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Dahme-Spreewald Das Ende der Bescheidenheit
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17:02 29.01.2014
Beschwörende Worte und vor allem der enge Zusammenhalt brachten Erfolg. Die Königs-Wusterhausener Basketballerinnen konnten Spitzenreiter SC Rist Wedel mit 64:63 besiegen. Quelle: Verein
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Königs Wusterhausen

Die Tabellenführung ist dem Team von der Unterelbe geblieben, die imposante Erfolgsserie aber fand ein überraschendes Ende. Das Team von der WSG 81 Königs Wusterhausen schlug dem Favoriten ein Schnippchen und gewann vor heimischen Kulisse mit 64:63.

Wirkte das Ergebnis auch wie ein Paukenschlag, so wurde in Königs Wusterhausen nicht gleich der Begriff Sensation strapaziert. Zwar hatten sich die WSG-Basketballerinnen als Außenseiter gesehen, betrachteten sich aber doch nicht als chancenlos. Wobei die Gastgeberinnen, auch bekannt als Lady Dragons, davon ausgingen, dass sie im bisherigen Saisonverlauf mitunter unter ihren Möglichkeiten geblieben waren und einige Spiele auch etwas unglücklich verloren gingen.
Nach dem Sieg über den Tabellenführer liegen die Königs-Wusterhausener Basketballerinnen nun mit sechs Punkten auf dem sechsten Platz. Der SC Rist Wedel hat als Spitzenreiter 18 Zähler auf dem Konto, wird aber unmittelbar von den Berlin Baskets bedrängt, die bisher 16Punkte holen konnten und dabei ein Spiel weniger ausgetragen haben als die norddeutsche Konkurrenz.

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Nicht nur, dass sich die Lady Dragons mit dem Spitzenreiter, der auch Kandidatinnen aus der Nachwuchs-Bundesliga einsetzen konnte, auf Augenhöhe trafen. Sie waren im ersten Viertel treffsicherer als in allen vorangegangenen Saisonspielen. Großen Anteil an der 22:17-Führung hatten Gina Löbig und Anne Wegner, die gemeinsam elf Punkte beisteuerten.

Bis zur 13. Minute wurde der Vorsprung auf sieben Zähler ausgebaut. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels gelangen den Gastgeberinnen aber nur noch drei Punkte. Folglich gerieten sie mit 31:34 in Rückstand. Doch das Selbstvertrauen nahm keinen Schaden, schien doch der Favorit nicht unangreifbar.

Allerdings gaben die Gäste auch zu Beginn der zweiten Halbzeit noch den Ton an. Von 31:42 konnten Gina Löbig und Anne Wegner ihr Team wieder auf 39:44 heran bringen, und bei 49:52 schien die Ausgangslage vor dem vierten Viertel offen. Für das WSG-Team erzielte Michelle Herfurth auch gleich einen Drei-Punkte-Treffer. Als aber die letzte Spielminute anbrach, lagen die Gastgeberinnen mit 58:61 zurück.

Wenige Augenblicke vor Spielende konnte Nicole Hermann mit zwei Freiwürfen auf 62:63 verkürzte. Nach den Freiwürfen gab es für die Lady Dragons zusätzlich Ballbesitz, und Anne Wegner traf tatsächlich noch einmal in den Korb. Mit diesen zwei Punkten bescherte sie den Gastgeberinnen die 64:63-Führung, und vorübergehend durfte auf der Spielerbank und bei den Fans auf der Tribüne schon mal von Ausnahmezustand gesprochen werden.

Die Offiziellen ließen die Uhr allerdings noch eine Sekunde zurücksetzen, da sie zuvor zu spät gestoppt worden war. Doch trotz aller Anstrengung gelang es den Wedler Gästen nicht mehr, das Blatt zu wenden. Nachdem dann der Jubel etwas abgeebbt war, konnten sich beide Trainer ausgiebig über die spannende Begegnung und ihren Besonderheiten austauschen. Die Gäste bewiesen vor allem mit ihrer zwischenzeitlichen Aufholjagd, warum sie ganz oben in der Tabelle stehen. Die Lady Dragons aber bestätigen, dass auch sie das Potenzial für die 1. Regionalliga haben.

WSG-Coach Klocke bedauerte nur, dass dieser Schwung nicht gleich weiter genutzt werden kann. Das nächste Spiel gegen den Tiergarten ISC ist erst für den 8. Februar in der Paul-Dinter-Halle angesetzt.

Aufstellung

WSG 81 Königs Wusterhausen: Wegner (22 Punkte), Löbig (13), Thiedke (12), Hermann (10), Herfurth (3), Bartkowski (2), Blume (2), Rathke, Kilic, Höhn.

grä/eb

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