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Sportbuzzer Zverev glücklich über Tennis-Titel in Köln
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Erster Titel 2020? Zverev gegen Auger-Aliassime gefordert

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17:37 18.10.2020
Alexander Zverev gewann in Köln seinen ersten Titel in diesem Jahr. Quelle: Marius Becker/dpa
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Köln

Seine Auftritte in Köln erinnern den jetzt zwölffachen Turniersieger Alexander Zverev ein wenig an ein Grand-Slam-Turnier. Denn nach seinem überzeugenden Final-Erfolg sei ja irgendwie erst "Halbzeit".

Wie bei einem der größten Turniere im Tennis über zwei Wochen geht es an gleicher Stelle weiter. Großartig feiern könne er deswegen ohnehin nicht, meinte Zverev, beschwichtigte aber auch mit einem Schmunzeln, dass es natürlich dennoch anders sei: "Ich habe schon jetzt ein Turnier gewonnen. Lasst mich mal zwei Minuten freuen und dann schauen wir weiter."

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Sein 6:3, 6:3 im Endspiel gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime und sein erster Titel seit rund 17 Monaten haben Lust gemacht auf einen weiteren Erfolg. Möglich wäre der schon am nächsten Sonntag. Ab Montag wird in Köln mit einem stärkeren Teilnehmerfeld und wieder mit dem besten deutschen Tennisspieler als Nummer eins der Setzliste das nächste Turnier ausgetragen. "Wenn es weiter so geht wie es jetzt gelaufen ist, dann freut es mich. Ich nehme das jetzt ein bisschen wie eine Grand-Slam-Woche, wo man zwei Wochen an einem Ort spielt mit verschiedenen Gegnern", sagte Zverev: "Ich fühle mich wohl hier."

Sein US-Open-Trauma hatte ihn für das Duell mit dem drei Jahre jüngeren Auger-Aliassime noch ein bisschen zusätzlich motiviert. Sein erstes Endspiel nach dem knapp verlorenen Finale von New York, als er um zwei Punkte den ganz großen Grand-Slam-Coup verpasste, zu gewinnen, sei ihm "extrem" wichtig gewesen, sagte der Hamburger: "Weil das immer noch in meinem Kopf ist", räumte der 23-Jährige ein. "Natürlich ist es nicht der US-Open-Titel, aber es ist ein Titel."

"Definitiv" habe er am Sonntag sein bestes Tennis der Woche gezeigt: "Ich bin einfach froh, ich habe heute wirklich gut gespielt, konzentriert gespielt." Der Weltranglisten-Siebte sicherte sich damit den ersten Sieg in diesem merkwürdigen wie erfolgreichen Jahr mit der Corona-Auszeit, mit Reifeprozessen, mit Fehlern in der Pandemie-Zeit und mit seiner Grand-Slam-Finalpremiere.

Gegen den an drei gesetzten Auger-Aliassime leistete sich Zverev nur leichtere Konzentrationsschwächen. Etwa als er nach einem famosen Start und einer 5:2-Führung gegen den Weltranglisten-22. erstmals seinen Aufschlag verlor. Anders als teilweise in der Vergangenheit schaffte es der gereiftere Zverev, sich in wichtigen Momenten auf seine Stärken zu konzentrieren, spielte insgesamt sehr konstant und holte sich gleich wieder das Break zum ersten Satzgewinn.

Der 20-Jährige aus Montreal war der schwierigste Gegner der Woche. Doch der Hamburger bereitete Auger-Aliassime mehr Probleme bei den Aufschlagspielen als er sie selbst hatte. Ihm gelang das Break zum 4:2, dann musste er nach zwei Doppelfehlern noch mal um die Führung bangen, wehrte die Breakbälle aber ab. Nur von den VIP-Plätzen sahen Zuschauer in der fast menschenleeren Halle, wie Zverev wenig später seinen ersten Matchball nutzte. Schnell zog er sich seinen Mund-Nasen-Schutz auf und holte sich Glückwünsche seines Bruders und seines Vaters ab. Als Preisgeld bekam er knapp 25.000 Euro.

Dass er seit 2016 in jedem Jahr mindestens einen Titel gewonnen hat, sei eine wichtige Statistik für ihn, hatte Zverev nach dem 7:5, 7:6 (7:3) im Halbfinale gegen den ungesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina gesagt. "Diesmal war es schwierig. Wir haben einfach weniger Turniere gespielt", sagte er: "Ich bin froh, dass ich das beibehalten konnte in diesem Jahr. "

Nachdem er sich bei seinem Aus bei den French Open noch Kritik gefallen lassen musste, ob er krank auf dem Platz hätte gehen sollen, sorgte er für sportliche Schlagzeilen und kann mit einem ermutigenden Erlebnis in die nächste Woche gehen, die für ihn mit spielfreien Tagen beginnt. Für die erste Runde hat er ein Freilos.

© dpa-infocom, dpa:201017-99-982223/7

dpa