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Sportbuzzer Familienangelegenheit KSV Sperenberg
Sportbuzzer Familienangelegenheit KSV Sperenberg
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00:22 30.07.2018
Mike Mählis gehört seit Langem zu den treuen Seelen des KSV Sperenberg. Quelle: foto: Lars Sittig
Sperenberg

Die Antwort, die André Koesler auf die Frage gibt, was man beim KSV Sperenberg an Mike Mählis besonders schätzt, wird schnell zu einer Mischung aus Lobeshymne, Monolog und Danksagung. „Er ist ein sehr angenehmer Abteilungsleiter, mit dem es nie Querelen gibt und der sich selbstständig um die Tischtennis-Sektion kümmert“, sagt der Vereinschef des KSV 1990, „aber der trotzdem immer auch den gesamten Verein im Auge hat. Man kann immer auf ihn bauen. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben.“

Mike Mählis, 52 Jahre alt, will von Lob nichts hören, wie so viele treue Seelen der Sportvereine, die im Hintergrund arbeiten und am Anfang der ehrenamtlichen Wertschöpfungskette stehen. „Der Sport macht mir Spaß und auch, im Verein mitzuhelfen. Es ist wichtig, Möglichkeiten zu schaffen, das Sport getrieben werden kann“, sagt Mählis.

Das stetige Erstarken der KSV-Tischtennis-Fraktion ist auch sein Verdienst: Neben einem breiten Unterbau verfügt der Verein mit der ersten Männermannschaft, die sich in der Verbandsliga etabliert hat, über das Flaggschiff in der Region. Mählis trainiert neben der organisatorischen Arbeit auch eine Nachwuchsmannschaft und kümmert sich um das nötige Interieur und Zuschüsse.

Aber nicht nur innerbetrieblich, auch über die Grenzen des Vereines hinaus prägt Mählis seit langem den Tischtennissport in der Region. Regelmäßig zeichnet er für Turniere und Meisterschaften beim KSV verantwortlich. „Klar ist das viel Arbeit und manchmal kommt man an der Belastungsgrenze an“, sagt Mählis, „aber wenn man sieht, wie viel Freude die Kinder beim Sport haben, dann ist das Lohn genug. Wenn ich am Sonntagabend nach Hause komme und das Gefühl habe, etwas Gutes mit auf die Beine gestellt zu haben, ist das ein tolles Gefühl.“

Begonnen hatte alles 1978, als Mählis in seinem Heimatort in die Betriebssportgemeinschaft Motor eintritt. „Ich bin Schritt für Schritt reingewachsen“, erinnert sich Mählis, der bereits vier Jahre vor der politischen Wende 1990 seinen Trainerschein erwarb. Der Name Motor verschwand aus dem Vereinsnamen, die BSG verschmolz mit der SG Kummersdorf/Fernneuendorf zum Kummersdorfer Sport-Verein, aber ein anderer Motor blieb: Mählis, wenn man so will eine Art Dauer-Antrieb hinter den Kulissen. Parallel zum Vereins-Engagement gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Tischtennis-Kreis-Fachverbandes Teltow-Fläming, als im Zuge der Reformen auch ein neuer regionaler Verbund installiert werden musste. Seit Mitte der 1990er-Jahre steht er der Abteilung beim KSV vor und ist auch Jugendwart des Kreises – ohne Unterbrechung.

Einer der Gründe für die langanhaltende Symbiose: Der KSV ist eine Familienangelegenheit, auch Frau Heike und Tochter Lea spielen Tischtennis. „Wir haben uns über den Tischtennissport kennengelernt, deshalb hat man dann natürlich Verständnis für das Hobby“, sagt Heike Mählis, „ich helfe auch selber mit, wenn ich gebraucht werden. Beispielsweise, wenn bei Kreisentscheiden oder Sportkinderspielen die Verpflegung für die Teilnehmer organisiert werden muss.“

Auch auf sportlicher Ebene ist Mike Mählis seit langem eine feste Größe im Verein: In der kommenden Saison wird der Rechtshänder wieder in der ersten Männermannschaft mitspielen und mit seinen Teamkameraden in der höchsten Spielklasse des Landes Brandenburg antreten. „Ich freue mich sehr darauf, das ist eine große sportliche Herausforderung“, sagt Mählis, der dann in gewisser Weise auch die Früchte der eigenen Arbeit erntet, denn der Höhenflug der ersten Männermannschaft ist auch sein Verdienst.

Von Lars Sittig

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