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Dahme-Spreewald Maximilian Möbis wird disqualifiziert
Sportbuzzer Lokalsport Dahme-Spreewald Maximilian Möbis wird disqualifiziert
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14:07 17.01.2019
Maximilian Möbis gewinnt überlegen den DM-Titel, der ihm eine Stunde nach seiner Zielankunft wieder aberkannt wird. Quelle: Jörg Elias
Teupitz

So niedergeschlagen hat man den Teupitzer Radsportler Maximilian Möbis nach einem Rennen überhaupt noch nicht gesehen. Bei den Deutschen Cross Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Kleinmachnow konnte er in der Altersklasse U23 seinen Vorjahrestitel wiederholen, denn er belegte mit 17 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger den ersten Rang. Doch die Freude über den vermeintlich zweiten DM-Sieg währte beim 20-Jährigen – der seit dieser Saison das Trikot des bayrischen Rennstalls Gunsha KMC Team trägt – nur kurz, denn etwa 60 Minuten nach seiner Zielankunft wurde ihm mitgeteilt, das er disqualifiziert und ihm somit der Sieg aberkannte wurde.

Was war passiert: Von Anfang an dominierte der Teupitzer den Wettkampf in seiner Altersklasse. „Ich kam sehr gut aus der ersten Startreihe weg und konnte mir schnell einen gehörigen Vorsprung herausfahren, der bis zur Hälfte des Rennens bereits 50 Sekunden betrug“, so der Gunsha-Fahrer. Dann kam es zum verhängnisvollen Vorfall, der den Rennausgang am Grünen Tisch entscheiden sollte. Nachdem Möbis beim Passieren des Depots sich einen Reifenschaden zuzog, entschied er intuitiv, zur Wechselzone zurückzukehren.

In dieser Zeit zogen die zweit- und drittplatzierten Fahrer an dem Teupitzer vorbei

„Ich fuhr etwa 20 Meter entgegengesetzt zur Fahrtrichtung ins Depot zurück, um mein Rad gegen ein neues zu wechseln“, berichtet der Dahmeländer, dem in diesem Moment nicht klar war, das dies nicht erlaubt ist. Sein Trainer und Vater Marco erkannte sofort den Fehler und schickte seinen Sohn zurück auf die Piste. In dieser Zeit zogen die zweit- und drittplatzierten Fahrer an dem Teupitzer vorbei, der sich mit einem Platten bis zum nächsten Depot, das sich weitere 1,5 Kilometer weiter befand, schleppte.

„Mit einem Plattfuß zu fahren, ist überhaupt nicht schön, da man viel mehr Rollwiderstand hat und die Kurven nicht so schnell fahren kann“, informiert Möbis, der mit einem neuen Rad unterm Hintern anschließend eine sicherlich einmalige Aufholjagd startete. Runde für Runde verringerte er den Rückstand auf die beiden vor ihm liegenden Wettkämpfer. Als er über den Zielstrich fuhr, hatte er wieder einen Vorsprung von 17 Sekunden herausgefahren.

„Ich konnte mich nur kurz freuen, denn ich hatte schon während des Rennes von einer Kommissärin gehört, dass ich disqualifiziert wäre. Im Nachhinein habe ich mich über meinen Fauxpas richtig doll geärgert, da ich mir ja durch das Zurückfahren und dem Nichtwechsel des Rades überhaupt keinen Vorteil verschaffen konnte, sondern eher einen Nachteil, da ich durch den unfreiwilligen Stopp meinen gehörigen Vorsprung einbüßte“, erzählt Möbis.

„Mein Vater und ich haben beim Weltverband UCI Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt“

Nach dem Verkünden der Disqualifikation brach für den „Meister der Herzen“ eine kleine Welt zusammen, denn sein Ausschluss wurde mit einem Wechselfehler im Depot begründet. „Da ich aber mein Rad überhaupt nicht getauscht hatte, verstehe ich dieses Urteil, das aus meiner Sicht für mein Vergehen auch viel zu hart war, überhaupt nicht. Mein Vater und ich haben beim Weltverband UCI Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt.“

Die Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch gegen die Disqualifikation stehen nicht allzu schlecht, denn im Paragraph 5.1.039 des Radsport-Reglement der UCI heißt es wörtlich: Jeder Athlet, der sich noch auf der Strecke in dem mit gelben Fähnchen markierten Bereich aufhält und doch plötzlich zu seinem Depot muss, muss auf den Rennkurs zurückfahren, um von dort aus in sein Depot zu gelangen, ohne die Konkurrenten zu behindern.

Man darf jetzt schon gespannt sein, wie der internationale Weltverband mit der Disqualifikation von Maximilian Möbis umgehen wird. Im Sinne des Sports wäre das einzig richtige Urteil, dem Teupitzer Radsportler seinen hart erkämpften Deutschen-Meister-Titel zurückzugeben. Sollte dies aller erwarten nicht der Fall sein, dann bricht für Möbis sicherlich keine Welt zusammen.

„Ich kann auch noch im kommenden Jahr noch in der Altersklasse U23 versuchen, meinen zweiten DM-Titel zu holen. Auf alle Fälle werde ich richtig Gas geben, um dann 2020 den ersten Platz beim Renen um die deutsche Crossmeisterschaft zu holen“, sagt Möbis, „mir ist aber auch bewusst, dass dann mit dem aus der U19 aufrückenden Tom Lindner ein Kontrahent mit dabei sein wird, der Weltklasse ist. Der Sachse fährt bereits Weltcup-Rennen und feierte dort schon einen hervorragenden dritten Platz.“

„Dann werde ich sicherlich mit viel Wut im Bauch ins Rennen gehen“

Das nächste sportliche Ziel hat Möbis bereits jetzt schon vor den Augen, denn vom 2. bis zum 3. Februar finden im dänischen Bogense die UCI Cyclo-Cross Weltmeisterschaften statt. „Falls ich vom Bundestrainer für diese internationalen Titelkämpfe nominiert werden sollte, dann werde ich sicherlich mit viel Wut im Bauch ins Rennen gehen. Einen Platz unter den besten 20 Fahrern traue ich mir jedenfalls in meiner derzeitigen Form durchaus zu“, sagt Möbis.

Die Strecke in Bogense ist jedenfalls wie geschaffen für ihn, denn diese verfügt über viele Schräghänge und sehr viel Schlamm. Zusätzlich gibt es viele Passagen, bei denen mit dem Rad auf dem Rücken gelaufen werden muss. „Das sind alles Anforderungen, die ich liebe“, freut sich der Gunsha-Athlet, der in den nächsten zwei Wochen sicherlich sehr oft in den Briefkasten gucken wird, um dort die Nominierung des Auswahlcoaches für den Saisonhöhepunkt zu finden.

Von Oliver Schwandt

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