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Dahme-Spreewald Eisbären Berlin trauern um Legende Hartmut Nickel
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18:23 28.06.2019
ARCHIV - Hartmut Nickel, Assistenztrainer der Eisbären Berlin, fotografiert am 07.03.2013 in Berlin auf einer Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit Quelle: picture alliance / dpa
Klein Köris

Rasant wie die Puckjagd auf dem Eis sei sein Leben verlaufen, sagte Hartmut Nickel einmal. Nun hat er sich viel zu schnell aus diesem Leben verabschiedet. Nach kurzer schwerer Krankheit starb die Eishockey-Legende der Berliner Eisbären am Donnerstag im Alter von 74 Jahren.

Hartmut Nickel hat die Eisbären Berlin geprägt, wie kein anderer Spieler oder Trainer in der Clubgeschichte“, sagt Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee, der dem Urgestein selbst viel zu verdanken hat. „Kein Zweiter verkörperte die Vergangenheit und die Gegenwart des Clubs so wie er. Sein Wirken wird immer ein Teil unserer DNA sein. Die Eisbären Berlin verlieren mit Hartmut Nickel einen großen Eishockeyfachmann, ein Vorbild, aber vor allem einen warmherzigen Menschen und Freund. Hartmut war Papa Eisbär und wird es für uns immer bleiben.“

Von Weißwasser nach Berlin

Hartmut Nickel wurde am 16. November 1944 in Weißwasser geboren. Kriegskind und mit der Mutter auf der Flucht, tat der Schulanfänger das, was zur Winterszeit in Weißwasser fast alle Jungen spielten: Eishockey auf den zugefrorenen Teichen ringsum. Die Lausitzer Hochburg war in den 1960er Jahren die erste Adresse in der DDR. Junior Nickel indes fand keine Aufnahme in der Männer-Mannschaft und ging 1963 nach der Schlosserlehre „als Entwicklungshelfer” nach Berlin. Hier feierte der Stürmer mit dem SC Dynamo 1966 den ersten Meistertitel und blieb für 14 weitere als Spieler und Co-Trainer im Club. Nickel nahm an fünf Weltmeisterschaften teil und 1968 an den Olympischen Winterspielen in Grenoble. Als Co-Trainer war er bis 1988 auch in der DDR-Nationalmannschaft tätig, ehe er zum Cheftrainer im Club aufstieg. Er war der erste Cheftrainer des EHC Dynamo Berlin nach der Aufnahme in die Bundesliga und führte den Club nach dem Abstieg 1992 direkt wieder in die 1. Bundesliga. Zwischen 1993 und 1996 verbrachte er seine einzigen drei Jahre außerhalb der Eisbären-Organisation beim EC Hannover. Ab 1996 war Nickel dann wieder als Co-Trainer zurück in Berlin. Mit den Cheftrainern Peter John Lee, Pierre Pagé und Don Jackson feierte er Ende der 1990er Jahre bis zum Jahr 2013 große Erfolge mit den Eisbären, insgesamt sieben Meisterschaften.

Eishockeyträume nach der Wende erfüllt

Für Nickel, der einst noch im offenen „Wellblechpalast“ spielte und dort im Winter vor dem Match Schnee schob, erfüllten sich nach der kleinsten Liga der Welt in der DDR mit dem Dauerduell Weißwasser gegen Berlin, nach der Wende alle Eishockeyträume. Er bildete die Talente aus, formte die Meistergeneration und mit der Arena am Ostbahnhof spielten seine Lieblinge nun vor 14 000 Fans. Darauf war er zurecht stolz. Er galt immer als korrekter zuverlässiger Arbeiter, auf den man sich stets verlassen konnte. Nickel konnte nächtelang über Eishockey fachsimpeln.

Am 23. September 2016 wurde Hartmut Nickel, der sich mit seiner Familie in Klein Köris (Dahme-Spreewald) ein Haus gebaut hatte und sich im Brandenburgischen zwischen Seen und Wäldern besonders wohlfühlte, nach 53 Jahren in Diensten des Berliner Eishockeys in den Ruhestand verabschiedet. Ihm zu Ehren hängt ein Banner mit seinem Namen unter dem Dach der Mercedes-Benz Arena Berlin. Die trauernde Eisbären-Familie wird ihren „Papa“ nie vergessen.

Von Peter Stein

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