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Sportbuzzer Fabian Pellegrini: Derbyheld nach schlafloser Nacht
Sportbuzzer Fabian Pellegrini: Derbyheld nach schlafloser Nacht
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20:17 24.02.2019
Spektakulär: VfL-Keeper Fabian Pellegrini bot gegen Oranienburg eine starke Leistung. Quelle: foto: Robert Roeske
Potsdam

Die Vorbereitung auf die Partie war alles andere als optimal verlaufen, gestand Fabian Pellegrini, als der Held des Handball-Brandenburg-Derbys mit immer noch deutlich erhöhtem Adrenalinspiegel auf dem Parkett stand: „Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht“, sagte der Keeper des 1. VfL Potsdam. Nervosität vor dem Lokalduell der 3. Liga Nord beim Oranienburger HC? „Nein“, erwiderte der 22-Jährige und lächelte: „Bei meinem Auto ist ständig die Alarmanlage angesprungen.“

Trotz der schlaflosen Nacht: Der Schweizer Keeper im Potsdamer Trikot hatte sich beim 29:25 (13:11)-Derbysieg in der MBS-Arena in Oberhavel hellwach präsentiert und für einen der entscheidenden Unterschiede im Prestigeduell der beiden besten Brandenburger Handball-Vereine gesorgt. In der Tabelle liegt der OHC (25:19) nun einen Pluspunkt vor Potsdam (24:18), das eine Partie weniger absolviert hat. Nach zwei Niederlagen in Folge war der VfL mit einer ordentlichen Portion Dampf im Kessel angereist – die Erleichterung über den Sieg und die Freude über die Leistung entluden sich nach dem Abpfiff in Laola-Wellen mit den Fans und Jubelgesängen („Die Nummer eins im Land sind wir“).

Die Nummer eins im Potsdamer Tor an diesem Abend hatte immer wieder im Brennpunkt gestanden. „Er war wirklich sehr stark“, lobte VfL-Trainer Daniel Deutsch, „die Partie war auch ein Torhüterduell, Fabian hat 16 Bälle gehalten, das sagt alles.“ 40 Prozent der Würfe auf das Tor der Adler hatte der Ex-Junioren-Nationalspieler der Schweiz abgewehrt – ein Topwert, der dafür sorgte, dass der VfL über weite Strecken der Partie geführt hatte. „Ab 30 Prozent gehaltene Bälle ist es eine gute Bilanz“, sagt Pellegrini, der im Sommer 2017 nach Potsdam gekommen war und seit dem Abschied von Angelo Grunz zum Zweitligisten Wilhelmshaven seit einigen Wochen mit Jan Jochens das Torhüter-Duo bildet.

Der OHC konnte den Rückstand zwar in der ausverkauften Arena (965 Zuschauer) mehrfach auf einen Treffer verkürzen, musste die Potsdamer Vertretung aber nach dem Seitenwechsel deutlicher enteilen lassen. In der 38. Minute (14:18) lagen vier Treffer Differenz zwischen beiden Teams. Oranienburg gelang es nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Zwei weitere Ursachen neben der starken Torhüterleistung für den zweiten Derbysieg in dieser Saison für den VfL, auch das Hinrundenduell im Oktober hatte der Club gewonnen (30:26): Die enorme Effizienz im Torabschluss – während der Gegner aus Oberhavel in besten Positionen an Pellegrini und am Torgebälk scheiterte – sowie der Wille, diese Partie zu gewinnen.

„Sie haben es mehr gewollt“, räumte OHC-Trainer Christian Pahl anschließend ein, „wir konnten uns in das Spiel nie richtig reinarbeiten und reinkämpfen. Immer wenn es die Konstellation gab, dass wir auf zwei Tore herankommen konnten, haben wir klarste Bälle verworfen.“ VfL-Trainer Daniel Deutsch dagegen konnte bilanzieren: „Bei uns hat extrem viel geklappt. Ich bin zufrieden, dass wir gewonnen haben und überglücklich, wie die Mannschaft agiert hat.“

Fabian Pellegrini, der parallel zu seiner Handball-Laufbahn Informatik an der Fachhochschule in Brandenburg studiert, hatte den fehlenden Schlaf dann später nachgeholt. „Irgendwann kommt dann nach so einem Spiel die Müdigkeit, weil es viel Energie kostet. Wir haben noch ein bisschen gefeiert, aber es ist nicht sehr spät geworden. Ich habe richtig ausgeschlafen und bin dann am Sonntag nach dem Sieg mit einem guten Gefühl aufgewacht“, gab der Keeper am Tag danach zu Protokoll.

Von Lars Sittig

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