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Sportbuzzer Lindemann erlebt Überraschung am Templiner See
Sportbuzzer Lindemann erlebt Überraschung am Templiner See
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18:00 21.07.2016
Laura Lindemann wurde von ihrer Trainingsgruppe würdig empfangen. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Die Sonne hatte sich am späten Mittwochabend bereits verabschiedet. Da gingen noch einmal die Scheinwerfer rund um die große Bühne an: Laura Lindemann kam direkt vom Flughafen zum Sommerfest der AOK Nordost. „Ich hatte ein paar Tage frei bekommen und war bei meinem Freund in Bonn“, erklärte die Triathletin aus Potsdam. Schon von weitem machte sie große Augen: Auf der Bühne wartete die Trainingsgruppe. Freundin Christin hielt eine Tafel in der Hand, auf der die Flugnummer des Tickets nach Rio zu den Olympischen Spielen steht – drumherum haben alle unterschrieben. „Wir sind alle glücklich, dich nun doch in Brasilien zu sehen“, sagte Christin. „Du bist das größte Vorbild für uns. Wir wissen, dass du das schaffst.“ Die Überraschung ist gelungen.

Jede Menge Aufs und Abs

Ein wahrer Mutmacher. Denn hinter Laura Lindemann liegen turbulente Tage. Nach der Nicht-Nominierung für Olympia, dem „Tiefpunkt“ (Lindemann), folgten zuletzt Tage der Hoffnung – inklusive Weltcup in Hamburg. „Das waren viele Aufs und Abs“, sagte die Sportlerin. „Ich dachte schon, es sei alles vorbei.“ Ihr Trainer Ron Schmidt bewundert, wie die 20-Jährige den Schock verdaute. „Wir waren ja im Trainingslager und haben gemeinsam auf einer Schaukel gesessen. Sie hat kurz in die Luft gestarrt, danach aber sofort den nächsten Gegner gesucht. Um mal in der Boxer-Sprache zu sprechen.“ Schmidt und Lindemann haben bis zuletzt gehofft. „Da gab es immer Hintergrundgeräusche. Die Nicht-Nominierung hat Riesenwellen geschlagen“, so Schmidt. Tatsächlich: „Am Dienstag habe ich erfahren, dass ich doch dabei bin. Wahnsinn“, jubelte Laura Lindemann.

Deshalb heißt es nun: Volle Konzentration auf Olympia. „Ich fahre noch eine Woche ins Trainingslager nach Kienbaum, dann geht es noch nach Mallorca.“ Der Flieger Richtung Zuckerhut hebt am 14. August ab. „Am 20. August ist mein Wettkampf. In erste Linie möchte ich Erfahrungen sammeln. Denn das große Ziel lautet: Medaille in Tokio in vier Jahren“, so Lindemann. „Mein persönliches Ziel in Brasilien ist eine Platzierung unter den besten Zehn. Ich freue mich auf das Olympische Dorf in Rio.“

Mit Bolt und Phelps im Olympischen Dorf

Das kann sie auch. „Das wird für Laura eine ganz neue Erfahrung“, weiß Schmidt, der schon 2008 gemeinsam mit Christian Prochnow bei Olympia war. „Bislang hatte Laura in Potsdam eine kleine Trainingsgruppe. Der Trainer hat alles organisiert. Jetzt wird es anders sein, in Brasilien“, so der Potsdamer Coach. „Laura wird plötzlich mit 100-Meter-Star Usain Bolt oder Schwimm-Ass Michael Phelps zusammen wohnen und essen. Dort gibt es andere Regeln. Zudem erleben wir am Ende noch die Abschlussfeier mit. Für Laura werden das tolle Eindrücke sein.“

Am Montag geht es aber erst einmal zum Einkleiden. Drei Taschen voller Olympia-Sachen wird Laura Lindemann bekommen. Platz für das Ticket der Teamkollegen wird es aber sicherlich noch geben.

Von Sebastian Morgner

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