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Sportbuzzer „In diesem Jahr ist die Ausrichtung echt kritisch“
Sportbuzzer „In diesem Jahr ist die Ausrichtung echt kritisch“
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18:56 27.06.2019
Der Albert-Wuthe-Gedenklauf wird am Samstag erneut ausgetragen: Für die Organisatoren gibt es bei der 13. Auflage besonders viel zu tun. Quelle: foto: privat
Lüdersdorf

Den Wetterbericht haben sie derzeit ganz genau im Blick in Lüdersdorf, die meteorologischen Entwicklungen über dem Landkreis Teltow-Fläming, die am Wochenende eine entscheidende Rolle beim Albert-Wuthe-Gedenklauf werden. „Klar verfolgen wir das ganz genau. Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass wir den Lauf aufgrund des Wetters oder Waldbränden absagen müssen“, sagt Michael Ribbecke, der Sprecher des ausrichtenden Vereins SV Borussia Lüdersdorf, „am Donnerstagabend wollten wir noch einmal beraten, aber ich gehe davon aus, dass gelaufen wird.“

Allerdings unter erschwerten Bedingungen wegen der Hitzewelle – sportlich und auch im logistischen Bereich. Die Folgen des Klimawandels, die Konsequenzen der Dürreperioden, machen auch vor den Laufveranstaltungen und der 13. Auflage des Lüdersdorfer Wettkampfes (Strecken und Disziplinen siehe Infokasten) nicht halt.Zwar liegen die Temperaturen beim Start um 10 Uhr mit rund 20 Grad noch im grünen Bereich, gegen Mittag klettert das Thermometer aber bereits Richtung 30 Grad-Marke. Auch die Trockenheit setzt den Organisatoren des Wettkampfes, der zum EMB-Cup, der Volkslaufserie des Landkreises gehört, zu. „In diesem Jahr ist es wirklich kritisch“, sagt Michael Ribbecke, „es muss beispielsweise auch eine separate Einweisung und Belehrung der Streckenposten mit Blick auf die Gefahren eines Waldbrandes und der Waldbrandvorsorge geben. Während der Veranstaltung muss genau aufgepasst werden.“

Eine Temperatur-Obergrenze, bei der nicht mehr gelaufen werden darf, gibt es nicht. „Es gibt da keine explizite Zahl“, sagt Brandenburgs Laufwart Thomas Lenk, „sondern nur die Empfehlung, in den Monaten Juni, Juli und August vor 10 Uhr und nach 17 Uhr zulaufen.“ Auch Thomas Lenk hat eine deutlich spürbare Verschärfung der äußeren Bedingungen ausgemacht. „Läufe, die früher bei 20 Grad und Regen stattfanden, werden jetzt bei 30 Grad in der Sonne absolviert“, sagt der langjährige Vorsitzende der LLG Luckenwalde.

Wie bereits in der Vergangenheit stemmen sie in der 500-Einwohner-Gemeinde, einem Ortsteil der Stadt Trebbin, gemeinsam die Organisation des Laufes. „Wir sind ein kleiner Verein“, sagt Michael Ribbecke, „wir würden das alleine gar nicht schaffen.“ Die Borussia kooperiert bei der Ausrichtung – Veranstalter ist „Sachselauf“ – mit der Organisationscrew des EMB-Cup, den Helfern der Dorfgemeinschaft, dem Deutschen Roten Kreuz (stellt den Sanitätsdienst) und der Freiwilligen Feuerwehr – angesichts der Waldbrandproblematik ein zusätzlich wichtiger Partner. 600 Pappbecher müssen mit rund 150 Liter Trinkwasser für die Läufer gefüllt werden.

Auch sonst wird einiges in Sachen Flüssigkeitshaushalt unternommen: Es gibt eine Gartendusche und drei Wasserstellen auf der Strecke, die durch die leicht hügelige Landschaft rund um das Dorf führt. Felder, Wiesen, ein Areal mit Windrädern und Wald. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Starter beim Gedenklauf für Albert-Wuthe, einen emsigen Dorfchronisten und Heimatforscher, der 1984 verstorben war, bei rund 150 Athleten. „Bisher gab es bereits mehr als 60 Anmeldungen“, berichtete Ribbecke gestern Mittag.

Nach dem Lauf wird es eine Siegerehrung der Altersklassen (in Fünfjahres-Schritten) geben, danach wollen sie gemeinsam feiern im Herzen des Landkreises „T-F“: Das Dorffest steht auf dem Programm – bei der Party will der Sportverein Borussia den Besuchern die Sektion „Aikido“ vorstellen und eine Trainingseinheit präsentieren. Zuvor aber wird gemeinsam der Lauf ausgerichtet. Auf einige Streckenposten wartet dabei ein zusätzliches Hindernis: Mücken. „Das Spray sollte auf keinen Fall vergessen werden“, sagt Michael Ribbecke.

Von Lars Sittig

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