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Sportbuzzer Christine Beier fiebert mit dem deutschen Team mit
Sportbuzzer Christine Beier fiebert mit dem deutschen Team mit
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17:42 28.11.2018
Christine Beier (M.) in der Handball-Bundesliga in Aktion. Foto: Hendrik Schmidt/dpa Quelle: picture alliance / dpa
Potsdam

Natürlich wird sie die Partien im Fernsehen anschauen, mitfiebern, wenn die Auftritte der deutschen Auswahl bei der Handball-Europameisterschaft in Frankreich übertragen werden. „Die Bundesliga verfolge ich ehrlich gesagt nicht mehr so genau, aber Länderspiele schaue ich mir immer noch mit großem Interesse an“, sagt Christine Beier (34), seit 2013 Nationalspielerin a. D. Am Donnerstag wird die kontinentale Meisterschaft mit der Partie Frankreich gegen Russland eröffnet (Start: 21 Uhr). Das deutsche Team bestreitet seine Auftaktpartie am 1. Dezember gegen Norwegen (15 Uhr).

Christine Beier kennt das Gefühl, mit der Hymne im Ohr und dem Adler auf der Brust bei ganz großen Meisterschaften auf dem Spielfeld zu stehen, ganz genau: Drei große Turniere bestritt die gebürtige Kyritzerin mit der deutschen Auswahl: 2009 und 2013 trat die Rückraumspielerin im DHB-Trikot bei den Weltmeisterschaften in China und Serbien an, 2012 stand Christine Beier im Kader des deutschen Teams, das bei der Europameisterschaft startete (ebenfalls in Serbien).

Begegnungen mit anderen Nationen

Die Bilanz: Drei siebente Plätze und eine Menge schöne Erinnerungen. „Die Teilnahmen an den Turnieren waren natürlich ganz besondere Höhepunkte in meiner Laufbahn. Es waren nicht nur die Spiele, sondern auch die Begegnungen mit den Mannschaften anderer Nationen. Man konnte da gerade von den Topspielerinnen viel lernen.“

Das aktuelle deutsche Team trifft in der Gruppe D auf Norwegen, Rumänien und Tschechien – drei Teams erreichen die Hauptrunde. „Die Mannschaft hat viel Potenzial. Wenn die Spielerinnen unbekümmert auftreten, kann das Team weit kommen. Es stehen viele junge Spielerinnen im Kader. Ich kenne ehrlich gesagt kaum noch eine Spielerin persönlich.“

Viele Jahre in der ersten Bundesliga

Für Christine Beier ist jedoch das Kapitel Leistungssport seit 2016 beendet: Zuletzt spielte die Rückraumspielerin bei den Füchsen Berlin. Begonnen hatte die Laufbahn in den Jugendabteilungen des MTV Wünsdorf und des SV Lok Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming), danach folgten die Stationen SV Berliner VG (2003 bis 2007), Frankfurter HC (2007 bis 2013) und Füchse Berlin (2013 bis 2016).

Nach vielen Jahren in der ersten Bundesliga zog Christine Beier 2016 einen Schlussstrich. „Der Körper hätte noch mitgemacht, aber ich wollte aufhören, wenn es noch Spaß macht. Außerdem wollte ich mehr Zeit für die Familie haben und dann wurde es Zeit, die berufliche Laufbahn hundertprozentig in Angriff zu nehmen. Es war kaum möglich, Training und Beruf zu koordinieren“, sagt die 34-Jährige, die Sport- und Bildungswissenschaften studierte und später ein Polizeistudium absolvierte.

Neue Laufwege

Inzwischen arbeitet Christine Beier bei der Polizei in Berlin, befindet sich derzeit aber in der Elternzeit: Vor fünf Monaten brachte sie ihr erstes Kind zur Welt.

Nun warten ganz andere Aufgaben, ein anderer Alltag auf Christine Beier: Windeln wechseln statt Trainingseinheiten, die ersten Schritte üben mit Töchterchen Maja, statt Laufwege auf dem Parkett einzustudieren. „Das ist natürlich auch eine große Herausforderung“, sagt sie schmunzelnd. Und natürlich haben auch die Partien des deutschen Teams bei der Europameisterschaft eine festen Platz im Tagesprogramm.

Von Lars Sittig

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