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Sportbuzzer Großer Bahnhof für Freiwilligendienstler
Sportbuzzer Großer Bahnhof für Freiwilligendienstler
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19:09 06.11.2018
Alle auf einmal: Ehrung mit dem Freiwilligen-Pass im Brandenburger Landtag in Potsdam. Quelle: Foto: LSB
Potsdam

Der Plenarsaal, in dem normalerweise die Abgeordneten des Brandenburger Landtages debattieren, gehörte am Dienstag Nachmittag dem Sport – symbolisch denen, die mit ihrem Engagement dafür einstehen, dass insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen unterstützt wird. Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Britta Stark wurden 140 Teilnehmer der Freiwilligendienst-Projekte im Sport geladen und mit dem Freiwilligen-Pass des Landes Brandenburg geehrt. Dazu gab es noch je zwei Eintrittskarten für den Freizeitpark Tropical Islands in Halbe (Dahme-Spreewald).

Britta Stark würdigte vor allem das ehrenamtliche Wirken zum Wohle des Gemeinwesens. „Ihr habt mit eurer Arbeit unser Land Brandenburg ein kleines bisschen besser gemacht“, dankte sie den jungen Frauen und Männern, die im Bundesfreiwilligendienst, im Bundesfreiwilligendienst mit Fluchtbezug, im Europäischen Freiwilligendienst sowie im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport tätig waren und sind. Die MAZ hat fünf von ihnen getroffen und stellt sie mit ihren Projekten kurz vor.

Juliette Bonnet (20 Jahre) aus Schulzendorf

Juliette Bonnet Quelle: Peter Stein

absolvierte ein FSJ beim HSV Wildau: „Mir hat der Umgang mit den Kindern in meinem Handballverein, in dem ich vorher auch selbst gespielt hatte, sehr viel Spaß gemacht. Ich beginne im Februar eine Ausbildung zur Erzieherin, werde aber ehrenamtlich als Trainerin weitermachen. Ich betreue die männliche Jugend C2-Mannschaft. Das FSJ hat mir sehr geholfen, selbstständiger zu werden. Vor allem habe ich gelernt, wie man eine Trainingsstunde richtig vorbereitet und leitet.“

Hans Henning Maßwig (20)

Hans Henning Maßwig Quelle: Peter Stein

aus Treuenbrietzen absolvierte den Bundesfreiwilligendienst bei der Brandenburgischen Sportjugend: „Ich war im Projekt Streetsport eingebunden, habe zum Beispiel Kurse für Inlineskaten abgehalten. Da habe ich nicht nur das ganze Land kennengelernt, sondern auch viele neue Freunde fürs Leben gefunden. Es war sehr bereichernd und war eine wichtige Schule für alle Lebenslagen. Ich bin selbstständiger geworden. Ursprünglich wollte ich ja auf Lehramt studieren, nun studiere ich Sportmanagement an der Europäischen Sportakademie. Der Freiwilligendienst hat mir also den Weg zum Studium geebnet.“

Katharina Liv Fontani (16)

Katharina Liv Fontani Quelle: Peter Stein

aus Caputh hat am 1. Oktober ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Brandenburgischen Sportjugend begonnen: „Ich wollte mich nach dem Abschluss der 10. Klasse beruflich orientieren. Da ich beim Caputher SV Fußball spiele, habe ich mir den Sport ausgesucht. Ich bin im Projekt Integration durch Sport tätig, habe dadurch viel mit Flüchtlingen zu tun. Ich helfe, Streetsoccer-Turniere oder Workshops zu organisieren. Das macht sehr viel Spaß, man lernt unglaublich viele Leute aus vielen Nationalitäten kennen. Das wird eine spannende Zeit.“

Tim Gonschior (19)

Tim Gonschior Quelle: Peter Stein

aus Potsdam macht sein FSJ beim Stadtsportbund: „Ich möchte Sportwissenschaften studieren, habe aber noch keine konkreten Vorstellungen. Ich wollte nicht gleich wieder lernen, jetzt lerne ich lieber in der Praxis. Ich hatte mich beworben und wurde angenommen. Einmal in der Woche leite ich das Kinderturnen in der MBS-Arena, ansonsten habe ich mit fast allen Vereinen in Potsdam zu tun. Außerdem absolvieren wir ja Seminartage, die sehr interessant sind. Auch beim Intersport-Olympia-Lauf habe ich gleich in der Organisation mitgeholfen.“

Sebastian Kroll (19)

Sebastian Kroll Quelle: Peter Stein

aus Rathenow absolviert sein FSJ bei den Red Eagles Rathenow, einem Basketballverein. „Ich möchte Sportlehrer werden, habe nicht sofort einen Studienplatz bekommen. So überbrücke ich die Wartesemester sinnvoll. Ich trainiere selbst in der Taekwondo-Schule. Nun übe ich an mehreren Schulen mit den Kids Basketball. Das geht in der U6 los und bis zwölf Jahre. Ich bin mir sicher, so kann ich mich noch besser auf den Beruf als Sportlehrer vorbereiten. Auf jeden Fall merke ich, dass mir das Spaß macht.“

Von Peter Stein

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