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17:42 26.02.2018
Die Netzhoppers um Trainer Mirko Culic (M.) wollen ihren Fans heute ein gutes Spiel gegen Hypo Tirol Alpenvolleys Haching bieten.
Die Netzhoppers um Trainer Mirko Culic (M.) wollen ihren Fans heute ein gutes Spiel gegen Hypo Tirol Alpenvolleys Haching bieten. Quelle: Oliver Schwandt
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Königs Wusterhausen

Vor einem sehr schwerem Heimspiel stehen die Netzhoppers SolWo Königspark KW am Mittwochabend, wenn um 19 Uhr das erste Mal überhaupt der mehrfache österreichische Meister Hypo Tirol Alpenvolleys Haching in der Landkost-Arena zu Gast ist, der nur mit einer Wildcard in der deutschen Bundesliga um Punkte spielen darf.

Im Oktober 2016 verkündete die Volleyball Bundesliga (VBL), dass zur Saison 2017/18 erstmals eine Wildcard für die höchste deutsche Spielklasse vergeben wird, um freie Startplätze in der Liga zu besetzen. Der TSV Unterhaching war zwischen 2009 und 2013 viermal DVV-Pokalsieger und dreimal deutscher Vizemeister geworden, bevor sich der Verein 2014 nach dem Ausstieg des Hauptsponsors aus finanziellen Gründen aus der ersten Liga zurückgezogen hatte.

Die Innsbrucker hatten in den vergangenen Jahren zehnmal die österreichische Meisterschaft gewonnen

Mit der Wildcard-Regel zeigten die Hachinger Interesse an einer Rückkehr. Um die Anforderungen erfüllen zu können, gingen sie eine Kooperation mit dem Hypo Tirol Volleyballteam Innsbruck ein. Die Innsbrucker hatten in den vergangenen Jahren zehnmal die österreichische Meisterschaft gewonnen und suchten angesichts der fehlenden Konkurrenz in der Heimat nach neuen Wegen.

Die Liga erteilte dem deutsch-österreichischen Projekt eine Ausnahmegenehmigung. Seit dieser Spielzeit spielt die neue Mannschaft unter dem Namen Hypo Tirol Alpenvolleys Haching in der deutschen Bundesliga. Die Lizenz kommt dabei von den Bayern aus Unterhaching.

Die Mannschaft von Hypo-Coach Stefan Chrtiansky setzt sich aus einer reinen Weltauswahl zusammen. Im Team spielt mit Jonas Sagstetter nur ein einziger Akteur aus Deutschland. Die anderen 13 Spieler kommen aus Brasilien (4), Tschechien (1), Slowakei (3), Belgien (1), Österreich (1), Kolumbien (1), Polen (1) und Kanada (1).

„Der Kanadier ist eine ziemlich guter Spieler“

Besonders vor dem nordamerikanischen Diagonalangreifer und Nationalspieler Rudy Verhoeff hat Netzhoppers-Trainer Mirko Culic richtig viel Respekt. „Der Kanadier ist eine ziemlich guter Spieler, der uns bereits im Hinspiel sehr viele Probleme bereitete“, weiß Culic im Vorfeld dieser Partie, „aber auch die anderen Akteure der Innsbrucker verstehen es, mit dem Volleyball gut umzugehen. Zudem sind die Jungs sehr erfahren, da sie sich in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Mannschaften in der Champions League messen konnten.“

Culic weiß aber auch, dass sich seine Jungs in den verbleibenden vier Saison-Partien (Innsbruck, BR Volleys, Lüneburg und Rhein-Main) nach dem Verpassen des Play-Off-Platzes acht alles geben werden, um die Serie vernünftig zu beenden.

„Ich hoffe, dass mein Team die unglückliche Niederlage in Herrsching aus den Köpfen bekommen hat, bei der sie echt toll aufgetreten war und im zweiten Satz beim 41:43 für einen neuen Eintrag in die Volleyball-Geschichtsbücher sorgte“, sagt der Trainer weiter, „meine Truppe wird am Abend garantiert alles geben, um den eigenen Fans zu zeigen, dass sie in der Lage ist, auch gegen Mannschaften wie Innsbruck einen oder zwei Sätze zu holen.“

Filip Gavenda fällt weiterhin aus

Personell kann Culic wieder auf seinen Kapitän Daniel Heinecke bauen, der zuletzt aufgrund einer Grippe den Netzhoppers bei der 0:3-Niederlage in Herrsching noch gefehlt hatte. Dafür fällt weiterhin der Slowake Filip Gavenda mit einer hartnäckigen Knieverletzung auf unbestimmte Zeit aus.

Von Oliver Schwandt

26.02.2018