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Dahme-Spreewald Rettungsschwimmer dringend gesucht
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09:51 08.07.2019
Muss rund um die Uhr überwacht werden: Die „Südsee“ im Tropical Islands. Quelle: Oliver Fischer
Dahme-Spreewald

Das Tropical Islands gilt als Wasser- und Badeparadies: Im Tropendom gibt es eine Lagune, es gibt einen Indoor-Strand mit mehreren Rutschentürmen, auf dem Außengelände sind inzwischen zwei weitere Becken, ein Wildwasser-Bach und eine Surf-Anlage angesiedelt. Alles 24 Stunden lang nutzbar. Der winzige Haken daran: Das alles muss abgesichert und überwacht werden. Rund 45 Rettungsschwimmer beschäftigt der Freizeitpark dafür – aber weil das Sicherheitskonzept angepasst wird, müssen jetzt noch einige hinzu kommen. Und die zu finden, ist nicht ganz einfach.

„Wir wollen das Konzept so optimieren, dass wir pro Rettungsschwimmer einen kleineren Bereich zu überwachen haben “, sagt Sprecherin Katja Benke. Dadurch werde das Risiko auf mehr Schultern verteilt, aber dafür seien auch mehr Kollegen nötig. Mindestens vier Rettungsschwimmer werden derzeit gesucht. „Wir fangen das derzeit mit anderen Kollegen oder mit Leiharbeitern auf, die entsprechend qualifiziert sind. Aber wir suchen dringend“, sagt Katja Benke.

Mitten in der Saison ist der Markt leer

Das Problem: Rettungsschwimmer sind ohnehin kaum auf dem Markt, und mitten in der Saison ist es noch schwerer, welche zu bekommen. Wie schwer, hat unter anderem schon Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (WsJ) leidvoll zu spüren bekommen. Im Juni musste Raue das städtische Schwimmbad sogar schließen, weil aus dem chronisch unterbesetzten Team eine Aushilfe nicht zum Dienst erschienen war. Der Rest konnte die Sicherheit für das Bad nicht mehr absichern.

Den ganzen Winter über habe man sich um neue Bäderfachangestellte bemüht, unzählige Personalgespräche geführt. Alle offenen Stellen konnten trotzdem nicht besetzt werden.

Beim Tropical Islands hatte man zuletzt auch unter anderem schon den ASB um Unterstützung gebeten, der mit ehrenamtlichen Kräften den Hölzernen See und einige umliegende Seen absichert. Aber auch dort winkte man ab. „Das sind völlig unterschiedliche Sachen, und wir können nur eines machen – entweder im Tropical Islands sein oder den Leuten helfen, die an den Dahme-Seen Urlaub machen“, sagt Ralf Glanthe von der Wasserrettung des ASB. Auch die Ehrenamtler haben inzwischen Probleme, genügend Interessierte zu gewinnen, um die Sicherheit an den Seen zu gewährleisten und sie womöglich auch an den Beruf des Schwimmmeisters heranzuführen.

Zahl der Ehrenamtler verringert sich stetig

Bei den Wasserwachten der DRK etwa habe sich die Zahl der einsatzfähigen Mitglieder in den vergangenen 30 Jahren von 400 auf rund 150 verringert, was die Betreuung der Badeseen schon schwierig mache, sagt Kreisleiter Lutz Müller. An manchen Seen habe man die ehrenamtliche Betreuung aus Personalgründen schon aufgegeben. Gleichzeitig sei die Jobsituation so gut, dass für ausgebildete Rettungsschwimmer kaum Bedarf besteht, sich nach einer Festanstellung in diesem Bereich umzuschauen. „Wir haben momentan nicht einen Rettungsschwimmer bei uns, der arbeitslos ist“, sagt Lutz Müller. In dieser Situation hätten es alle Bäder schwer.

Beim Tropical Islands hat man zudem noch besondere Anforderungen. Aufgrund des internationalen Publikums werden Kräfte gesucht, die nicht nur Leben retten, sondern auch andere Sprachen wie Polnisch, Englisch, Russisch oder Französisch sprechen können. Dafür müssten aber nicht alle Kräfte auch unbedingt Rettungsschwimmer sein, sagt Katja Benke. Wer etwa den Rutschturm oder an die Außenanlagen überwacht und dort für die Sicherheit sorgt, für den reicht auch eine Ersthelferausbildung.

Wenn allerdings gerade niemand zur Verfügung steht, der in einem bestimmten Bereich es Freizeitparks aufpassen kann, dann werde dieser Teil der Anlage eben vorübergehend für das Publikum geschlossen.

Von Oliver Fischer

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