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Dahme-Spreewald HSV Wildau gedenkt Frank Homuth
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13:04 28.04.2019
Jan Ihle (r.) – dem zwei Tore gegen Lübbenau gelangen – im Kampf um den Ball mit TSG-Akteur Henrik Wahnschaffe. Quelle: Oliver Schwandt
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Wildau

Mit einem Sieg im letzten Saisonheimspiel wurde es für die Brandenburgliga-Handballer des HSV Wildau nichts. Mit 25:27 (8:12) mussten sich die Gastgeber vor 120 Zuschauern am Ende dem TSG Lübbenau geschlagen geben. In der Tabelle behielten die Dahmeländer ihren siebten Rang (19:23 Punkte).

Sein Sohn Florian trug im Match gegen die Spreewälder die Kapitänsbinde

Die Partie wurde für viele HSV-Akteure jedoch schnell zur Nebensache, denn vor dem Spiel gedachten Mannschaft und Fans dem am Karfreitag verstorbenen Frank Homuth, der viele Jahre als Trainer beim HSV Wildau tätig war und einige Akteure bis in den Männerbereich hinein begleitet hatte. Sein Sohn Florian trug im Match gegen die Spreewälder die Kapitänsbinde und Mutter Angela – die als Bürgermeisterin für Wildau kandidiert – verfolgte das Spiel ihres Sohnes von der Tribüne aus. Bei Facebook bedankte sie sich nach der Partie für die Anteilnahme der gesamten HSV-Mannschaft, des Vorstandes und der Fans.

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„Natürlich war es für meine Jungs heute nicht leicht, aufgrund des viel zu frühen Tods von Frank sich auf das Spiel zu konzentrieren. Dafür habe ich vollstes Verständnis. Mir ist der Verlust von Frank ebenfalls sehr nahegegangen, da ich viele Jahre mit ihm eng zusammengearbeitet habe“, berichtete HSV-Coach Sven Brade. Seine Mannschaft verschlief die Anfangsphase des Matches gegen Lübbenau total. Schnell lag das HSV-Team mit 3:6 zurück.

Auch Routinier Humberto Julien Lopez stand ihm nicht zur Verfügung

„Uns hat in der Abwehr Florian Weber gefehlt, der in der Lage ist, Lücken zu erkennen und zu schließen. Deshalb dauerte es auch eine Weile, bis wir unsere Zuordnung im Deckungsbereich gefunden hatten“, so Brade. Auch Routinier Humberto Julien Lopez stand ihm nicht zur Verfügung. Der Kubaner weilt derzeit mit seiner Familie in Ungarn, wo der ehemalige Nationalspieler viele Jahre aktiv war.

Nach einer Viertelstunde konnte der mit acht Treffern beste Werfer bei den Gastgebern, Manuel Thieke, auf 5:7 verkürzen. Beim 7:8 betrug der Vorsprung der Gäste nur noch ein Tor (22.). „Leider waren wir anschließend beim Abschluss zu überhastet und zu unkonzentriert“, erkannte Brade, der von der Seitenlinie aus mitansehen musste, wie die TSG Lübbenau bis zur Halbzeitpause sich wieder einen Vier-Tore-Vorsprung erspielte – 8:12 (30.).

Nach dem Seitenwechsel hielten die Gäste weiterhin das Tempo hoch. Nach 40 Spielminuten bauten sie ihren Vorsprung auf acht Treffer aus (21:13). Brade nahm in dieser Phase der Begegnung eine Auszeit, um noch einmal an einigen Stellschrauben zu drehen. Er appellierte an seine Jungs, in den letzten 20 Minuten alles zu geben, um sich wenigstens mit erhobenen Hauptes von den Fans zu verabschieden.

Seine Ansprache fruchtete, denn Tor um Tor verkürzte seine Truppe den Rückstand. Leider reichte am Ende die Zeit nicht, um wenigstens einen Punkt, wie im Hinspiel, gegen Lübbenau zu holen. Die letzten beiden Treffer des Spiels erzielten Thieke und Rückkehrer Julian Pietrusky zum 25:27-Endstand aus Wildauer Sicht.

Das letzte Saisonmatch bestreitet der HSV Wildau am kommenden Samstag, den 4. Mai, um 18.30 Uhr beim Tabellenvorletzten Grünheider SV II. „Da wollen wir auf alle Fälle noch einmal alles geben, um mit einem Sieg aus der Spielzeit zu gehen. Auch wollen wir zudem den siebten Rang am letzten Spieltag erfolgreich verteidigen“, kündigt Brade an.

Von Oliver Schwandt