlich in einer Situation sind, bis zum allerletzten Rennen um die Weltmeisterschaft zu kämpfen." Die Chancen seien "absolut intakt, es ist alles offen. In einem Rennen kann es sich entscheiden, wenn einer stehen bleibt."

Ein Ausfall wäre fatal - sowohl für Verstappen als auch für Hamilton, der zuvor in Texas fünf von acht Rennen gewonnen hatte. "Ich nehme es jetzt ein Rennen nach dem anderen. Wir müssen einfach schauen, wie wir den besseren Job machen können", äußerte Hamilton.

Mutige Red-Bull-Strategie

Red Bull lieferte bei Verstappen einen makellosen Job ab. Zwar verlor der 24-Jährige in der ersten Kurve seine Pole Position an Hamilton, er holte sich die Führung aber mit zwei vorgezogenen Boxenstopps zurück. "Die Strategie von Red Bull war mutig und ist aufgegangen", lobte Wolff die "unheimlich aggressive" Taktik des Rivalen.

Verstappen fährt längst nicht mehr nur angriffslustig, sondern auch clever. "Trotz eines Rennens, das eines Lewis Hamilton würdig war, voller Kampfgeist und Härte, schlug ein zunehmend solider, härterer und reiferer Max Verstappen den siebenfachen Champion beim Großen Preis der USA schließlich", würdigte "Marca" in Spanien.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sprach von einer "phänomenalen Fahrt" seines Star-Piloten. Mit Hochspannung rechnet der Brite bis zum Schluss. "Es sind noch fünf Rennen zu fahren, und wir wissen, dass es ein paar Rennen gibt, in denen Mercedes im Vorteil ist", sagte Horner, "und ein paar, in denen wir stark sind, so dass der Rest der Saison wirklich eng wird."

© dpa-infocom, dpa:211025-99-724565/4

dpa