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Sportbuzzer Die NFL vor einem ungewöhnlichen Draft
Sportbuzzer Die NFL vor einem ungewöhnlichen Draft
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07:13 23.04.2020
Die damaligen Heisman Trophy Finalisten: Dwayne Haskins (l-r) von Ohio State, Kyler Murray von Oklahoma, und Tua Tagovailoa von Alabama, stehen neben der Trophäe. Für viele Teams in der NFL sind die kommenden drei Tage die wichtigsten des ganzen Jahres. Quelle: Craig Ruttle/AP/dpa
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Los Angeles

Für viele Teams in der NFL sind die kommenden drei Tage die wichtigsten des ganzen Jahres. Beim Draft kommen die besten Nachwuchsspieler auf den Markt - Manager, die da die richtige Wahl treffen, verändern den Kurs ihres Clubs über Jahre hinweg zum Positiven.

Ohne Quarterback Patrick Mahomes, den die Kansas City Chiefs vor drei Jahren an zehnter Stelle auswählten, hätte der Club wohl im Februar nicht den Super Bowl gewonnen. Dass Mahomes erst als Zehnter genommen wurde und die Chicago Bears an zweiter Stelle Mitchell Trubisky als neuen Quarterback auswählten, zeigt die Herausforderung: Man muss sich für den Richtigen entscheiden.

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Spannend wird daher sein, wer sich an Tua Tagovailoa herantraut. Der 22 Jahre alte Quarterback könnte der nächste Mahomes werden - hat sich am College in Alabama aber schwer an der Hüfte verletzt und seither nicht mehr gespielt. Seine Fitness versuchte er mit Videos zu beweisen. Untersuchen konnte ihn aber keiner der Team-Ärzte. Denn Kandidaten einladen, sie medizinisch untersuchen und intensiv persönlich befragen - all das war wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr in den vergangenen Wochen nicht mehr erlaubt.

Auch die Situation beim Draft selber, der am 24. April (2.00 Uhr/ProSieben MAXX) in aller Frühe mit der ersten von insgesamt sieben Runden verteilt auf drei Tage beginnt, ist ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr waren etwa 600.000 Menschen nach Nashville gereist - dieses Jahr fällt die geplante gigantische Live-Inszenierung in Las Vegas aus. Arbeiten aus dem Homeoffice und Videointerviews für die TV-Übertragung ist angesagt.

US-Medien berichten davon, dass teilweise IT-Techniker in den Einfahrten der Trainer und Manager campen, um bei einem Problem sofort reagieren zu können. Der General Manager der Seattle Seahawks soll sogar zwei Wände eingerissen haben, um Platz zu schaffen für die angeblich 25 Bildschirme, die er braucht. Und natürlich gibt es Notstromaggregate, mehrere Handys und Festnetztelefon.

dpa