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Dahme-Spreewald Wolfgang Schröder lebt Volleyball
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12:00 29.03.2019
Der ehemalige SVS-Vorsitzende Wolfgang Schröder (v.) mit seinem Nachfolger Frank Hartmann. Quelle: Oliver Schwandt
Schulzendorf

Nachdem der Aufstieg in die Volleyball-Regionalliga für die erste Männermannschaft der Spielgemeinschaft SV Schulzendorf/Netzhoppers – die „Schmetterlinge“ – feststand, konnte sich Wolfgang Schröder ein paar Freudentränen nicht verkneifen. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt der Vater des Volleyballsports in Schulzendorf. „Spieler Philipp Pittke, der seit 2010 von Anfang an mit dabei ist, kam zu mir und meinte nur: ,Es ist eigentlich schön, dass wir beide das zusammen erlebt haben. Das muss doch für dich ein unheimlicher Erfolg sein.’ Mit dieser Aussage hatte er nicht Unrecht, weil wir gemeinsam durch viele Höhen und Tiefen gegangen sind. Ich freue mich schon auf die Partien in der vierthöchsten Spielklasse, besonders auf die Derbys gegen die SG Prieros/KW.“

1970 gehörte Schröder zu den Leuten der ersten Stunde, die eine Abteilung Volleyball mit zehn Spielern bei der SG Schulzendorf, die damals schon sehr fußball-lastig war, ins Leben gerufen hatten. „Wir haben ganz klein in der Kreisklasse angefangen. Es dauerte nicht lange und wir stiegen bis in die Landesklasse auf, weil wir doch einige gute Volleyballer in unseren Reihen hatten“, erzählt Schröder. Von 1983 bis 1989 übernahm er den Vorsitz des Gesamtvereins SG Schulzendorf. In dieser Zeit spielte er weiterhin in der Abteilung Volleyball in der Kreisklasse. „Ich habe diese Aufgabe mit viel Herzblut zwei Legislaturperioden durchgezogen.“

Als die politische Wende kam, stellte sich Schröder nicht mehr zur Wahl: „Ich wollte Platz machen für einen Nachfolger, der ein wenig Geld mit in den Verein reinbringen würde. Wir hätten es schwer gehabt, ohne finanzielle Mittel die SGS am Leben zu halten.“

Aus finanziellen Gründen passte es zwischen der Volleyball- und der Fußballabteilung der SG Schulzendorf nicht mehr so richtig zusammen. „Wir hatten bis 2010 noch keine Nachwuchsmannschaft, sodass anteilige Sponsorengelder, die ich unter anderem mitbesorgt hatte, immer bei den Fußballern landeten. Deshalb haben wir uns im selben Jahr aus der Sportgemeinschaft ausgegliedert und eine eigene Abteilung gegründet“, berichtet Schröder.

Am Anfang waren etwa 90 Volleyballer beim SV Schulzendorf in den verschiedenen Teams aktiv. Als sich die Gymnastikfrauen der SG Schulzendorf und die Einrad-Kunstrad-Akrobatik-Gruppe um Trainer Hans-Joachim „Hajo“ Holz von Ajax Eichwalde dem SV anschlossen, stieg die Mitgliederzahl auf knapp 320 an. „Mit der Hilfe von Hajo riefen wir eine Kindertruppe in unserem Verein ins Leben, um auch Fördergelder für unsere Nachwuchsarbeit zu bekommen. Jörg Grabow, der von den Netzhoppers zu uns kam, baute zudem den Volleyball-Nachwuchsbereich auf, in dem aktuell 65 Kinder regelmäßig trainieren“, so Schröder, der von 2010 bis 2016 zum ersten Mal den Vorsitz beim SV Schulzendorf übernahm. In dieser Amtsperiode gelang es Schröder, zusammen mit den Sportlern des SVS, die etwa 2000 Arbeitsstunden ableisteten, einen eigenen Beachplatz auf dem Gelände der SG Schulzendorf zu errichten.

„Bereits neun Monate nach dem ersten Spatenstich konnten wir die Einweihung der Anlage feiern“

„Ich habe damals richtig gewirbelt, um von unseren Sponsoren ein paar Gelder für die Errichtung der Anlage zu bekommen. Auch der Landkreis hat uns gefördert, sodass wir die Kosten von insgesamt 25 000 Euro für den Beachplatz zusammen hatten“, erinnert sich Schröder. „Bereits neun Monate nach dem ersten Spatenstich konnten wir die Einweihung der Anlage feiern.“ Dieser Beachplatz ist im Sommer von Montag bis Freitag komplett ausgelastet, selbst am Wochenende ist er selten frei. „Wir können den Platz deshalb nur an Leute vermieten, die von Anfang an mit dabei waren, weil wir kaum freie Kapazitäten haben“, freut sich Schröder über die gute Auslastung des Beach-Volleyballfeldes.

„Zum Schluss meiner Amtszeit war ich 2016 ein wenig betriebsblind, sodass ich mit Frank Hartmann einen geeigneten Mann fand, der das Feeling hat, unterschiedliche Probleme in den verschiedenen Abteilungen zu klären. Frank übernahm im selben Jahr den Vorsitz und ich bis zur nächsten Wahl 2018 den Posten des Schatzmeisters, um einen gleitenden Übergang in der Vereinsführung zu gewährleisten“, informiert Schröder.

Heutzutage ist der 73-Jährige fast täglich auf der Suche nach neuen Sponsoren für die SV Schulzendorf, die mit ihren finanziellen Mitteln das Vereinsleben aufrechterhalten. „Sponsorensuche ist eine große Vertrauensfrage, weil man erst zu den Investoren ein großes Vertrauensverhältnis aufbauen muss. Solange ich es gesundheitlich noch kann, werde ich weiter für den SV Schulzendorf aktiv sein“, kündigt der Rentner an, der nebenbei noch selbstständig tätig ist.

„Ich habe mich aber auch als Ruderer bei Motor Wildau ausprobiert“

Geboren ist Wolfgang Schröder in Zerbst (Sachsen-Anhalt). Als er vier Jahre alt war zogen seine Eltern nach Wildau, weil der Vater in Berlin eine neue Arbeitstelle fand. „In der Schulzeit war ich ein begeisterter Leichtathlet“, erinnert sich der 73-Jährige, „ich habe mich aber auch als Ruderer bei Motor Wildau ausprobiert. In dieser Sportart wurde ich sogar mehrmals Kreismeister“, fügt Schröder stolz hinzu.

Nach dem Besuch der Erweiterten Oberschule (EOS) in Königs Wusterhausen begann er in Magdeburg ein Elektronik-Studium. 1971 trat Schröder seine erste Arbeitsstelle im Berliner Werk für Fernsehelektronik in Schöneweide an. „Da ich promoviert hatte wurde ich gleich als Abteilungsleiter in der Messtechnik eingestellt. „Da ich 1945 einem geburtenschwachen Jahrgang angehörte, musste ich zum Glück nur dreimal sechs Wochen eine Grundausbildung in der Nationalen Volksarmee absolvieren. Ich wurde danach als Unteroffizier entlassen“, erinnert sich der Rentner. Mit seiner Frau Gisela, die er bereits auf der Oberschule beim Turnen kennenlernte, fand er in Schulzendorf, dem Heimatort seiner Gattin, durch Kontakte bereits 1969 ein Haus, in dem die beiden heute noch leben.

Von Oliver Schwandt

„Wir haben mit unseren Fans bis morgens um ein Uhr die gewonnene Meisterschaft in der Brandenburgliga gefeiert“, sagte Trainer Steven Wilke vom Volleyballteam der SG Schulzendorf/Netzhoppers nach den letzten beiden Saisonheimspielen gegen den HSV Cottbus (3:1; 21:25, 25:16, 25:17, 25:17) und den Werderaner VV (3:0; 25:18, 25:14, 25:18).

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