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Dahme-Spreewald Sybille Krause finisht beim Two-Ocean-Ultramarathon
Sportbuzzer Lokalsport Dahme-Spreewald Sybille Krause finisht beim Two-Ocean-Ultramarathon
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14:09 26.04.2019
Sybille Krause (r.) von der WSG’81 KW zusammen mit ihrer Freundin Christel Prause nach der Zielankunft des Two-Oceans-Marathons. Quelle: Privat
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Königs Wusterhausen

„Dieser Lauf wird zurecht als mit der schönste auf der ganzen Welt bezeichnet“, sagte Sybille Krause von der WSG’81 Königs Wusterhausen, die zusammen mit ihrer Freundin Christel Prause den Two-Ocean-Ultramarathon über 56 Kilometer im südafrikanischen Kapstadt erfolgreich absolvierte. Die 60-jährige Krause benötigte für die Strecke vom Indischen zum Atlantischen Ozean insgesamt 7:24:37 h. Prause erreichte nur wenige Minuten nach ihr die Ziellinie.

„Ich bin schon fast überall auf der Welt an den Start gegangen, doch dieser Lauf in Südafrika fehlte mir noch auf meiner Liste“, sagte die Dahmeländerin, die mit einigen Sachen bei dieser Veranstaltung überhaupt nicht zufrieden war. „Einen Tag vor dem Wettkampf gab die Wettkampfleitung bekannt, dass die Strecke geändert wurde. Keinem wurde mitgeteilt, warum dies der Grund war. Statt einer landschaftlich schönen Strecke am Atlantischen Ozean entlang wurden wir auf eine Bergroute geschickt“, ärgerte sich die WSG-Sportlerin.

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Die Pannen beim Veranstalter rissen auch in der Folgezeit nicht ab. Gab es nach dem Start im Flachland alle zwei Kilometer eine Verpflegungsstelle, so war es in den Bergen nur noch möglich, alle zehn Kilometer eine Getränke- und Essenspause einzulegen. Teilweise kam es vor, dass die langsam laufenden Sportler überhaupt kein Trinken mehr abbekamen.

„Gerettet haben uns im Endeffekt die Zuschauer an der Strecke“

„Überhaupt hatte ich die Verpflegung total falsch eingeschätzt. Es gibt ansonsten bei allen Ultras, die ich kenne, ein breites Angebot an Essen und Trinken. Daher hatte ich auch nichts mit und musste diesen Umstand hart bezahlen, denn in Südafrika gab es nichts“, berichtete Krause. „Gerettet haben uns im Endeffekt die Zuschauer an der Strecke, die uns Melone, Pellkartoffeln, Chips und Salz anboten. Sonst hätte ich wohl das Handtuch werfen müssen. Durch den Hungerast begannen meine Beine zu krampfen. Zum Glück ging es im Schlussdrittel immer wieder mal bergab“, so die WSG-Leichtathletin weiter, „da haben wir dann noch einmal richtig Gas gegeben und konnten dadurch noch viele Läufer überholen.“

„Eine solche Unordnung bei einem Wettkampf ist mir noch nie vorgekommen“

Unmittelbar nach der Zielankunft von Krause und Prause spielten sich dramatische Szenen im Zielbereich ab, als die Veranstalter bei 7:30 h ein Seil quer über die Ziellinie spannten und dadurch hunderte Sportler ihren Lauf nicht beenden konnten. „Eine solche Unordnung bei einem Wettkampf ist mir noch nie vorgekommen. Es waren ja richtig chaotische Umstände, die beim diesjährigen Two-Ocean-Ultramarathon vorherrschten. Trotzdem bin ich unheimlich happy, dass es mir gelungen ist, diesen Wettkampf erfolgreich zu beenden“, freute sich Krause.

Von Oliver Schwandt

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