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Sportbuzzer Doppel-Weltmeister Brendel obenauf
Sportbuzzer Doppel-Weltmeister Brendel obenauf
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18:32 26.08.2018
Martin Fuksa (l.) und Isaquias dos Santos (r.) lassen Weltmeister Sebastian Brendel hoch leben. Quelle: foto: Ute Freise
Montemor-o-Velho

Montemor-o-Velho ist eine hübsche Kleinstadt in Portugal, die von einer mittelalterlichen Schlossanlage gekrönt wird. Am Wochenende hielt auf dem künstlichen Wasserbecken bei den Weltmeisterschaften der König der Kanuten Hof: Sebastian Brendel. Der dreimalige Olympiasieger vom KC Potsdam wurde zum vierten Mal in Folge Weltmeister über die olympischen 1000 Meter im Einer-Canadier. Für einen wie Brendel sozusagen die Königsdisziplin. Nachdem er sich am Freitag über die nichtolympischen 500 Meter noch dem Brasilianer Isaquias dos Santos geschlagen geben musste, landete der 30-Jährige am Samstag über die doppelte Distanz einen Start-Ziel-Sieg vor dem Tschechen Martin Fuksa, der Brendel bei der EM noch geschlagen hatte, und dos Santos.

Mit einer für Brendel eher ungewöhnlichen Taktik dominierte er das Feld von Anbeginn. „Es hat alles geklappt. Ich habe versucht, das Feld von Beginn an zu kontrollieren, konnte zwischendurch sogar etwas runterschalten mit dem Wissen, die beiden im Endspurt auf Distanz halten zu können. Ich bin stolz, diesen Titel nun zum vierten Mal in Folge gewonnen zu haben“, meinte der seit 2014 auf dieser Strecke bei Weltmeisterschaften ungeschlagene Champion zu seinem erneuten Titel-Coup.

Kajak-Vierer der Männer holt Gold über 500 und 1000 Meter

Brendel lobte die fairen Bedingungen bei nahezu Windstille. Als Linkspaddler hatte er den Rechtswind vom Atlantik gefürchtet. Dieser blieb zu seinem Glück aus.

Sein insgesamt zehntes WM-Gold fuhr Brendel am Sonntag über 5000 Meter im Einer-Canadier ein und unterstrich zwei Jahre vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio erneut eindrucksvoll seine Vormachtstellung.

Völlig überraschend kam hingegen die Goldfahrt des Kajak-Vierers der Herren über 1000 Meter mit Tamas Gecsö (Potsdam), Jacob Schopf (Berlin), Jakob Thordsen (Hannover) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen). Das junge Quartett stürmte mit der Brendel-Taktik, also einem Start-Ziel-Sieg, vor der Slowakei und Spanien zum Sieg. „Anders als bei der EM konnten wir diesmal ganz ohne Druck ins Rennen gehen. Wir hatten sehr gut trainiert und wollten zeigen, dass wir es besser können als bei der EM“, bilanzierte Tamas Gecsö. Für den 21-jährigen, gebürtigen Ungarn, der seit einigen Jahren in Potsdam lebt und trainiert, war es der erste große internationale Sieg.

Dagegen ist die Erfolgskette von Ronald Rauhe schier endlos. Der 36-Jährige wurde mit dem Kajak-Vierer über die olympischen 500 Meter am Sonntag erneut Weltmeister. Es war das 15. WM-Gold für den Potsdamer, der erfolgreichster deutscher WM-Medaillensammler der Geschichte bei den Kanu-Männern ist. „Wir wollten uns für die knappe EM-Niederlage gegen die Spanier revanchieren, das ist uns gelungen.Wir wussten, wo die Spanier mit ihrem Endspurt anfangen, daher wollten wir eher beginnen“, sagte Rauhe verschmitzt, der 2020 seine sechsten Olympischen Spiele anstrebt.

Vandrey verpasst Medaille

Die weiteren WM-Titel für Deutschland holten: Max Hoff/Marcus Gross (Essen/Berlin) im Kajak-Zweier über 1000 Meter; Yul Oeltze/Peter Kretschmer (Magdeburg/Leipzig) im Canadier-Zweier über 1000 Meter.

Annika Loske (Potsdam) gewann Silber im Einer-Canadier über 5000 Meter, über 500 Meter wurde sie Zehnte.

Der Canadier-Vierer über 500 Meter mit Jan Vandrey (Potsdam) belegte Platz vier.

Der Kajak-Vierer bei den Frauen mit den Potsdamerinnen Franziska Weber und Conny Waßmuth wurde über 500 Meter Fünfter.

Stefan Kiraj wurde Fünfter im Canadier-Einer über 200 Meter.

Von Peter Stein

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