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Dahme-Spreewald „Dirk Westphal bleibt bei uns“
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17:12 05.04.2019
Netzhoppers-Manager Arvid Kinder (l.) befand sich am späten Donnerstagnachmittag in Vertragsgesprächen mit Spieler Jan Jalowietzki, den er gerne ein weiteres Jahr im Dahmeland sehen würde. Quelle: Oliver Schwandt
Bestensee

Mit den Play-off-Spielen der ersten acht Mannschaften befindet sich die Volleyball-Bundesliga derzeit in der heißen Phase der Saison. Bereits das zweite Mal in Folge sind die Netzhoppers SolWo Königspark KW nur zum Zuschauen verdammt, da sie wie in der Spielzeit 2017/2018 auch 2018/2019 am Ende den neunten Tabellenplatz belegten, der nicht zur Teilnahme an den Best-of-two-Begegnungen berechtigt. Im MAZ-Interview äußert sich Manager Arvid Kinder unter anderem über die abgelaufene Serie, über rückgängige Zuschauerzahlen bei den Heimspielen und über eine Reise nach Marokko, die vier Akteure des Teams nach dem Saisonende getätigt haben, um den Kopf nach der verpassten Play-off-Teilnahme so richtig frei zu bekommen.

Herr Arvid Kinder, wie sieht Ihr persönliches Fazit der für die Netzhoppers vor zwei Wochen zu Ende gegangenen Saison aus?

Arvid Kinder: Das Erreichen der Play-offs war aus meiner Sicht im Vorfeld nicht zu hoch ausgegeben. Das sieht man, wenn man die direkten Ergebnisse gegen Düren oder Herrsching betrachtet. Wir waren auch gegen Gegner aus der oberen Tabellenregion oftmals auf Augenhöhe. Leider haben wir zu viele Punkte gegen vermeintlich schwächere Teams gelassen. Ich denke da zum Beispiel ungern an die beiden Niederlagen gegen Absteiger TV Rottenburg zurück. Hätten wir dort gewonnen, wären wir definitiv bei den Play-offs dabeigewesen. Wir haben in dieser Saison acht Punkte mehr als zwölf Monate zuvor geholt, also konnten wir uns in dieser Hinsicht deutlich verbessern.

Gab es noch mehr positive Aspekte aus Ihrer Sicht?

Natürlich. Wenn ich da alleine an das Auftreten der Mannschaft zuhause in der Landkost-Arena denke. Es gab ja nicht eine einzige Partie, in der wir klar unterlegen waren. Wir konnten sogar Satzgewinne gegen den VfB Friedrichshafen und die Alpenvolleys feiern. Die Jungs haben gezeigt, dass sie das Niveau für die Bundesliga besitzen.

Trotzdem gab es einen Rückgang der Zuschauerzahlen zu verzeichnen. In der Saison 2017/2018 besuchten durchschnittlich noch 530 Zuschauer die Partien in Bestensee. Eine Spielzeit später waren es nur noch 480. Wie können Sie sich diesen Rückgang erklären?

Diese Frage kann ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht so richtig beantworten, da die Jungs gerade zuhause richtig guten Volleyballsport gezeigt haben. Ein Grund könnte aber durchaus die nicht gerade zuschauerfreundlichen Partien am Sonntagnachmittag oder auch am Donnerstagabend gegen Herrsching gewesen sein.

Was muss getan werden, um in der kommenden Spielzeit wieder mehr Zuschauer in die Landkost-Arena zu locken?

Wir müssen in der Region zum Beispiel mehr Werbung für unsere Heimpartien machen. Wir sind derzeit dabei, ein vernünftiges Marketingkonzept zu entwickeln, damit die Zuschauerzahlen zukünftig wieder nach oben gehen.

Der Vertrag von Coach Mirko Culic läuft noch eine weitere Spielzeit. Ist er denn der richtige Mann, um in der nächsten Saison mindestens Rang acht zu erreichen?

Uneingeschränkt ja. Mit seiner jahrelangen Erfahrung ist er genau der richtige Mann, der unter anderem in der Vergangenheit absolut nachgewiesen hat, dass er junge Spieler nach vorne bringen kann. Mir fällt da spontan Filip Gavenda ein, den vor zwei Jahren überhaupt keiner kannte. Am Ende war er so interessant, so dass er in die italienische Liga gewechselt ist. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir mit Mirko weiterhin erfolgreich zusammenarbeiten werden.

Sie haben Filip Gavenda angesprochen. Mit dem Kanadier Casey Schouten steht erneut ein Topmann im Team, der mit 389 Punkten viertbester Angreifer der Bundesliga geworden ist. Kann man so einen starken Mann überhaupt halten?

Wir probieren auf alle Fälle, ihn eine weitere Spielzeit an uns zu binden. Er fühlt sich bei uns wohl und die Bundesliga tut ihm gut, um in seiner Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Für ihn wäre es sicherlich schön, seine bisher gezeigte Leistung noch eine Saison bei den Netzhoppers zu bestätigen.

Gibt es sonst schon Personalplanungen, die Sie öffentlich machen können?

Ja, die gibt es. Vor zwei Tagen konnte ich eine erste Vertragsunterzeichnung dingfest machen. Dirk Westphal bleibt weiterhin bei uns. Ich glaube, seine Unterschrift ist auch ein Signal an den Rest des Teams, dass wir in der Zukunft noch viel mit ihr vor haben. Ansonsten befinde ich mich derzeit in intensiven Gesprächen mit den Jungs, denn Mirko und ich wollen den Kern des Teams unbedingt zusammenhalten. Es wird aber sicherlich nicht zu vermeiden sein, dass ein paar Spieler kommen und gehen werden.

Wie ist der Stand mit Martin Krüger, der für drei Monate vom VfB Friedrichshafen ausgeliehen war?

Martin hat uns wieder verlassen. Er will sich in Halle erst einmal auf sein Studium konzentrieren.

Wie lange trainieren die Spieler noch, bevor sie in ihre verdiente Sommerpause gehen können?

Nach dem Spiel gegen Frankfurt hatten alle zwei Wochen frei bekommen. Die vier Kanadier nutzten diese 14 Tage, um zum Beispiel Urlaub in Marokko zu machen. Trainiert wird noch bis Ende April. Für Arran Chambers und Casey Schouten ist noch nicht Schluss, denn die beiden haben eine Einladung für die kanadische Nationalmannschaft bekommen.

Ist denn finanziell die kommende Saison gesichert?

Wir müssen bis zum 15. April die Lizenzunterlagen für die Bundesliga einreichen. Das ist der schwierigste Part. Wir stehen vom Budget her relativ weit unten. Deshalb sind die kommenden Wochen und Monate unheimlich wichtig, um die finanziellen Grundlagen für die Spielzeit 2019/2020 zu legen.

Von Oliver Schwandt

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