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Sportbuzzer Ein Olympiasieger auf dem Tannenberg
Sportbuzzer Ein Olympiasieger auf dem Tannenberg
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15:04 30.05.2019
In Liepe sind beim Vielseitigkeitsturnier wieder viel Mut, Können und Geschick gefragt. Quelle: foto: Hansjürgen Wille
Liepe

Auf dem großen Parkplatz des Fläming-Dörfchens Liepe, wo von Donnerstag bis Sonntag die zahlreichen Teilnehmer des diesjährigen Vielseitigkeitsturniers entweder ihre Pferdeanhänger oder die riesigen Transporter mit Hotelcharakter abstellen werden, wird diesmal ein Truck besonders auffallen: „Dibo on tour“ lautet der Schriftzug, der seinen Besitzer verrät. Andreas Dibowski ist gemeint, der mehrfache Mannschafts-Weltmeister und Olympiasieger aus Döhle am Rand der Lüneburger Heide, der 2008 in Hongkong gemeinsam mit Ingrid Klimke, Hinrich Romeike, Peter Thomson und Frank Ostholt zu Team-Gold ritt.

Dass der heute 53-jährige Pferdwirtschaftsmeister immer noch als einer der ganz Großen unter den starken deutschen und das internationale Geschehen beherrschenden Buschreitern gilt, bewies er erst vor wenigen Tagen mit dem Gewinn des Berufsreiterchampionats in Marbach, einer Prüfung von äußerst hohem Stellenwert. Zufrieden stellte er anschließend mit Blick auf die Konkurrenz fest: „Es ist ein tolles Gefühl und die Selbstbestätigung, dass man noch vorn mithalten kann und seine Pferde gut ausgebildet hat.“ Auch in Liepe ist die Vorfreude auf den internationalen Reit-Star groß. „Auf seinen Auftritt sind wir natürlich sehr gespannt“, sagte Turnier-Chef Bernhard Pede, der auch für den Parcours am Tannenberg, der im vorigen Jahr Schauplatz des Bundeswettkampfes war und in westdeutschen Kreisen viel Anerkennung erfuhr, verantwortlich ist. „Das Schöne ist, dass Dibo auch seine talentierte Tochter Alina mitbringt, die sich ebenfalls schon durch glänzende Ritte einen Namen gemacht.“

Gleiches gilt natürlich für Elmar Lesch aus dem niedersächsischen Bavendorf – auch der hat sich im Pferdesport einen Namen gemacht. Der mehrfache Deutsche Vizemeister ist als Ausbilder von jungen Vierbeinern anerkannt wie kein Zweiter. Er reist gleich mit 15 Pferden zum Turnier an – und wird einer der Vielstarter sein. Bei der Hauptprüfung der Klasse M, die wie gehabt aus Dressur, Gelände und Springen besteht, rechnen sich aber noch eine Reihe anderer Hochkaräter Chancen aus. Etwa der Mecklenburger Andreas Brandt, ein alter Bekannter in Liepe. Zudem kommen aus dem Kreis Teltow-Fläming drei Amazonen, die sich viel vorgenommen haben, so die ehemalige Deutsche Ponymeisterin Lena Pede, die praktisch Heimrecht hat, Johanna Huschke aus Baruth/Mark und Jennifer Krüger aus Rehagen.

Parallel messen sich in Liepe beim Länderchampionat von Brandenburg-Anhalt die Reiter auf den sechsjährigen Vielseitigkeitspferden. Ein Wettbewerb, der als wichtige Station für die Sichtung der hier geborenen Vierbeiner gilt.

Auch die Nachwuchs-Landesmeisterschaften von Berlin-Brandenburg dürften von hohem Interesse begleitet werden. Chancen rechnen sich dafür die Reiterinnen und Reitern des RV Wahlsdorf aus – zur Freude des neuen Vereinsvorsitzenden Clemens Walter.

Beim Wettbewerb auf den Ponys zählen die Titelverteidigerin Jamie-Lee Walter und Lisa Schröder zu den Favoritinnen. Bei den Junioren konzentriert sich alles auf den Zweikampf Kay Ahillen und Lena Pede, während es bei den Jungen Reitern Meghann-Viktoria Lehmann (alle RV Wahlsdorf) mit der starken Markendorferin Jasmin Hille zu tun bekommt, die für Niederwerbig startet.

Um dem Turnier einen würdigen Rahmen zu geben, wurden nicht nur zwei weitere Naturhindernisse angeschafft, sondern der Rasen erneuert. „Eigentlich sollte zu diesem Anlass auch schon der verlegte Strom- und Wasseranschluss funktionieren, doch Probleme bei den Handwerksbetrieben haben das Vorhaben ins Stocken gebracht“, sagte Bernhard Pede, der aber zuversichtlich ist, dass auch mit provisorischen Mitteln die Ausrichtung des Turniers wie in der Vergangenheit gelingt.

Bei vielen Reitern jedenfalls genießt Liepe den Ruf als bestes Vielseitigkeitsturnier jenseits der Elbe. “Luhmühlen des Ostens“, wird auch leise geraunt. Luhmühlen bei Lüneburg – das Mekka des Vielseitigkeitssports.

Von Hansjürgen Wille

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