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Sportbuzzer Kajak-Vierer feiern Weltcup-Siege
Sportbuzzer Kajak-Vierer feiern Weltcup-Siege
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18:28 02.06.2019
Sabrina Hering-Pradler (Hannover), Franziska John (Potsdam), Caroline Arft (Essen), Tina Dietze (Leipzig/v.l.)) siegen im Kajak-Vierer über 500 Meter beim Weltcup in Duisburg. Quelle: Foto: Ute Freise
Duisburg

Franziska John kann auch gewinnen“, kokettierte die erfolgsverwöhnte Kanutin am Sonntag ein wenig und spielte auf ihren neuen Namen (ehemals Weber) nach der Hochzeit im Herbst vergangenen Jahres an. Die Olympiasiegerin vom KC Potsdam im OSC saß im siegreichen Kajak-Vierer der deutschen Damen über 500 Meter beim Weltcup in Duisburg und riss im Ziel jubelnd den Arm hoch.

Eine Woche zuvor beim Weltcup in Poznan/Polen hatte es nur zu Platz vier gereicht. „Diesmal sind wir nicht eingegangen wie eine Primel. Wir konnten nach dem guten Start unseren Rhythmus halten und haben das Rennen endlich mal von Anfang bis Ende durchgezogen“, berichtete die 30-Jährige. „Wir wussten ja, dass wir gut trainiert hatten. Aber wir haben es bisher nicht auf die Reihe bekommen. Nun hat es funktioniert. Das gibt natürlich viel Selbstvertrauen für die Saison.“

Premierensieg im Mixed

Zumal Franziska John gleich noch einmal am Siegersteg anlegte. In der neuen Disziplin Mixed-Kajak-Zweier über 200 Meter triumphierte sie mit dem Essener Max Rendschmidt. „Wir Frauen sind total begeistert von dieser neuen Startmöglichkeit. Wir mussten nur einen passenden Mann finden. Und mit Max hatte ich den weltbesten Schlagmann in meinem Boot. Das hat prima geklappt.“

Denn Rendschmidt führte neben dem Kajak-Zweier über 500 Meter mit Max Lemke (Mannheim) auch den Kajak-Vierer der Herren über 500 Meter wie schon in Poznan erneut zum Sieg. In dem Boot sitzen außerdem der Potsdamer Routinier Ronald Rauhe, Tom Liebscher (Dresden) und Lemke. „Das war nur der erste Schritt in Richtung WM“, meinte Rauhe nach dem Rennen, wohlwissend, dass die Saison bis zu den Weltmeisterschaften Ende August in Szeged/Ungarn noch lang ist. Erst einmal stehen Ende Juni die Europaspiele in Minsk/Weißrussland an.

Brendel verpasst das Podest

Während sich das Weltmeisterboot mit Rauhe also weiter in guter Frühform befindet, ringt sein Potsdamer Vereinsgefährte Sebastian Brendel noch um seine. Wie in Poznan musste sich der Dreifach-Olympiasieger in Duisburg auf seiner Paradestrecke, dem Canadier-Einer über 1000 Meter, mit dem vierten Platz begnügen. „Ich wollte schon eine Medaille holen. Das hat leider nicht geklappt. Der Saisoneinstieg war solide, ich weiß, dass noch mehr geht. Denn ich habe im Winter sehr gut trainieren können.“

Immerhin setzte sich Brendel im internen deutschen Duell gegen den Berliner Conrad Scheibner durch, der ihn bei der nationalen Qualifikation vor ein paar Wochen überraschend einmal distanziert hatte. „Vielleicht habe ich mir danach zu sehr Druck gemacht. Ich denke, jetzt kann ich vom Kopf her wieder befreiter fahren, weil ich die Qualifikation für die Europa-Spiele und die WM geschafft habe“, sagte der 31-Jährige. „Ich bin keine Maschine.“ Zumal sich Brendel nun wieder ganz auf den Einer konzentrieren kann. Denn im C2 über 1000 Meter verlor er mit Jan Vandrey als Weltcup-Vierter wie schon in Poznan das direkte Duell gegen die Weltmeister Yul Oeltze (Magdeburg) und Peter Kretschmer (Leipzig), die diesmal Zweite wurden.

Von Peter Stein

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