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Sportbuzzer Sprinter Timo Haseleu freut sich auf Finals in Berlin
Sportbuzzer Sprinter Timo Haseleu freut sich auf Finals in Berlin
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19:20 14.07.2019
Timo Haseleu vom KC Potsdam prescht im Kajak-Einer über das Wasser. Quelle: foto: RONALD VERCH
Kienbaum

Timo Haseleu ist nicht nur im Wasser in seinem schmalen Kajak schnell unterwegs. Auch an Land kommt er mit seinem Elektroroller flink um die Ecke gebraust und hat den Weg vom Krafttraining an die Kanu-Strecke am Liebenberger See im Sportzentrum Kienbaum (Oder-Spree) in Windeseile zurückgelegt. „Der Roller ist ganz praktisch“, findet Haseleu. Der 25-Jährige vom KC Potsdam im OSC bereitet sich derzeit mit der deutschen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaften Ende August in Szeged/Ungarn vor. Zuvor, am ersten August-Wochenende, stehen im Rahmen der „Finals 2019“ in Berlin noch die Deutschen Meisterschaften im Sprint an, wo sich die Kanu-Asse auf einer extra auf der Spree angelegten 160 Meter langen Strecke direkt vor der East Side Gallery an der Warschauer Brücke in K.o.-Duellen Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau messen werden.

Ein Spektakel für Zuschauer und Aktive

„Das wird ein Spektakel für die Zuschauer, aber auch für uns Aktive.

Timo Haseleu düst mit dem E-Roller durch das Sportzentrum in Kienbaum. Quelle: Peter Stein

Da kommen ganz sicher viele aus meinem Familien- und Bekanntenkreis. Wann kann man sich schon mal so vor der Haustür in Berlin präsentieren“, meint Haseleu, der ein Spezialist für solch kurze Distanzen ist und beim Potsdamer Kanalsprint schon Erfahrungen sammeln konnte. „Allerdings ist das flache Wasser im Potsdamer Stadtkanal noch schwieriger zu paddeln, außerdem sind die Wellen durch die Mauern links und rechts viel größer“, sagt Haseleu, der hofft, seinem Ziehvater Ronald Rauhe bei den DM-Sprints durch eine glückliche Auslosung möglichst lange aus dem Weg gehen zu können. „Das wäre für mich schon ein Traumfinale, gegen Ronny fahren zu können.“ Der Potsdamer Oldie hatte vor drei Jahren in Rio in einem dramatischen Finale immerhin Olympia-Bronze über 200 Meter im K1 ersprintet.

Am Hohenzollernkanal begann alles

Rauhe war immer der Maßstab für Haseleu, der mit zehn Jahren zum Kanurennsport kam. „Eigentlich wollte ich damals in den Schulferien mit einem Kumpel nur Schwimmen gehen im Hohenzollernkanal, wo meine Eltern einen Garten hatten. Aber dann sagte man uns, das sei nur für Mitglieder des dort ansässigen Kanuvereins möglich. Also sind wir zu den Kanuten gegangen. Das hat von Anfang an Spaß gemacht. Die Gemeinschaft unter den Sportlern hat mir gefallen.“ Danach kam Haseleu an die Heinrich-Böll-Oberschule in Berlin-Spandau, die über sportbetonte Angebote wie Kanu verfügte. Sein Sportlehrer und Trainer war Lutz Rauhe, der Vater von Ronny Rauhe.

Große Konkurrenz im Verein

Nachdem Haseleu seine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann beendet hatte, wechselte er 2014 zum KC Potsdam. Hier konnte er nun tagtäglich mit seinem Vorbild Ronny Rauhe trainieren. Nach einigen Erfolgen bei Junioren- und U23-Weltmeisterschaften nahm Haseleu 2017 an seiner ersten WM in der Männer-Elite teil und wurde im K2 über 200 Meter gemeinsam mit Rauhe Sechster. Im Vorjahr musste Haseleu wegen einer Verletzung am linken Handgelenk auf die WM verzichten. Auf welchen Strecken er im August bei der WM in Szeged eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Zuletzt bei den Europaspielen in Minsk wurde er Elfter im K1 über 200 Meter.

National und sogar im Verein sei die Konkurrenz sehr groß. Neben Rauhe gibt es noch die Neuzugänge Felix Frank und Max Lemke. „Wir pushen uns gegenseitig, das ist okay“, findet Haseleu, dessen Freundin Carola Schmidt ebenfalls Kanutin und gerade von Karlsruhe nach Potsdam gewechselt ist. Er weiß: „Im Kanu-Sprint muss alles perfekt klappen. Wenn du den Start verpasst, hast du keine Chance mehr.“

Der E-Roller fahrende Kanute ist übrigens auch von Berufs wegen schnell wie die Feuerwehr – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Haseleu lässt sich auf der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt zum Brandmeister ausbilden.

Von Peter Stein

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