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Sportbuzzer LHC-Torhüter Jan Vogt wechselt zu Zweitligist
Sportbuzzer LHC-Torhüter Jan Vogt wechselt zu Zweitligist
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00:41 07.05.2018
Jan Vogt war drei Jahre lang ein sicherer Rückhalt des Ludwigsfelder HC, in der kommenden Saison spielt der Torhüter beim HC Elbflorenz. Quelle: foto: Julius Frick
Ludwigsfelde

Ein ungewohnter emotionaler Zwischenton wird sich einschleichen heute Abend in der Stadtsporthalle, da hat Jan Vogt keine Zweifel. „Es wird ein komisches Gefühl sein, im Tor zu stehen, weil es mein letztes Heimspiel ist. Aber ich freue mich sehr, nochmal vor den unglaublichen Fans und in dieser Stimmung in der Halle aufzulaufen“, sagt der Torhüter des Ludwigsfelder Handball-Clubs vor der Partie in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree gegen den Grünheider SV (Start: 18 Uhr), „und ich werde das letzte Heimspiel in vollen Zügen genießen und hoffentlich einen versöhnlichen Abschied feiern.“ Es ist der vorletzte Einsatz im LHC-Trikot für den 24 Jahre alten Schlussmann, danach folgt noch das Saisonfinale am 12. Mai beim HSV Insel Usedom.

In der kommenden Saison spielt Vogt dann beim Zweitligisten HC Elbflorenz Dresden – und steht dort vor einem unglaublichen sportlichen Abenteuer. „Ich sehe das als eine riesige Chance und freue mich sehr auf die neue sportliche Herausforderung.“ Beim Wechsel in die sächsische Metropole halfen der berühmte Zufall, Glück und das nötige Können: „Ich hatte aus der Region ein Angebot erhalten. Daraufhin ist der HC Elbflorenz auf mich aufmerksam geworden“, berichtet Vogt, „über einen guten alten Handballfreund, der dort seit der vergangenen Saison spielt, ist der Kontakt entstanden. Durch ein erfolgreiches Probetraining habe ich mich beweisen können und letztendlich ein Vertragsangebot von Dresden erhalten.“

Vogt ist als Keeper für das Profiteam, das in der zweiten Bundesliga nach dem Aufstieg auf Platz 13 liegt und die zweite Mannschaft vorgesehen. Das Reserveteam liegt in der attraktiven Mitteldeutschen Oberliga vor dem letzten Spieltag auf Rang sieben. Beim HCE hat der gebürtige Berliner vor allem die Möglichkeit, unter hochprofessionellen Bedingungen zu trainieren. „Ich hoffe, mich unter den exzellenten Bedingungen weiterzuentwickeln“, sagt er. Der Kontrakt gilt zunächst für zwei Jahre. Vogt: „Dazu habe ich dort die Möglichkeit, im Verein im Sportmarketing zu arbeiten, was perfekt zu meinem momentanen dualen Studium, welches ich zum Ende des Jahres mit dem Bachelor abschließe, passt. Außerdem ist es super mit dem Trainings -und Spielaufwand zu vereinbaren.“

Der HC Elbflorenz, dessen Zweitliga-Heimspiele in der laufenden Spielzeit im Durchschnitt mehr als 1700 Zuschauer verfolgten, gilt als schlafendes Schwergewicht, das demnächst auch in der ersten Bundesliga auftauchen könnte. Auch beim LHC respektiert man die ganz besondere Karrierechance für den Schlussmann. „Wir wollten Jan keine Steine in den Weg legen“, sagt LHC-Manager Sylvio Barth, „für ihn ist es eine ganz besondere Chance.“

Denn: Vogt bietet der Wechsel die wohl letzte Gelegenheit in seiner aktiven Laufbahn, noch einmal im Berufshandball anzugreifen, sich zumindest als Backup im Kader zu etablieren und auf eine Bühne zurückzukehren, die er vor drei Jahren verlassen hatte. Bei den Füchsen Berlin, seinem Ex-Verein, hatte er sogar einen Einsatz im internationalen EHF-Pokal absolviert: Der damals 21-Jährige wurde 2014 beim Gastspiel in Porto eingewechselt und stand etwa zwanzig Minuten auf dem Spielfeld.

Zuvor hatte Vogt beim TSV Rudow gespielt – dort ereilte ihn auf Vermittlung von Ex-LHC-Trainer Michael Jantzen, früher auch beim TSV, die Anfrage der Füchse, die einen Torwartersatz suchten. Beim Berliner Bundesligisten wurde der Torhüter als Ersatz für einen verletzten Torhüter als dritter Mann verpflichtet.

Vogt unterzeichnete einen Kontrakt für die zweite Mannschaft und kam vor allem in der dritten Liga zum Einsatz, rutschte aber bei Bedarf in den Bundesliga-Kader und trainiert viel mit den Profis des Erstligisten, einem Ensemble, zu dem beispielsweise auch Weltstars wie der Spanier Iker Romero gehörten. 2015 folgte dann der Wechsel zum LHC, nachdem man bei den Füchsen auf „Nachrücker aus dem eigenen starken Nachwuchs“ gesetzt hatte. In Ludwigsfelde zeigte sich Vogt drei Jahre lang als starker Rückhalt. So ganz aus den Augen verloren hatte er einen Wechsel zu einem Verein wie Dresden aber 2015 offenbar noch nicht: „Man muss realistisch sein, was den Handball betrifft. Es wäre aber schon ein Traum, vielleicht noch mal in der zweiten Liga zu spielen, aber ich muss mich jetzt erst mal auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren“, sagte er damals. Nun gibt es doch noch eine neue Chance.

Von Lars Sittig

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